Wirkt Propaganda bei Kindern?

Es gibt ja so gut wie kein Thema mit dem sich besorgte Eltern nicht an einen Ratgeber und Experten wenden würden. Sind es genügend Betroffene, dann gibt es mindestens einen Zeitungsartikel oder Fernsehbeitrag dazu. Seien es nun Laktoseunverträglichkeit, Heuschnupfen, ADS, Mobbing, sogar für die Kinder, die sich nicht entscheiden können, ob sie Männlein oder Weiblein sind. Für das eine Dutzend in Deutschland gibt es dann Klos für das 3.Geschlecht.

Nun habe ich vor Kurzem ein Gespräch zwischen ein paar Frauen mitbekommen, die sich über Plastikmüll unterhielten. Da meinte eine, dass es im Landkreis eine gäbe, die für Kinder in den Grundschulen etwas darüber anbietet. Die zeigt so Bilder von vermüllten Flüssen und Fische und Wasservögel, die an Plastikmüll verendet sind. Die Kinder seien da immer sehr betroffen und geknickt. Dürften wohl die Mütter von den Kindern gewesen sein. Nun habe ich mich vor ein paar Tagen auch mit einer Religionslehrerin (kann auch so eine Gemeindereferentin gewesen sein) unterhalten. Sie meinte, dass bei ihr im Unterricht auch der Klimawandel ein Thema sei und manche Schüler glaubten, deshalb bald sterben zu müssen. Da kann ich mir denken, wie dann der Unterricht ausgesehen hat. Als ich mich dann dumm stellte, wie man denn den Klimawandel merkt, hat sie losgelegt mit der Theorie, dass sich in der oberen Atmosphäre eine CO2-Schicht wie eine Scheibe bildet. Ja, die Theorie kenn ich auch. Die ist über 100 Jahre alt und hat sich als Humbug herausgestellt, als man dann die ersten Flugzeuge hatte. Habe ich aber nichts gesagt, sondern erinnerte mich an einen Elternsprechtag. Da hingen Bilder von „Klimakatastrophen“ und dazu ein handgezeichnetes Plakat, die genau zu dieser Theorie passte. Die Verbreitung dieses Fakes dürfte also in Schulen kein Einzelfall sein.

Nun läuft ja auch im Kinderprogramm dieselbe Propaganda und, wenn ich das mit meinen persönlichen Erlebnissen kombiniere, dann kann man davon ausgehen, dass die Reaktionen der Schüler kein Einzelfall sind. Insbesondere, weil Kinder ja viel empfänglicher dafür sind, vor etwas Angst zu bekommen, vor allem, wenn ihnen die Bedrohung von Erwachsenen erklärt wird und diese vielleicht sogar selber zeigen, dass sie Angst davor haben. Da werden die besorgten Eltern sich natürlich fragen, was sie tun sollen, wenn ihr Kind traumatisiert von so einer Schulstunde heimkommt und glaubt, es würde in den nächsten zehn Jahren in der Sonne verglühen.

Ich dachte jetzt, das wäre eine „gmahde Wies“ (gemähte Wiese), herauszufinden, was man diesen Eltern in solchen Fällen rät, wenn ich das einfach in die Suchfunktion eingeben. Aber auch unter der abgespeckten Version Kinder/Ängste/Klimawandel fand sich vorwiegend die Brachiallösung, nämlich wegen des Klimawandels erst gar keine Kinder zu bekommen. Schon sehr verwunderlich, dass sich da unter keiner Ratgeberseite etwas findet, denn es gäbe durchaus Potential:

 „Badewetter im April, Tornados und kein Schnee – ist das der Klimawandel?“ Diese Frage beantworteten 82 Prozent der von ELTERN FAMILY befragten 1547 Schülerinnen und Schülern aller Schulformen zwischen 9 und 19 Jahren mit einem Ja. Im Detail befürchten diese Jungen und Mädchen die Erwärmung der Erde (34 Prozent), Überschwemmungen (31 Prozent), Winter ohne Schnee (15 Prozent), die Schmelze des Polareises (14 Prozent), das Sterben von Menschen, Pflanzen und Tieren (13 Prozent) sowie wirtschaftliche Einbußen (3 Prozent).

Nur 18 Prozent der Befragten gaben an, dass sie gar nichts befürchten. Von diesen meinen jeweils 5 Prozent, dass es sich beim Klimawandel um normale Schwankungen handele, dass Probleme erst in vielen Jahren auftreten würden bzw. dass wir in Deutschland davon weniger betroffen wären als die Menschen in anderen Teilen der Welt.

