Parasitäre Weltenretter.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass Doktortitel und Professuren inzwischen durch Rubbellose vergeben werden. Früher ging man davon aus, dass ein Wissenschaftler am Ende seiner Berechnungen und Untersuchungen auf den ersten Blick beurteilen konnte, ob sein Ergebnis überhaupt Sinn macht. Jeder hätte im Zweifel seine Berechnungen nochmals überprüft, heute werden dagegen Studien auf den Markt geworfen, da kann eigentlich der Laie schon erkennen, wann etwas völliger Humbug sein muss. Wirtschaftliche Zusammenhänge sind ja nicht jedermanns Sache, doch in den letzten 30 Jahren sind wir soweit gekommen, dass die Generation, die in dieser Zeit aufwächst, technische Errungenschaften, Dienstleistungen, Waren, Energie und am Ende die Arbeit selbst nicht als etwas wahrnimmt, was geschaffen wird, sondern als natürliche Gegebenheit. Anders kann man sich folgende Wirrniss nicht erklären:

Wenn wir unseren Planeten retten und die Klimakrise eindämmen wollen, sollten wir dringend weniger arbeiten. Hier steht, warum.

Sogar, wenn man zugesteht, dass man das Klima mit Tofuessen, Elektrorädern und Windmühlen „retten“ könnte, scheint der zitierte Doktorand zusätzlich noch eine ziemlich verquere Vorstellung von Arbeit und Wertschöpfung zu haben, so wie auch die Zielgruppe der gläubigen Jünger. Phillip Frey, ein Doktorand, hat den Zusammenhang zwischen Arbeitszeit und Treibhausgasausstoß untersucht auf Grund einer Studie und den Daten der OECD. Ergebnis:

Wenn wir etwas ausrichten wollen, müssen wir unsere Arbeitszeit reduzieren. Anstelle der üblichen 40 Stunden wäre laut des Papers eine neun-Stunden-Woche nachhaltig. (…) „Der Weg zu einer grünen, nachhaltigen Gesellschaft erfordert ein Reihe von Strategien – eine kürzere Arbeitswoche ist nur eine davon.“(neun-Stunden-Woche ist kein Schreibfehler)

Um auf die Argumente dafür zu kommen, muss man nicht studiert haben. Man spart natürlich Transportwege, die Fahrten zur Arbeit und Ressourcen.

Weiter heißt es:

„Wenn wir unsere materiellen Ansprüche zurückschrauben – und das müssen wir, auch mit einer Kreislaufwirtschaft – dann muss weniger produziert werden, dadurch wird der Planet entlastet und die Arbeitszeit sinkt.“

Weniger arbeiten, weniger Dienstleistungen einkaufen und stattdessen wieder mehr selbst machen – dazu gehören beispielsweise Reparaturen, Gartenarbeit und Gemeinschaftsdienst – all das kann auch dabei helfen, Ressourcen zu schonen. „Es ist nicht die Arbeitszeit per se, auf die es ankommt – es ist die Frage, was wir in dieser Zeit machen“, sagt auch die Klimaforscherin.

Denn um Ressourcen zu schonen, brauchen wir langlebige Produkte von hoher Qualität. Und das bedeutet sorgfältigere und deshalb eigentlich zeitintensivere Arbeit.

Man könnte ja planwirtschaftlich festlegen, welche langlebigen Produkte man herstellen soll. Vor 20 Jahren hätte man dann das gerade modernste Handy herstellen lassen, mit dem ich heute noch telefonieren kann. Die Nutzer würden heute noch davon schwärmen und die IT-Experten könnte dieses Jahr dann das neuste Modell für die nächsten 20 Jahre auf den Markt bringen. Aber in den universitären Laberkasernen scheint man sich völlig vom Begriff Arbeit verabschiedet zu haben. Arbeit dient in der Hauptsache dem Lebensunterhalt. Früher bestand die Arbeit fast ausschließlich darin, für Essen, Trinken, Kleidung, Behausung und Brennstoff zu sorgen. Die wichtigste Ressource war der Mensch selbst. Wer früher jährlich den Acker per Hand bestellen oder Brennholz besorgen musste, der biss eben durch die Anstrengung oder durch Unfälle früher ins Gras. Deshalb hat man Maschinen erfunden, um diese Ressource zu schonen. Man wurde damit so produktiv, dass man so viel Arbeitszeit einsparen konnte, seine Kinder in die Schule zu schicken, Grundlagenforschung zu betreiben und sich musisch zu betätigen. Man schaffte damit so viel Mehrwert, dass man den Menschen mit der Medizin ein längeres Leben verschaffen konnte und mit vielen anderen Errungenschaften meistens auch ein glücklicheres Leben. Man produzierte aber nicht irgendwas, sondern, es musste jemanden geben, der für die Ware oder Dienstleistung bezahlt, also etwas, wofür eine echte Nachfrage besteht, am Ende aber auch so viel Mehrwert, dass man zusätzlich völlig nutzlose Labertaschen an den Unis durchfüttern konnte.

