#diesindmehr

Die Schlachten zwischen den Schotten und den Engländern in dem Film Brave Heart waren eine ehrliche Angelegenheit. Man stand sich mit allen Mannen auf freiem Feld gegenüber und wusste gleich woran man ist. Den Engländern auf der Anhöhe dürfte noch zufrieden #wirsindmehr durch den Kopf gegangen sein. Dass die beiden Schlachten nicht wie erwartet endeten, lag im ersten Fall an einer List, im zweiten an Verrat. Heute sind Kriege ja weitgehend asymmetrisch, doch aus Imponiergehabe lässt man immer noch gerne das Kriegsmaterial bei einer Parade auffahren. Dass man in Deutschland Bundewehr-Gelöbnisse in drittklassige Kleinstädte auslagert, weil man in den Großstädten nicht genügend Polizei hat, um die Soldaten zu schützen, sagt eigentlich schon alles. Der Slogan #wirsindmehr ist zu der gleichen Floskel verkommen wie #wirsindbunt. Ein gutmenschliches Label in einem Lala-Land, wo man ganze Armeen Gleichgesinnter hinter sich wähnt. So wie man früher bei der Militärparade die Fahrzeuge mehrmals vor den Zuschauern auffahren lies, um eine hohe Kampfkraft vor zu gaukelt, wird heute auch der kleinste Auflauf der Öko-Bunten von den Medien zu einem Megaevent aufgeblasen. Wenn dazu noch Steinmeier und Merkel laut Umfrage immer noch bei 60% der Leute beliebt sind und diese gleichzeitig den Klimawandel für die größte Bedrohung halten, dann wirklich #diesindmehr zu sein scheinen, obwohl man auch in seinem weiteren Bekanntenkreis keinen einzigen kennt, der das ebenso sieht.

Wenn dieser Staat genug Leute hat, sämtliche Posts durchzuwühlen, um bei denen, die sich in der Wortwahl vergreifen, im Morgengrauen mit einem SEK aufzukreuzen, dann wundert man sich nicht, wenn Politiker inzwischen nicht mehr nach Gesetz handeln, sondern nach ihren Gutdünken und ihren persönlichen Befindlichkeiten, weil anscheinend Staatsgewalt und Zivilgesellschaft die Reihen fest geschlossen haben, und sich bei der Transformation Deutschlands in eine ökologisch nachhaltige Buntwelt nicht groß dreinreden lassen wollen. Da hält man als Gesinnungsabweichler lieber den Mund und überlegt sich dreimal, ob man sich auf einer nicht hilfreichen Demo sehen lässt. Schon gar nicht da, wo man von Nachbarn oder Kollegen erkannt werden könnte. Die Schattenarmee scheint ziemlich groß zu sein.

Wenn man allerdings sieht, wer da immer aufmarschiert, dann besteht die Armee nur aus dem breiten Bündnis der potenziellen Denunzianten aus Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und Schmarotzer-NGOs, flankiert von der ANTIFA, die sich der Unbelehrbaren annimmt. Nun weiß der Normalbürger nicht, ob jede Stadt seine eigene schwarz-vermummte Stadtguerilla hat oder, ob es sich hier um staatlich geförderte Schlägernomaden handelt. Der mutige Deutsche geht ja auch erst auf die Straße, wenn das Bündnis offiziell vermeldet, #wirsindweniger; der gute Deutsche geht ohnehin erst auf die Straße, wenn er von der Regierung dazu aufgefordert wird.

Nun nehmen die Neubürger es durch ihre archaische Kultur eher wie in Brave Heart. #wirsindmehr hilft immer, um seinen Willen ungestraft durchzusetzen. Wer früher eine solo vergewaltigt hat, der tut das heute im Gruppenrahmen. Ab 12 Personen hat auch unser Rechtssystem keinen Überblick mehr und. wenn man bei der Verhandlung sagt #wirsindnochmehr und wissen, wo dein Auto wohnt, dann ist die Sache ohnehin gegessen. Inzwischen ist ja #wirsindmehr eher relativ, je nach dem, was man vorhat. Abmessern ab drei Personen aufwärts, am besten Zufallsbekanntschaften nutzen. Hochzeiten mit Autokorso auf der Autobahn ab 40 Personen. Wenigstens da sind auch die verfeindeten Clans solidarisch, indem man wochentags gleich mehrere Autobahnabschnitte zeitgleich zur üblichen Stoßzeit nutzt. Schnell heißt es dann bei der ermittelnden Polizei, #wirkönnenesauchbleibenlassen.

