Karlspreis und Blechorden.

Ich kann mich jetzt nicht erinnern, wann zum letzten Mal ein Preis für besondere Taten verliehen wurde und nicht nur für die richtige Haltung, ab besten noch für eines der richtigen Geschlechter. Film-, Literatur und Kunstpreise gibt es seit Jahren nur mehr für irgendwas mit Nazi, Judenverfolgung, Schwule, gegen Rechts, Migranten und ich-hab‘s-als-Frau-so-schwer. Einen Preis zu bekommen hatte früher etwas Anrührendes, auch für die Zuschauer. Oft war mit einer besonderen Leistung eine Vorarbeit, Beharrlichkeit und Innovationskraft nötig, die auch mit dem Preis erst öffentlich wurde. In der Wissenschaft sind oft viele Mitarbeiter notwendig, die diese Leistung erst ermöglichen, und kaum einer fühlte sich hinter den Preisträger zurückgestellt, weil er nicht bedacht wurde.

Aber auch für besondere politische Leistungen gibt es Preise; der bekannteste dürfte in Deutschland der Aachener Karlspreis sein. Heuer wurde der UN-Generalsekretär Guterres bedacht. Warum eigentlich?

In der Schule lernt man-sofern es dort noch Geschichtsunterricht gibt- dass Karl der Große der Ursprung des christlich geprägten Abendlandes ist. Er führte in Ansätzen nach dem Vorbild des Römischen Reiches so etwas wie eine Verwaltung ein, erklärte den Sonntag zum verbindlichen Feiertag und führte die karolingische Minuskel als Grundlage unserer Schriftsprache ein. Jetzt könnte man meinen, dass es sich bei den Bepreisten um Leute handelt, die dieses Erbe vorführen und auch die offizielle Seite scheint sich bei ihrer Begründung danach auszurichten:

„Der Karlspreis wirkt in die Zukunft, er birgt gleichsam eine Verpflichtung in sich, aber eine Verpflichtung von höchstem ethischem Gehalt. Er zielt auf freiwilligen Zusammenschluss der europäischen Völker, um in neu gewonnener Stärke die höchsten irdischen Güter – Freiheit, Menschlichkeit und Frieden – zu verteidigen, den unterdrückten und Not leidenden Völkern wirksam zu helfen und die Zukunft der Kinder und Enkel zu sichern.“

Wenn man sieht, wer vor allem in den letzten Jahren so einen Preis bekommen hat, dann sollten die Verantwortlichen sich mal wieder auf diese Worte besinnen. Ich kann mich jetzt nicht erinnern, dass sich von den Preisträgern der letzten Jahre jemand Gedanken um die Zukunft der Kinder und Enkel gemacht hätte. Wohlweislich hat man nicht geschrieben ihrer Kinder und Enkel. Von einem freiwilligen Zusammenschluss der Völker kann ohne hin nicht mehr die Rede sein, denn wer freiwillig aus der EU auszuscheiden will bzw. sich nicht ihrem Diktat beugt, der spürt die ganze Härte des EU-Politbüros. Die Preisträger kommen dann immer gerne genau aus diesem Zirkel. Von Orban bekam er noch die Ehre ein Soros-Mann genannt zu werden. Mit Freiheit, Menschlichkeit und Frieden geht es auch langsam zu Ende, wenn man an die Gleichschaltung der Medien, NetzDG und der Preisgabe Europas für Kulturen und Ideologien, die mit Menschlichkeit und Frieden nicht viel am Hut haben. Bewusst oder unbewusst hat man genau Karl den Großen gewählt. War der Grund, dass unter ihm ein vereintes christliches Reich seine größte Ausdehnung hatte oder, dass man dem Zerfall eines europäischen Reiches durch seine Teilung im Jahr 843 nachtrauert? Unterschiedliche Sprache und Kultur sorgten dafür, dass sich die Teile schnell auseinanderentwickelten. Heute versucht man diesen Vorgang rückgängig zu machen, indem man versucht die Kultur der einzelnen Nationalstaaten zu zerstören; sozusagen, das Reichsvolk zu homogenisieren.

Die Begründung ist zu einem nichtssagenden Gewäsch verkommen, sodass der Preis für jegliche globalistischen Belange gekapert werden kann. Irgendwas mit Frieden und Menschlichkeit geht immer. Guterres ist für mich nur ein Hampelmann mit dem die Utopien der Globalisten auch an dieser Stelle nochmal aufgewärmt werden können. FFF für die Jugend, Habeck für die Weiber und Karlspreis für die gehobenen Schichten. Deswegen heißt er inzwischen internationaler Karlspreis. Dort werden Leute ausgezeichnet, die die Entscheidungen in den Hinterzimmern, mit schönen Worten flankieren bzw. die Bürger mit moralischem Gesülze und Alarmismus weichkochen, damit sie diese auch widerspruchslos hinnehmen. Der Kandidat ist dann der professionelle Mahner und Warner, der dann für nichtssagende Weisheiten ausgezeichnet wird. Bei Guterres sind dazu nur zwei Zitate „aktenkundig“:

„Die dramatischen Probleme der heutigen komplexen Welt können nur zu einer bescheidenen Herangehensweise inspirieren.“

Wahrscheinlich das Ergebnis eines Sprachassistenten für Politfloskeln. Noch nicht wirklich preisverdächtig.

