Dogmatiker entscheiden wie Dogmatiker.

Die Bürger wählen ihre Regierung als eine Art Steuermann, der das Schiff, den Saat, innerhalb der heutigen Herausforderungen in einigermaßen ruhigem Fahrwasser hält. Heute hat man das Gefühl, die Mannschaft hätte gehört, dass das Schiff ans Ende der Welt kommen würde und jetzt entschieden hat, das Schiff während der Fahrt in ein Flugzeug umzubauen.

Es gab in der deutschen Geschichte gute und schlechte Regierungen und, wenn etwas nicht funktioniert hat, dann hat man Entscheidungen auch zurückgenommen, angepasst bzw. unauffällig auslaufen lassen. Heute bin ich inzwischen froh, wenn unsere Regierung gar nichts entscheidet, deshalb dürften innerhalb Merkels Regentschaft die Sommerpausen und die Zeit der Koalitionsverhandlungen nach den letzten Bundestagswahlen, die Zeiten sein, in denen am wenigsten Schaden angerichtet wurde. Mit dem Stigma weiß, männlich, gesund, Mittelstand und Steuerzahler wartet man vergeblich auf Gesetze, von denen auch dieser Teil der Gesellschaft etwas hat. Inzwischen ist man ja schon froh, wenn etwas nur mehr Geld kostet oder man höhere Steuern bezahlt; wohin die Mehreinnahmen verschenkt, vergeudet und verschleudert werden, will man ohnehin nicht mehr so genau wissen. Hauptsache sie lassen einen in etwa so weiterleben wie bisher.

Vor den Folgen mancher Gesetze und Vorhaben wurde und wird ja vorher schon oft gewarnt, wie zum Beispiel vor der Euroeinführung, doch sowas wird immer ignoriert. So hat man sich bisher wenigstens noch zurücklehnen können, weil, wenn die Realität dann zuschlägt, es dann einfach logisch ist, das ganze abzublasen oder zurückzunehmen. Inzwischen regiert aber der Wahnsinn, denn, wenn sich ein Scheitern ankündigt, dann erhöht man ganz im Gegenteil die Anstrengungen in die eingeschlagene Richtung und erwartet ein noch besseres Ergebnis.

Man nehme nur mal den Bereich des Wohnungsmarktes. Man hat Millionen Menschen ins Land gelassen und sich dann darüber aufgeregt, dass die Mieten für den knappen Wohnraum steigen. Darum hat man die Mietpreisbremse eingeführt. Als Reaktion darauf bauten die privaten Investoren dann in dem hochpreisigen Segment, wo sie nicht von ihr betroffen sind. War natürlich nicht vorauszusehen und die Mieten stiegen weiter. Nun habe ich heute gehört, dass man die Mietpreisbremse noch verschärfen will, was natürlich die Lage noch verschlechtert. Weil das zu lange dauert, denkt man ja daran private Immobilienfirmen zu enteignen, was bedeutet, dass die dann einfach gar nichts mehr bauen. Vor einigen Tagen habe ich gehört, dass ein Politiker Immobilienfonds das unsozialste überhaupt bezeichnete, weil sie an der Not der Menschen verdienen. Dass viele kleine Anleger wenigstens auf diese Weise ihr Erspartes vor den Nullzinsen retten wollen, wird natürlich übersehen. Wenn es dann hier staatliche Eingriffe gibt, dann wandern die Anleger einfach weiter und es fehlt den Investoren dann schlicht das Geld irgendwas zu bauen und das Problem verschärft sich noch.

In der gleichen Nachrichtensendung auf B5 hieß es heute, dass Merkel verkündet hat, dass man die Klimaziele für 2020 nicht erreichen werde und man noch größere Anstrengungen unternehmen müsste. Hilfe! möchte man denken. Und, wenn Politiker erst mal darüber diskutieren, ob es sinnvoll ist, eine CO2-Steuer einzuführen, weiß man, dass das im Grunde schon Gesetz ist. Zu den weiteren tollen Anstrengungen gehören der Bau von Stromleitungen durch ganz Deutschland, um den Süden mit Windstrom zu versorgen. Dass es den Netzbetreiber bei uns und unseren Nachbarstaaten inzwischen lieber ist, wenn gar kein Wind weht, weil das große Problem eigentlich der unbrauchbare Überschuss bei starkem Wind ist, sieht man daran, dass Österreich, Tschechien und Polen Maßnahmen ergriffen, um diesen Strom von ihrem Netz fern zu halten ( hier ). Jetzt könnte man meinen, dass die Regierung mal einen Schritt zurück macht, um erst mal für ein Speichermedium zu sorgen und man den Laden so wie jetzt weiterlaufen lässt, weil die Prognose von der Selbstverbrennung in gut 10 Jahren hat die UN auch schon 1988 gemacht und ist voll danebengelegen. Vielleicht hat man deshalb das Ozonloch dazischengeschoben, um diesen Käse neuerlich aufzuwärmen. Aber, weil wir die Ziele unbedingt erreichen müssen, hat Merkel heute verkündet, dass CO2-Neutralität nicht bedeutet, dass wir kein CO2 mehr produzieren, sondern als Ausgleich das CO2 im Boden speichern und Bäume pflanzen sollen.