Zwei Stimmen aus der Umfrage: „Wenn es so weitergeht, gibt es 2080 die Pole vielleicht nicht mehr! Und dann ist Holland nicht mehr am Meer, dann wäre Holland das Meer. Und dann kommen noch die Tornados – der Untergang!“, sagt eine 10-jährige Grundschülerin. Eine 16-jährige Gymnasiastin: „Meines Erachtens ist der Klimawandel eine drastische Folge der menschlichen Dummheit.“ (hier)

Der erste Teil ist durchaus interessant. Zwar meinen über 80%, dass diese angegebenen Phänomene Folgen eines Klimawandels sein könnten, doch nur Rund 30% fürchten sich davor. Kein Wunder, denn, wenn man diese Umfrage bei uns machen würde, dann würden das zwar vielleicht genauso viele annehmen, doch, weil wir die letzten vier Jahre jeweils einen schneereichen Winter hatten und wir gerade seit zwei Wochen immer zwischen -2° und 8°C haben und es gestern sogar geschneit hat, scheint im Moment keine Klimaerwärmung in Sicht.

Auch ist der Wert von 31% auch nicht allzu besorgniserregend, weil die Angst vor Schulversagen, Trennung und allgemeinen schulischen Ängste höher liegen. Ich kann mich jetzt nicht erinnern, dass sich in meiner Schulzeit wegen schulischer Dinge jemand groß ins Hemd gemacht hätte. Man hatte zwar manchmal Bammel vor Proben, doch es war nichts, was einen dauerhaft den Schlaf raubte.

Kinder bekommen ja mit, wovor die Eltern Angst haben und man persönlich betroffen ist. Für die eher „irrealen“ Ängste braucht es ja noch die Medien, damit bestimmte Ängste erst entstehen können. Nun gibt es dazu natürlich zum obigen Artikel auch Statistiken. In dieser liegt der Klimawandel mit 71% an der Spitze. IS-Terror und Internationale Cyberattacken liegen mit 68% bzw. 66% dahinter. Ich halte das für einen Witz, denn ich glaube nicht, dass 68% erklären können, was eine Cyberattacke ist und welche Auswirkungen die hat. Deshalb halte ich diese für glaubwürdiger (gute Statistiken), denn hier finden sich auch reale Ängste. Ende 2018 fand sich da die Gefahr durch Trump an erster Stelle. Klimawandel auf Platz 12. In dieser Graphik werden Naturkatastrophen und Klimawandel aber gemeinsam behandelt(?) und es zeigt sich, dass die Angst seit 2010 insgesamt zwischen 15% und 20% abgenommen hat. Wahrscheinlich waren schon einige alt genug, dass sie gesehen haben, dass al Gores und Latifs Katastrophenszenarien auch nach 20 Jahren nicht im Entferntesten in Sicht sind. Die Propaganda der letzten zwei Jahre scheint kaum etwas zu bewirken. Der Zuwachs könnte an den jungen Leuten liegen, die man zum ersten Mal befragt hat und ältere dafür weggestorben sind. Denn unter den jungen Leuten finden sich der größte Anteil mit den Ängsten vor dem Klimawandel. Ich habe früher schon mal geschrieben, dass grüne Eltern 100% grüne Kinder produzieren. Nimmt man die Statistik, bei denen Männer und Frauen getrennt aufgeführt sind und bei den Grünen eine gleich hohe Säule bilden, dann befinden sich unter den restlichen Familien durchaus nur mehr eine Minderheit, wo sich beide vor dem Klimawandel ängstigen und diese Angst auch an ihre Kinder weitergeben. Da ist einfach ein viel größerer Anteil von Vätern, der keine Angst vor dem Klimawandel hat, denn die Jugendlichen bzw. jungen Männer haben kaum schulpflichtige Kinder.

Wo geht ein Kind hin, wenn es Ängste hat? Zu den eigenen Eltern. Grüne Eltern holen sich keinen Rat, denn sie wissen, dass man mit Kohleausstieg, Windräder und Elektroautos das Klima rettet. Und so fanatisch treten auch die Kinder auf. Einfach mal googeln, wer hinter den deutschen Fridays-for-future steckt.