Für Kleinigkeiten wie Parken in der zweiten Reihe, genügen ad hoc #wirsindmehr als 50 Leute, damit die Zwei-Mann-Besatzung einknickt. Lässt sich das so schnell nicht organisieren, dann muss man eben nachschieben, bis #wirsindmehr als die 15 Streifenwagenbesatzungen. Steinewerfen und das Erniedrigen der Polizistinnen mit „Nutte“ oder “Schlampe“ aus der gesicherten Deckung der #wirsindmehr-Gruppe kann man auch schon beginnen, ehe die restlichen Polizistendarsteller vor Ort sind. Dann klappt es am Ende auch mit einem ungestörten Abgang.

Diese Erkenntnisse sind bei denen natürlich nicht vom Himmel gefallen, eher so über learning by doing und Erfahrungsaustausch über WhatsApp. Gut, dass man da die ganzen Wutbürger inzwischen wegzensiert, dass da nicht so ein Gedränge im Netz entsteht. #wirsindmehr zu jeder Jahreszeit heißt es inzwischen. Bei #wirsindmehr als 1000 gibt es dann freien Eintritt in städtische Bäder mit ungestörtem Gaffen und Grapschen. Sprungtürme lassen sich für die eigene Großfamilie okkupieren, ohne dass man von anderen Badegästen gestört wird, und mit Glück gibt es noch ein paar tolle Bilder für Facebook mit der Treibjagd auf die Bademeister. Im Winter kann man dann privat die städtischen Busse nutzen, denn #wirsindmehr als Sitzplätze vorhanden sind, ist gleichzeitig die Aufforderung an die deutsche Kartoffel, heute lieber zu Fuß zu gehen.

Bei Deutschen hat der Schutzmann früher erst eingegriffen, wenn wirklich jemand gefährdet war. Wenn der Sepp wie jeden Tag, auch im Winter, vom Wirtshaus besoffen heimgeradelt ist, dann hat der Schutzmann höchstens gesagt: „Schau auf Sepp! Da vorn is fei scho glatt!“ Heute stehen sie mit automatischen Kameras im Hinterhalt, damit sie uns wegen der falschen Diesel-Plakette mit 60.-€ wegen eines Achtel Feinstaubtoten abkassieren können, oder forsten heimlich unsere Internetaktivitäten aus, ob wir nicht ein Gendersternchen vergessen haben, denn schon dort offenbart sich die rechte Gesinnung. Die angeblich große Armee #wirsindmehr aus der leitenden Staatsgewalt und gutmenschlicher Zivilgesellschaft, ist ein Pappdrachen aus Opportunisten und linksideologischen Laberköpfen und rechtschaffenden Bürgern, die auf Anweisung regelmäßig einknicken müssen, weil #diemehrsind oder Gewalt unter staatlichem Auftrag ausführen. Besonders zufrieden scheinen letztere aber nicht damit zu sein.

Heute gilt das Denunzieren und gewaltsame Bekämpfen des politischen Gegners als Zivilcourage. #wirsindmehr Mitläufer, die sich für diese Dienste freiwillig hergeben, als während unserer rot-braunen Vergangenheit.

#DIEsindmehr. In der Nacht hockt ein Teil dieser echten Armee regelmäßig auf den Anhöhen der Großstädte und sieht die blauen Lichter zahn- und planlos durch die Stadt eilen:

„#wirsindmehr und irgendwann wird das alles uns gehören!“

 

2 Gedanken zu “#diesindmehr

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