„Deep-Fake“ als Programm.

Wissenschaftler von der Stanford University, dem Max Planck Institute for Informatics, der Princeton University und Adobe Research haben eine „Deep-Fake“-Software entwickelt. Man kann dadurch einer Person mit der angepassten Lippenbewegung täuschendecht etwas ganz anderes in den Mund legen. Am einfachsten ist es mit Gesichtern in der Frontalansicht, da hier nur die untere Gesichtshälfte manipuliert wird. Man hat mit dieser Hilfe auch ein falsches Statement von Mark Zuckerberg veröffentlicht (hier runterscrawlen). Mehrere Internetseiten berichten darüber, wo bisher noch die Schwierigkeiten liegen. Bei relativ statischen Bildern kann man Teile einer Sequenz herausschneiden und so das Video für ein kürzeres Statement anpassen. Probleme bereiten dabei bisher noch Haare oder Kleider, die sich im Wind bewegen, Handgesten oder Schatten, die auf dem Gesicht regelmäßig wiederkehren; zum Beispiel der Schattenwurf eines Riesenrades.

Schon länger ist es möglich, Landschaften zu verändern, sodass aus einer sommerlich grünen Atomsphäre tiefster Winter wird. Leider finde ich das Video gerade nicht, wo man vom Auto heraus in Fahrtrichtung eine sommerliche Straße mit Allee filmt und die Bäume und Häuser plötzlich schneebedeckt sind und der Himmel grau.

Der Observer ist natürlich besorgt:

Glad this will never fall into the wrong hands and cause a major international incident.

Ich weiß nicht, ob es da bei unseren ÖR-Medien in den richtigen Händen ist, wo sie jetzt schon mit Hilfe des Bildschnittes, der Perspektive und der passenden musikalischen Untermalung jeden harmlosen PEGIDA-Spaziergang in einen rechten Mob verwandeln und eine Hand voll Freitagshüpfer in ein weltbewegendes Megaevent.

Diese Art der Manipulation fand am Anfang der ersten regierungskritischen Straßenaufläufe ein Ende, als man begann, die Veranstaltung ohne Schnitt und Kommentar aus nur einer festen Perspektive live ins Netz zu stellen. In den ÖR-Nachrichten trägt man umso dicker auf. Der Befürchtung, dass dieses Programm in die falschen Hände gerät, kann man sich sparen, denn dort wird es aus der Sicht der Bürger zuerst ankommen. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass man bisher noch jede revolutionäre Neuerung nach ein paar Jahren als App für jedermann herunterladen kann.

Der Observer blickt nach der Beeinflussung der US-Wahlen 2016 durch Russland – was nur mehr bewiesen werden muss; was aber inzwischen unwahrscheinlich ist – besorgt auf die Wahlen 2020. Nun können die Leitmedien natürlich den Kritikern in Zukunft Schwindel unterstellen, während sie ungestraft manipulieren können, oder sie fluten das Netz selbst mit Fakes, dass die skandalösen, echten Dinge gar nicht mehr durchdringen.

Wie kann man dann die Glaubwürdigkeit zumindest noch eine Zeit erhalten? Die Interviews von der Straße auf Infowars machen es schon vor, indem sie ohne Schnitt von einem zum anderen gehen, alles in bewegten Szenen und vielen umstehenden Zeugen.

Aber auf Dauer wird es mit einfachsten Mitteln möglich sein uns jeden Humbug unterzuschieben. Man kann beliebige Szenen unter Wasser setzen und uns Überschwemmungen vorgaukeln, „Flüchtlings“-boote klonen und entsprechenden Seegang erzeugen oder regierungstreue breite Bündnisse mit Teilnehmern in Tausenderblöcken aufpeppen und die Opposition mit Hitlergrüßenden ausstaffieren.

Vielleicht ist aber die Gefahr durch solche Programme gar nicht so groß und der massive Einsatz, um Bürger zu manipulieren und Regierungskritiker zu diffamieren, könnte den gegenteiligen Effekt haben.

Das Bild, das sich jeder von der Welt macht durch die Medien, Bücher oder eigenem Wissen und Überlegen, ist ja schon durch und durch manipuliert, wenn man sich nur an den Leit- und ÖR-Medien orientiert. Dass ihnen trotzdem immer weniger glauben, liegt an dem, dass sich nicht vermeiden lässt, dass die Bürger mit der Realität konfrontiert werden, die der Propaganda widerspricht. Wenn uns monatelang Boote und Züge gezeigt wurden, wo nur Frauen und Kinder aussteigen, dann steht es eben im Widerspruch, wenn in meiner Stadt fast ausschließlich junge Männer rumlaufen. Auch haben Menschen untereinander über das Handy unmittelbaren Kontakt, auch ins Ausland.