Ein Wert von über 80%, die sich vor dem Klimawandel ängstigen, ist sogar bei Kinder völlig abwegig. Allein zum Wohle des Kindes wird man das Kind an solchen Tagen wie heute einfach vor die Tür schicken, es solle mal aufs Thermometer schauen oder mal den Großvater fragen, welche Wetterextreme, in den letzten 70 oder 80 Jahren hatten und vor welchen Katastrophen man sie gewarnt hatte: Eiszeit, Waldsterben, Ozonloch. Da ist es den Eltern egal, ob das nun normal ist, Klima, Wetter oder Witterung ist. Dazu kommt noch, dass alle, mit einigen, mit denen ich nur flüchtig geredet habe, meinten, dass die Energiewende völliger Bullshit ist und der ganze Klimahype völlig überzogen. Die hatten auch alle ein gutes Hintergrundwissen dazu, was ich auf den ersten Blick nicht erwartet hätte.

Die oben verlinkte Graphik zeigt, dass die Propaganda einfach nicht so durchschlagend ist, obwohl es kaum einen Artikel oder Beitrag gibt, wo man uns den Klimawandel um die Ohren haut. Ich denke, dass man immer gern den Haken zu Klimaleugner und rechtsextrem schlägt, um die Bürger wenigstens zu einem sozial konformen Verhalten zu nötigen. Allein damit, Ängste zu schüren, damit kommt man einfach nicht weiter. Wer wegen Klimaleugnung in die rechte Ecke gestellt wird, der kann auch schnell berufliche Nachteile erleiden. Weil eine große Mehrheit der Lehrer links-grün positioniert ist, wird sich auch kein Schüler querstellen und dann, wenn es unbedingt sein muss, eben fürs Klima die Schule schwänzen, wenn man für den Wunsch lieber Unterricht zu haben, Nachteile erleiden könnte.

Warum gibt es dann im Netz keine Ratgeber, die auf die Frage, was man tun sollte, wenn das Kind große Angst vor dem Klimawandel hat? Vielleicht werden diese Fragen wirklich gestellt, aber die Antworten vielleicht nicht veröffentlichen, denn, wenn es zum Wohle des Kindes ist, wird man sicher raten, die Gefahr zu relativieren und vielleicht auch passende Argumente dafür bringen, und nicht noch Öl ins Feuer gießen.

Die größten Witzbolde fand ich beim Umweltbundesamt und dieser Überschrift:

Auswirkungen von Extremwetterereignissen auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen.

Da meint man jetzt, es ginge um die Auswirkungen von Berichten über Wetterextremen. Doch;

Im Zuge des Klimawandels ist in Deutschland eine Zunahme von meteorologischen Extremwetterereignissen (EWE), wie Starkniederschlag und Überschwemmungen, zu beobachten. Schwerwiegende EWE können starke Ängste hervorrufen und traumatische Erlebnisse darstellen. Diese Traumata und anhaltender Stress im längeren Verlauf nach dem Ereignis können Ursache für negative psychische Gesundheitsauswirkungen sein. Kinder und Jugendliche gelten als vulnerable Gruppe, da ihnen weniger Bewältigungsstrategien als Erwachsenen zur Verfügung stehen und sie stark von ihrer Umwelt abhängig sind.

Ja, zum Glück lassen sich keinerlei Zunahmen von Wetterextremen in Deutschland feststellen, außer, dass man in der Vergangenheit normale Wetterereignisse heute zu Wetterextremen hypt wie diesen Winter. Schulausfall bei 30 cm Neuschnee? 2006 hatten wir 1,50m mehr Schnee und da hat sich keiner so ins Hemd gemacht.

Heute ordnet man jeden Autofahrer, der von einem Baum erschlagen wird, dem Klimawandel zu oder, wenn ein Zug Verspätung hat. Beim Zustand der Bahn werden die auch ohne angeblichen Klimawandel zunehmen, lassen sich allerdings für die eigene Propaganda gut verwenden. Da nimmt man einen WHO-Bericht als Grundlage, der sich mit Sicherheit mit Kindern beschäftigt hat, die einen Hurrikan oder Tornado erlebt haben. Ich denke, dass jährlich mehr Kinder betroffen sind, wenn das Elternhaus abbrennt, als dass es überraschend von Hochwasser bedroht ist. Für beide Fälle schon psychologische Vorsorge zu treffen, halte ich für bescheuert. Wenn man Kindern als Eltern schon beibringt wie man mit Feuer und elektrischen Geräten umgeht oder wie man sich verhält, wenn man von einem Sturm oder Gewitter überrascht wird, der wird auch keine Memmen produzieren, die sich vor dem Klimawandel ins Hemd machen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass vor allem übermotivierte Lehrer Schuld daran haben, dass Kinder irrationale Ängste entwickeln. Addiert man den propagandistischen Aufwand der Medien dazu, dann haben sie gemeinsam eine wirklich magere Überzeugungskraft; auch bei Kindern. Zum Wohle der wenigen Kinder, die das fressen, sollte man sich das wirklich schenken und erst mal abwarten, ob der durch die UN angesetzte Weltuntergang in 12 Jahren, wenn wir nichts gegen den Klimawandel tun, auch wirklich eintritt. Bisher lagen unsere Experten von Club of Rome, IPK und UN ja immer grandios daneben. Auch diesmal dürfte auf sie Verlass sein.