Insofern sind die Leute wie Frey Schmarotzer am System, die ihre eigene Wichtigkeit vorgaukeln, um sich selbst zu erhalten. Ihr Part wäre erledigt gewesen, wenn sie einfach verkündet hätten: Wir bekommen einen Klimawandel: 20% mehr Stürme, 20% mehr Regen; 20% mehr Dürren oder gleich die ganze Liste, von den sich widersprechenden Folgen. Beim den Horrorszenarien des Club of Rome mit dem angekündigten Ende von Gold, Kupfer, Nahrungsmittel, Öl usw. haben diejenigen, die wirklich arbeiten, genau das Richtige gemacht. Die haben sich das angehört und die Laberköpfe dann einfach links liegen gelassen. Haben sparsame Antriebe geschaffen, Verfahren entwickelt, um auch schwer zugängliche Rohstoffe anzubauen, neue Technologie entwickelt und die Lebensmittelproduktion so gesteigert, dass die Armut entgegen der Prognose deutlich ab- und die Lebenserwartung deutlich zugenommen haben. War wohl nichts, mit dem Versuch die bleibenden Ressourcen auf sozialistische Weise zu verteilen.

Nun haben sich die Klimaalarmisten nicht nur dazu aufgeschwungen, uns wieder Mal das nahende Ende zu verkünden, sondern gleich noch den Weg mitzuliefern wie wir es abwenden können. Die Politik, die Medien und weite Teile der Bevölkerung interessiert es aber nicht, dass nicht nur ihre Modellrechner immer danebenliegen, sondern auch die Maßnahmen in Deutschland, das angebliche CO2-Giftgas zu senken, außer Ressourcenverschwendung, Umweltzerstörung und reines Geldverbrennen bzw. Umverteilen keinerlei positiven Effekt haben. Während die Freitags-Hüpfdohlen noch mehr vom Gleichen fordern, mehr Windräder, mehr Solar, mehr sozialistische Eingriffe in unser Leben, wird in anderen Ländern wirklich geforscht. Man entwickelt Flüssigsalzreaktoren, die das Problem von Kernschmelzen lösen und das des Atommülls auf einen Bruchteil reduzieren. Russische Forscher haben einen Nickel-63 Isotopen-Akku entwickelt mit einer Lebensdauer von theoretisch 100 Jahren, denn so lange würde er Strom liefern. Und wir sichern uns das Lithium, dass wir über die nächsten Jahrzehnte kommen. Schön blöd, wenn man glaubt, die Welt um uns würde einfach stillstehen.