Wir können Menschen nicht davon abhalten, um ihr Leben zu fliehen. Sie werden kommen. Die Wahl, die wir haben, ist, wie gut wir ihre Ankunft verwalten und wie menschlich.

heißt: Unsere Grenzen waren immer schon nur Deko, Milliarden an Entwicklungshilfe waren völlig überflüssig und wir sollen frühzeitig planen, wie wir die leistungslose Rundumversorgung von Flüchtlingen nach deren Ankunft gewährleisten. Wahrscheinlich hat man das Zitat so bemerkenswert gefunden, dass man etwas eine Wahl nennt, wo es nur eine einzige Möglichkeit gibt. Ich dachte auch erst an einen Übersetzungsfehler, doch auch im Original heißt es how und nicht that.

Danke auch. Wenn jemand von wir spricht und andere die Arbeit haben, weiß man auch gleich wo Guterres politisch justiert wurde. Mitglied der PS, der sozialistischen Partei Portugals, später ihr Präsident und auch sechs Jahre Präsident der Sozialistischen Internationale. Flüchtlingskommissar bei der UN und beteiligt an der Ausarbeitung des Migrationspaktes, der sich einen Dreck um die Aufnahmeländer für Migranten schert. Wäre er gleichzeitig noch schwul, wäre er womöglich gleich Papst geworden. Genau er bekam nun den Preis für die Förderung des Europäischen Gedankens und er selbst meint:

Demographischer und Klimawandel, dadurch verstärkten Migration sowie die Umwälzungen im digitalen Zeitaltern stellten Herausforderungen dar, die mit der Gefahr von Konfrontationen einhergingen. Andererseits stehe der Multilateralismus gerade in einer Zeit, in der er besonders gebraucht werde, unter Beschuss.

Jeder Südseebewohner hat inzwischen gemerkt, dass es reicht, vor allem den deutschen Klimahysterikern von sich ein Bild vom Strand zu schicken, wo man bis zu den Knöcheln im Wasser steht, um einen Freifahrtschein zur Vollalimentierung zu bekommen. Ein Fake wird zu höchsten Bedrohung hoch gehypt.

Multilateralismus würde gerade besonders gebraucht? Ich dachte immer die der ganze Klimatralala und die UN-Programme zur Umsiedlung dienen gerade dazu, um jeden kulturellen und politischen Multilateralismus unter der Herrschaft des EU-Kommissariats und der UN einzuebnen.

Der Karlspreis-prämierte Papst Franziskus musste erst noch Bischof und Kardinal werden und warten, bis die Globalisten seinen Vorgänger zum Rücktritt zwangen. Seit Franziskus den Petrus macht, erkennt man erst recht, dass der Teufel im Vatikan hockt. Sein Programm ist das der EU: Förderung des Islam und des Neo-Marxismus und die Menschen mit dem Klimadingens zu ängstigen und gefügig zu machen. Dass das so rund läuft, verdankt man natürlich den ergebenen Leitmedien:

Selbst die Zeugen Jehovas treffen heute vorsichtigere Aussagen bezüglich des Weltuntergangs als ZEIT, SZ oder Spiegel.

Keine größeren Verräter der katholischen Kirche wie er und seine Handlanger Marx und Bedford-Strohm von den Evangelischen. Denn man hat keine Skrupel mehr, sich auch wieder den Nazimethoden zu bedienen, um das für das kommende Reich unwerte Leben auszumerzen. Als sich in Stranberg zwei Dutzend AfD-Anhänger zu einer Kundgebung trafen, lief gleich wieder die Armada der Gutmenschlichen auf:

Ein zivilgesellschaftlicher „Starnberger Dialog“ ruft unter dem Motto „Wir machen sauber“ zu einer Gegenkundgebung auf, um die AfD-Veranstaltung zu stören und danach den Kirchplatz symbolisch „rein“ zu machen: „Die Menschen dürfen gerne mit Besen und Schürze kommen, um den Platz danach wieder zu säubern“ (evangelischer Stadtpfarrer).

Und Leute, die solche Methoden gutheißen, werden dann auch noch prämiert. Wenn Journalisten einen Relotius auszeichnen, dann können die EU-Funktionäre auch Leute wie Juncker, Papst Franziskus oder Guterres mit einem Karlspreis würdigen. Er musste nur von den richtigen Leuten gekapert werden, damit auch die Begründung passt. Man bleibt dann schließlich unter sich und kann sich gegenseitig diesen Blechorden verleihen.

 

8 Gedanken zu “Karlspreis und Blechorden.

      1. Es ist so gut wie isoliert, denke ich. Man kann es mit dem direkten Link abspielen und ich kann es hier einbinden.

        Aber ich geh davon aus, dass die paar Subscriber/Abonnenten auf Youtube keine Nachrichten mehr bekommen, die Uploads ankündigen, und dass das Video auch nicht in der Vorschlagsliste von ähnlichen Videos auftaucht. Es ist viel perfider als einfache Verbote und Löschungen, v.a. weil man wie ein Loser aussieht, wenn man was sagt.

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      2. Übrigens, wei kann es sein, dass Merkel nicht in der Lage ist, aus dem Stegreif englische Sätze zu bilden, die dem Niveau höchstens der 7.Klasse entsprechen? Warum stellt eigentlich in den Leitmedien niemand die Frage, ob sie bei Verhandlungen überhaupt folgen kann, wenn die wirklich wihtigen Dinge ohne Dolmetscher ablaufen?

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      3. Weil es keine Verhandlungen gibt. Es gibt Unterhändler und Zeremonien. Angela Merkel hat doch keinen Schimmer, welche Papierstapel sie unterschreibt. Ist ja eh alles unverbindlich. Die Menschenrechte hat ja auch irgendein Vorgänger unterschrieben. Das juckt die doch heute nicht mehr. Ergo auch egal, was heute unterschrieben wird.

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