 

12 Gedanken zu “Wirkt Propaganda bei Kindern?

  1. 2006 weiß ich noch, da war ich in China und meine Schwiegermutter schickte mir vom Katze gießen ein Bild von „der Schneehaufen links ist Dein Auto“.

    Zum eigentlichen Thema: die schulische Indoktrination ist *hart*, ich habe enge Freunde mit Kindern im Grundschulalter, und da kommt dann schon mal ein „wenn du *so* fährst, braucht das sehr viel Benzin und ist nicht gut für die Umwelt, Papa“.

    Papa hat sich als nächstes Auto dann gleich einen X6 bestellt, wegen der Umweltkompatibilität des Minis, und so. Aber wie man das seinem Sohn beibringt…. ist _hart_, die Tage.

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  2. Die einfachste Gegenmassnahme waere das Physikbuch heraus zu kramen. Das faellt allerdings vielen Eltern schwer, da sie ebenfalls nie darin gelesen haben.

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    1. Dafür haben sie ja den Harald Lesch …

      So schaut die Realität aus.
      Aber dann gibt’s halt diese „High IQ Leute“ auf manchen Blogs, echte Scientisten, die Gebäude und Titel mit Methode verwechseln …

      Und mit manche Blogs meine ich AllesKonfusion …

      „Femcels and The Problem of the Pill“
      Einfach mal auf YT suchen und die 45 Minuten investieren.
      Diese Damen sind es ja, die den Kids Angst machen.
      Die Pille verhindert zwar echte Schwangerschaft, der Körper ist aber ja trotzdem im Glauben ständig schwanger zu sein.
      Oxyoverkill.
      Das Gegenstück zum Roidrage beim Bodybuilder?

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      1. Tolles Bild! Wer im Internet unter „Dürre“ sucht, der wird auch feststellen, dass das, was unsere Medien 2018 als „Dürre“ bezeichneten, dagegen ein Witz ist.

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  3. Es ist noch immer schlimm, auch hier in Österreich. Fing gestern in einer Diskussionsrunde ein 64jähriger mit ‚Klimaverschärfung‘ an (immerhin ein diesbezüglich neues Wort), ich bat ihn, mir diese zu erklären. Wurde nix, komisch.

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  4. Such mal Femcels auf Youtube.
    Schönes Video über „Dauerschwangere“.
    Lehrer machen Angst?
    Bullshit.
    Es sind Spinnerinnen, die durch die Pille im Zustand der Dauerschwangerschaft sind.
    Oxyoverkill.
    Quasi das Gegenstück zum Idioten auf Roidrage.

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    1. Habe schon den Anfang des oben verlinkten Videos über Femcels angesehen. Schau ich sicher morgen ganz.
      Als Laie kann ich natürlich nicht wissen, dass die durch die Pille schon vorher einen Schaden haben, dass sie für diese Art der Indokrination empfänglich sind. Man lernt nicht aus.

      Nachtrag: Ich habe deshalb die Lehrer dahinter vermutet, weil, als ich mir die Statistiken auseinanderdividiert habe, festgestellt habe, dass ein größerer Rest bleiben müsste, wo beide Elternteile keine Angst vor dem Klimawandel haben (weil, die ängslichen Männer ja auch eher jünger und kinderlos sind) und die Kinder trotzdem durchdrehen. Ich konnte mir anders keinen Reim darauf machen, wo die herkommen.

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  5. @Sandale sagt:
    20. Mai 2019 um 11:54 Bearbeiten
    Bin etwa bei 1:40h. Wirklich interessant! Muss es nur in mehrere Etappen aufteilen, weil vom aktuellen Tag schon immer so viel anfällt. Grüße in den anderen Wald.

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    1. Die ist nur 49 Minuten lang.
      Femcels and The Problem of the Pill

      Eukalyptusbonbon wie wir hier fröhlich singen,
      Wobei aktuell eher über die Gipfel pisst. =)

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