Bei letzterem kann man sich als Bürger endlich mal freuen, dass sie sich etwas vornehmen, was von selbst funktioniert. Wenn sie dann den Erfolg für sich verbuchen, dann ist das auch gut, denn, wenn wir global denken, dann ist es egal, ob der Klimawandel kommt oder nicht. Der IPCC hat nämlich vorausgesagt, dass es dann in Afrika mehr regnen wird und der Kontinent ergrünt. Noch besser, dass das allein vom zusätzlichen menschlich eingebrachten CO2 schon bewirkt wird. Vielleicht kommen sie dann zu der Erkenntnis, dass wir uns den ganzen Humbug mit Windrädern und Elektroautos eigentlich schenken könnten.  Es ließ sich auch nicht vermeiden, dass es eben nicht nur professionelle Klimaalarmisten gibt, die sich Experten nennen und die Regierung mit passenden Informationen versorgen, sondern auch unabhängige Forschung, deren Ergebnisse langsam einsickern. Zumindest andere Länder behaupten nur mehr für ihr Image, dass sie Klimaschutz betreiben wie China, USA oder Indien, während sie erneuerbare Energien nur da einsetzen, wo es Sinn macht, ohne sich davon abhängig zu machen. Doch die links-grünen Weltverbesserer lassen sich nicht beirren. Man hat sich in einer Art Dogmatismus dazu entschieden, die Welt ökologisch-sozialistisch umzubauen. Kein Wunder, dass sich Schellnhuber vom IPK nicht mit unabhängigen Klimatologen trifft, sondern gleich mit dem Papst.

Bisher dachte ich immer, dass genügend Laien ihre alten Schulbücher wieder ausgepackt haben, um selbst zu sehen, dass die Energiewende, flächendeckende Elektromobilität und CO2 als Giftgas und relevanter Klimatreiber völliger Humbug sind. Auch gibt es genügend Studien und Daten im Netz, die zeigen, dass die Behauptung vom menschengemachte Klimawandel ein großer Betrug ist. Da sollten die ganzen Diffamierungen als „Klimaleugner“ nicht helfen, denn am Ende setzen sich Physik, Chemie, Biologie und jede ernsthaft betriebene Wissenschaft gegen jeden Irrglauben durch. Doch die Klimakirche hieße nicht umsonst Klimakirche, wenn sie nicht so dogmatisch handeln würde wie eine Kirche. Deshalb war klar, was folgen muss. Apple hat sich entschlossen, Sichtweisen, die dem menschengemachten Klimawandel widersprechen, aus dem Netz zu verbannen. Ist natürlich keine Zensur, sondern diese Sichtweise wird von der wissenschaftlichen Community zurückgewiesen (“rejected by the scientific community”). Also von dem korrupten, pseudowissenschaftlichen Konglomerat, das man noch als Zuträger für die Regierungen braucht, um ihre sozialistische Öko-Diktatur umzusetzen. Da passt es auch, dass man in Deutschland in verschieden Städten den „Klimanotstand“ ausgerufen hat. Bisher dachte ich immer, das ist hier so ein Werbegag wie „Kulturhauptstadt“ mit dem man Steuergelder verbraten kann. Dabei hat die Ausrufung eines Notstandes auch Folgen, auch wenn die Bedrohung irreal ist. Der Begriff „übergesetzlicher Notstand“ ist zwar diffus und es gab noch keinen realen Fall, doch hier könnte er greifen. Man kann persönliche Rechte einschränken und sogar über Leichen gehen (siehe Artikel), um die Notlage abzuwenden. Das ist als eine Art Freibrief, bei dem den Klimaalarmisten entgegenkommt, dass sie jedes Wetter zu ihrem Vorteil interpretieren können. Sollte der Klimawandel wie zu erwarten ist nicht eintreten oder keine außergewöhnlichen Folgen haben, dann können sie sagen, ihre Maßnahmen würden greifen, weshalb man den „Notstand“ aufrechterhalten muss.

Wenn missliebige wissenschaftliche Erkenntnisse aus bestimmten Netzwerken verbannt werden, dann liegt es auch am einzelnen, andere Leute aufzuklären. Denn je länger die Öko-Sozialisten unbehelligt an der Umgestaltung der Gesellschaft arbeiten können, desto brachialer wird am Ende die Realität zuschlagen. Ein Glück ist, dass die sogenannten Experten auch Blödsinn verbreiten, der auch für den Laien erkennbar ist. (siehe hier)

Politik agiert inzwischen auf allen Gebieten dogmatisch und ignoriert auch die Auswirkungen ihrer bisherigen Entscheidungen. Die Folgen werden immer gravierender und der Unmut wird weiter wachsen, sodass klar ist, wohin es laufen soll, um sich der Gefahr zu entziehen, am Ende abgewählt zu werden, wie man jetzt in England sieht. Das Ziel ist Global Governance. Eine vom Volk unabhängige „Experten“-Kommission, die ohne demokratische Legitimation von oben nach unten durchregiert und die auch Schellnhuber favorisiert. Die Europäische Kommission ist nur eine Vorstufe davon.

Kein Wunder, dass auf dem Wahlplakat des Kandidaten zum Kommissionspräsidenten Manfred Weber steht: Mein Europa!

Wie wahr. Hätte man selber drauf kommen können.

 

 

 

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