Wer suchen lässt, der findet nichts.

Ihnen ist sicher auch schon aufgefallen, dass man uns in den Nachrichten inzwischen immer auf den Wetterbricht einstimmt, indem man Bilder von einem vollgelaufenen Keller in Hinter-Timbuktu zeigt oder einen vom Sturm umgeknickten Baum in China, der auf einen Sack Reis gefallen ist. Nach den Satellitenbildern mit den bedrohlichen Wirbeln über Europa sind dann viele Kinder nach dem Ende der Wetterkarte froh, dass wir morgen wieder einigermaßen glimpflich davonkommen werden. Und damit das so bleibt, haben sie sich wie jeden Freitag wieder getroffen, heute vor einer RWE-Versammlung, damit die bösen Kohlekraftwerke kein CO2-Giftgas mehr ausstoßen. Und in Konstanz hat man sogar einstimmig auf Betreiben der FFF-Kinder den Klimanotstand ausgerufen. Ja, Greta hatte Recht, wir sollten echt in Panik geraten, wenn die schon jetzt über die Zukunft unseres Landes mitentscheiden.

Nimmt man mal die weg, die nur als schwänzende Staffage mitlaufen, dann kann man nicht verstehen, dass manche den Eindruck machen, sie hätten sich wirklich intensiv informiert, wären aber bei ihrer Recherche nie auf eine Gegenposition gestoßen. Warum lehnen vor allem ältere die Theorie vom menschengemachten Klimawandel ab oder finden die Hysterie um Stickoxide und Feinstaub völlig übertrieben? Es liegt schlicht und einfach daran, dass es heute völlig normal ist, seine Frage direkt an die Suchmaschine zu stellen und je länger der Hype dauert, desto einfacher wird die Indoktrination, ohne dass die Treiber hinter diesen Fake groß eingreifen müssten. Der größte Coup war es den Begriff Klimaerwärmung in Klimawandel zu verändern, denn so wird jedes Wetterphänomen zum potentiellen Anzeichen dafür.

Geht man so konservativ vor wie früher, würde man nie etwas finden, was diese Angst begründen würde, auch, wenn man sich völlig von den in den Medien verbrannten klimaskeptischen Portalen fernhält. Ich habe es heute selbst versucht. Ich hab´ mich mal unwissend gestellt und so die Kernaussage von der gefährlichen Zunahme von Wetterextremen überprüft. Man nehme Dürren, Stürme (Tornados, Hurrikane, Zyklone) und Regen. Schon, wenn man sich einfach die Artikel auf Wikipedia durchliest und zwar vollständig, wird der unbedarfte feststellen, dass es jährlich bis zu über 1200 Tornados in den USA gibt. Ist das noch eine Meldung wert? Wer die Texte nur überfliegt, der liest eine Liste bekannter Hurrikane mit Namen und sieht, dass die meisten nach dem Jahr 2000 liegen. Wer alles liest, erfährt aber, dass früher eben nur einzelne Hurrikane einen Namen bekamen, heute aber jeder und bekannt wird auch nur, was gemeldet wird.

Danach habe ich einfach Statistik/Hurrikane/Bilder in die Suchfunktion eingegeben und nur welche genommen, die in keinen Text eingebettet sind. Das gleiche für Tornados, Hochwasser usw. Auf den ersten Blick sieht man bei der Auswahl, dass es sowohl steigende, gerade als auch fallende Kurven gibt. Welche ist nun richtig? Meist liegt es daran, welche Ausschnitt, welcher Zeitraum gewählt wird oder, ob es heißt „seit Beginn der Messungen“.

Durch die verschiedenen Kategorien und die Orte des Auftretens von Hurrikans gibt es natürlich ganz unterschiedliche „passende“ Ergebnisse. Deshalb nimmt man am besten zumindest eine für die nördliche Hemisphäre. Die Alarmisten nehmen lieber eine mit der ansteigenden Schadenssumme, die Skeptiker, die mit den zu beklagenden Toten. Schadenssummen sind dazu meist noch nicht einmal inflationsbereinigt.

Da gibt es dann schräge, die sich das alles zunutze machen. Wie hier zu Tornados in Deutschland. Unterschlagen werden hier die letzten 14 Jahre, sowie, dass es lückenlose Aufzeichnungen in Deutschland erst seit der weiteren Verbreitung des Internets gibt, was dann zum Vergleich ein völlig anderes Bild ergibt. Auch für die USA gibt es nicht das von den Klimaalarmisten erwünschte Ergebnis.

Dürren und Pegelstände lassen sich aus geschichtlichen Quellen leicht rekonstruieren und auch Messungen über Niederschläge reichen doch auch 100 Jahre zurück. Und man wird nichts auf Wikipedia finden, was auf irgendwelche Zunahmen hindeutet. Wenn sich Wikipedia damit behilft, 2018 wäre eine extreme Dürre gewesen, dann ist das im Vergleich zu den wirklichen Dürren auf der Welt, die im Artikel beschrieben sind, mehr als übertrieben.