Die zitierten „Wissenschaftler“ fordern aber statt Innovation ein Zurück zur Natur. Man soll Dinge wieder selbst reparieren und das Gemüse selber anbauen. Ja, echt eine tolle Idee. Fangen wir am besten gleich mit den ganzen nutzlosen Laberköpfen in den Sozial- und Kulturwissenschaften an. Leute, die die Innereien von italienischen Kirchen studiert haben, glauben ernsthaft, sie hätten Anspruch, dass sie von der Gesellschaft durchgefüttert werden, damit sie ihrem Hobby frönen können. Die sind ganz entgeistert, wenn man ihnen am Amt einen Job als Erdbeerpflücker oder Spargelstecher anbietet. Die werden ganz sicher ihr Gemüse selber anbauen und die Waschmaschine reparieren. Ich denke mal, dass die länger als neun Stunden in der Woche aufwenden müssen, um sich selbst zu ernähren. Sie selbst könnten für das, was sie Arbeit nennen, auch zu Hause bleiben. Sie produzieren nichts, was die Normalbevölkerung nachfragen würde, sondern sorgen nachfolgend nur für noch mehr Gängelung, Unfreiheit und Geldverschwendung. Es ist nicht der Kapitalismus Schuld, sondern das Schuldgeldsystem und die Subventionen, dass viele kurzlebige Produkte hergestellt werden und Unternehmen am Markt überleben können, obwohl sie völlig am wirklichen Markt vorbeiproduzieren. Der Staat als Räuber sorgt dafür, dass man genügend parasitäre Dummschwätzer, die in diesem Artikel zu Wort kommen, durchgefüttert werden können und als pseudo-wissenschaftliche Staffage den Politikern als Rechtfertigung dienen, dem Bürger ihre gesellschaftlichen Utopien aufzunötigen.

Die jungen Klimahüpfer, würden freitags nicht hüpfen, wenn nicht genau die, die sie für den vermeintlichen Untergang verantwortlich machen, dafür gesorgt hätten, dass sie in einer Wohlfühlecke mit Rundumversorgung aufwachsen. Diese Hohlköpfe wollen die menschliche Innovationskraft mit sozialistischem Dirigismus knebeln. Die werden mit Freuden vernehmen, dass sie das Klima retten können, wenn alle nur mehr neuen Stunden in der Woche arbeiten. Sie selbst am besten als Gender- oder Nachhaltigkeitsforscher, wo man sich die eigene Unentbehrlichkeit selbst einreden kann und damit natürlich das Privileg auf Flugreisen und SUV.

Natürlich bieten die Autoren am Ende die ultimative Lösung an, um die Klimarettung zu beschleunigen. Sie meinen, dass viele nicht dazu bereit wären, vorübergehende Nachteile hinzunehmen, dass am Ende die ganze Zivilisation gut leben kann. Schön, dass sie zwischen zwei Cappuccino in ihrem Wohlfühlbüro einen Geistesblitz hatten:

„Die Situation ist nicht hoffnungslos. Es sind schon früher Systeme gestürzt oder verändert worden – gegen den Willen der Mächtigen.“

Also wiedermal Systemwechsel. Da hat wohl jemand einen Knick in der Wahrnehmung. Wir haben längst ein halb-sozialistisches, durchsubventioniertes und räuberisches System, das uns Produkte für Sinnlosigkeiten oder zu horrenden Preisen aufnötigt. Man denke an Elektroautos bzw. elektrischen Strom. Die Mächtigen wollen dieses sozialistische System mit Hilfe der angeblichen Klimakrise vollständig implementieren. Die Freitags-Vollhonks und die durch die Medien weichgekochten Bürger mögen sogar glauben, dass das die Lösung sei, uns vor der vermeintlichen Selbstverbrennung zu retten. Jeder Bürger mit halbwegs Verstand und nicht am Tropf staatlicher Alimentierung hängt, merkt jetzt schon die negativen Auswirkungen durch die links-grün Lackierten.

Die sollten sich am besten gleich damit anfangen, höchstens neun Stunden die Woche zu arbeiten, denn, dann würden die Klimajünger schnell merken, dass man allein vom Wohlfühlen fürs Klima nicht überleben kann, wenn man nicht von anderen durchgefüttert wird.

 

 

10 Gedanken zu “Parasitäre Weltenretter.

  1. Es kann mir keiner erzählen, dass die Leute schon immer so blöd waren. Es muss doch auffallen, dass immer mehr offensichtlicher Schwachsinn durch die großen Medien verbreitet wird. Wie blöd kann es denn NOCH werden? Warum sagt denn keiner was?

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  2. Wenn
    JEDER
    PRODUKTIV
    arbeiten wuerde, koennte man die Arbeitszeit auf 9h pro Woche reduzieren. Der Hauptgrund, warum das nicht moeglich ist, bleibt, dass die Mehrheit inzwischen voellig unproduktiv arbeitet. Die Arroganz der professionellen Dummschwaetzer, wie diesem Phillip Frey, ist kaum zu ueberbieten.