Wer ganz unbedarft nach CO2/Temperatur/Bilder sucht, der bekommt nicht nur das präsentiert, was jede Zeitung oder jedes Fernsehprogramm verwendet: ein beinahe paralleler Anstieg von beidem. Nur beginnt der Bereich wohlweislich bei etwa 1960. Bei der Menge an Angeboten sucht man sich naheliegend den größten Bereich. Das scheint dann den Zusammenhang von beidem nun nicht wirklich zu belegen und wer dann noch Klima/Historie nimmt ab etwa der Steinzeit, bei dem dürfte die Panik dann endgültig verflogen sein.

Bei den angeblich im Meer versinkenden Inseln sollte man sich nicht auf Relotius verlassen, sondern einfach die Namen der Inseln googeln und wieder nur auf Wikipedia lesen, die ja sogar politisch anders eingenordet sind. Da sind es dann plötzlich die massive Grundwasserentnahme, Sprengung von Riffen zum Gewinn von Baumaterial, Sandentnahmen, die die Strömungen verändern, die für den Untergang sorgen. Grönlandeis und sterbende Eisbären sind dann noch die Fingerübung.

Wer natürlich wie die Schüler sich lieber aus Gewohnheit oder Bequemlichkeit unerwünschte Ergebnisse automatisch aussortieren lässt, indem er alles jeweils mit dem Wort Klimawandel kombiniert, bekommt seitenweise Ergebnisse unserer Qualitätspresse, die dann erst recht die Panik schüren.

Das heißt aber nicht, dass es in den Schulen nicht perfide Indoktrination und Manipulation gibt. Bei der Suche erhält man als erstes Ergebnis eine Unterrichtssequenz vom wiki-bildungsserver, die sogar Daten bereitstellen. Kam mir sehr ungewöhnlich vor. Wer auf diese klickt, erhält die „passend“ zugeschnittenen Daten, die ich ja oben vermeiden wollte, oder eine Litanei der ewig falsch liegenden IPPC-Szenarien, die schon vor Jahren zugaben, dass es keine nachweisbare Zunahme von Wetterextremen gibt.

Dass man auf allen Sendern dabei noch Jung gegen Alt aufhetzt und Menschen (aber nur den weißen, westlichen) als Klimaschädlinge sieht, wie es sogar Maybrit Illner in den Mund nahm, setzt dem ganzen noch die Krone auf.

Wenn die Süddeutsche titelt „Dünne Menschen sind umweltfreudlicher“, dann ist das so menschenverachtend, dass sie auch behaupten könnten, die Grünen hätten damals den Holocaust verhindern können, weil sie Krematorien wegen Feinstaub verboten hätten.

Man eignet sich Wissen heute einfach anders an und das mag in vielen Fällen mit dem Internet ein riesen Fortschritt sein, den ich in jeder Hinsicht begrüße und der auch mündige Bürger hervorbringen könnte. Doch das Internet kann auch zur Manipulation der Massen eingesetzt werden, wenn man sich das natürliche Verhalten der Menschen zunutze macht: Gewohnheit, Bequemlichkeit, Staats- und Mediengläubigkeit.

Es ist so schade, dass wirklich die meisten Menschen von Physik, Chemie und Mathematik wenig Ahnung haben, sodass sie sich durch Panik ihre Freiheit nehmen lassen werden. Wäre die Zielsetzung, sich von den begrenzten fossilen Resourcen unabhängig zu machen und gäbe es nicht diese Technikfeindlichkeit, wir würden schon die Erfinder von neuen Reaktoren, die auch den früheren Atommüll zur Energiegewinnung nutzen, klein und weitgehend ungefährlich sind, wie Helden feiern.

Was hat Deutschland zu bieten? Hysterische und panische Schüler, Lobbyisten, unqualifizierte Politiker, Subventionierung nach Ideologie und korrupte NGOs, die alle gemeinsam eine Energiewende mit Gewalt und ohne Sinn durchdrücken wollen, mit dem Ziel ein öko-sozialistisches Paradies zu errichten. Dass junge Leute für diesen Humbug auch noch freiwillig Werbung machen, ist umso bescheuerter. Wenn erst die Ideen von Kevin Kühnert allgemeiner Konsens unter den jungen Leuten werden, dann werden sie gedankenlos mit Stalin- und Honecker T-Shirts rumlaufen.

4 Gedanken zu “Wer suchen lässt, der findet nichts.

    1. „Diese Menschen sind hilflos, weil sie auf einer Sachebene nicht gegen die Wissenschaft gewinnen können“, sagt Rahmstorf gegenüber der „SZ“.“ Rahmstorf und Schellnhuber mit ihrem PIK sind die größten Witzbolde seit der Welteislehre.

      Liken

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.