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    1. Das hatte ich hier beim Waidlerforum auch schon mal gesagt, nur um einen Troll dann an der Hacke zu haben. Aber in Deutschland geht es nicht um Arbeit, sondern um „Beschäftigung“ und den wenigsten fällt das auf.

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  3. Die Sozialisten von SPDCDUCSUGrüneLinke verteuern Arbeit durch ihre Besteuerung dermaßen, daß es sich lohnt (rein finanziell) soviel wie möglich selber zu machen. Ich mach das auch, im Gegensatz zu dem Spinner da kann ich aber das meiste am Haus selber machen und auch Elektrik und Elektronik reparieren. Man braucht auch nicht immer das neueste Handy, ich muß auch nicht in die Werkstatt um meine Bremsen neu zu machen.

    Ich habe nämlich keinen Bock mehr auf jeden verdienten Euro 70% Steuern zu zahlen, (50% Einkommen und Sozialabgaben, dann nochmal 19% MwSt). D.h. Steuervermeidung wo es geht, nicht aus Umweltschutz sondern nur damit die Affen mein Geld nicht aus dem Fenster werfen. Haus wird mit Holz vom Nachbarn geheizt. Solaranlage mit Batteriepack kommt, dann könnt ihr euch eure Offshore-Umlage da hinschieben wo die Sonne nicht scheint.

    Unser (der Menschheit) Erfolg ist meiner Meinung nach zum großen Teil auf Arbeitsteilung zurückzuführen. Wenn ich das durch 70% Steuern ausheble, dann wurschtelt wieder jeder für sich selber rum.

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  4. Gut, nun sind ja unzählige Weltuntergänge als absolut sicher vorhergesagt worden und kein einziges Mal hat es meines Wissens gestimmt. Das ist recht einfach auch für Dumme und Fanatiker begreifbar. … Was haben wir früher über die Zeugen Jehovas gelacht.

    Aber hat jemand zum Beispiel vom ehemals hochgepriesenen Club of Rome mal eine griffige Liste von Prophezeiungen für inzwischen zurückliegende Termine, die nicht bgestimmt haben. Also wirklich als knüppelharte knappe Liste, aber mit Namensnennung? Wir sind neulich mal bei einer Diskussionsrunde drauf gekommen, dass sowas fehlt. Sowas wie das Waldsterben:

    Professor Bernhard Ulrich 1981: „Die ersten großen Wälder werden schon in den nächsten fünf Jahren sterben. Sie sind nicht mehr zu retten“.

    Linke Ideologie ist doch wirklich reichhaltig bei solchem Zeug. Aber irgendwie denkt man immer nicht dran, sich deren Prognosen für den späteren Gebrauch aufzuschreiben. 😉

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  5. Hab was:
    Club of Rome 1972: In 20 Jahren sei der letzte Tropfen Erdöl verbraucht.
    Club of Rome 1972: bis 2000 werden alle wichtigen Rohstoffe ausgehen oder extrem knapp und teuer, wachsende Überbevölkerung, immer mehr Nahrungsmangel, steigende Umweltverschmutzung.

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    1. Wer wäre vor dem Internet und Massenmedien auf die Idee gekommen, sich die propagierten Untergangsprophezeihungen einer leicht beschränkten Göre aufzuschreiben. Im Mittelalter wäre der Club of Rome eine Sekte gewesen, Greta hätte man längst als Hexe verbrannt, zusammen mit dem Bischof, der in ihr sozusagen das Abbild Christi gesehen hat. Die haben damals eben vorher gewusst, dass die eigentlich nur Schaden anrichten.

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      1. Die Geissler wurden wurden auch scheel angesehen – im Gegensatz zu den heutigen: Verzichtet auf Kristallzucker, Pullover statt warmer Wohnung, ÖPNV rappelvoll mit hustenden Mitbürgern statt Auto, Soja statt Schnitzel….
        Na ja, jedenfalls offiziell. Die neue Möchtegern-Priesterkaste beansprucht ja eine bessere Ernährung (u.s.w.) als der Pöbel, fällt langsam auf. 😉

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