Ich kann mich an einen Bericht von Udo Ulfkotte erinnern und an einen anderen von einem Soldaten, die beide einen Bericht im Fernsehen sahen, wo sie gerade vor Ort waren. Die Berichte waren von hinten bis vorne erlogen. In beiden Fällen waren da weder Bomben noch Kampfhandlungen. Heute lässt sich so ein Fake wesentlich schwerer verbreiten. Dass wir heute auch ohne ein „Deep-Fake“- Programm ein völlig manipuliertes Bild haben, liegt nicht unbedingt daran, dass die Medien lügen, sondern, dass wir aus dem Agenda-Setting und der richtigen Bildgestaltung und dem passenden Schnitt logisch richtige, aber inhaltlich falsche Schlussfolgerungen ziehen, so wie es gewünscht ist. Man sagt uns nicht, was wir meinen sollen, sondern wir meinen es aus eigener Entscheidung.

Wären die Menschen nicht so ungebildet und so vergesslich, hätten sie Ahnung von Naturwissenschaften und Geschichte, dann könnten sie uns nie so einen Humbug andrehen wie den menschengemachten Klimawandel oder Assad bekämpfte das eigene Volk.

Deshalb ist es für die Politeliten so wichtig, dass Schüler möglichst wenig naturwissenschaftliches Verständnis haben und, dass man Ereignisse aus der Vergangenheit für die Masse umdeutet oder verschweigt. So kann man sogar inzwischen einen Gregor Gysi als Redner zur friedlichen Revolution 1989 aufbieten, obwohl er die treibende Kraft war, die Struktur und das Vermögen der SED in die Nachwendezeit hinüberzuretten und heute als DIE LINKE die gleiche sozialistische Politik im Bundestag, in den Medien und den Universitäten zu vertreten.

Georg Orwell hat es in seinem Roman 1984 richtig erkannt, dass man die Zukunft kontrolliert, wenn man die Vergangenheit beherrscht.

Die eigentliche Manipulation der Bürger geschieht aber nicht durch die plumpe Bildmanipulation, sondern ganz subtil, dass es gleich ins Unterbewusste kriecht. Jede Nachricht, jeder Krimi, jede Serie, Musikvideos und Werbung, einfach alles ist auf die gewünschte Art geframed. Darüber hinaus wird die Sprache verändert und werden Begriffe neu eingeführt und umgedeutet. Man muss wirklich zwei Wochen die Kiste ausschalten und dann probeweise einen Abend laufen lassen. Erst dann fällt auf, welch abartiger, propagandistischer Scheißdreck das gesamte Fernsehprogramm im Grunde ist. „Deep-Fake“ als Programm.

Wer nichts weiß, der muss wirklich alles glauben. Und, wer etwas wissen will, der muss erst mal wissen, wo er suchen muss. Nicht, auf welcher Internetseite das steht, sondern bei der ganzen Manipulation trotzdem die richtige Frage zu stellen, damit alles von Haus aus aus einem ganz anderen Blickwinkel erscheint. Dazu habe ich hier und hier und hier schon früher einmal Beispiele gegeben.

Man sollte auf seine eigenen Erfahrungen vertrauen und glaubwürdige Personen aus dem eigenen Umfeld. Wir haben in den letzten Jahren immer weniger Wert darauf gelegt, denn heute bringen uns die Medien ja alles bequem ins Haus, was wir wissen müssen (=dürfen). Wir glauben, dass es am eigenen Wohnort 35° hat, weil es im Internet steht, machen uns aber nie die Mühe, selbst auf das Thermometer zu schauen. Ich empfehle jedem Mal die Vorhersage am folgenden Tag auch nachzuprüfen. Zu 90% ist hier auch der Wetterbericht Humbug; und nicht nur um 1°.

Junge Leute, können, wenn sie sich mit Eltern und Großeltern gut verstehen und häufig mit ihnen zusammentreffen, auf einen biographischen Erfahrungsschatz von locker 100 Jahren zurückgreifen. Kein Wissen aus dem Internet und keine Manipulation kommt dagegen an. Das wissen die Politeliten, weshalb sie die Jungen wieder gegen die Alten aufhetzen.

Man muss hoffen, dass die Lage noch deutlich schlechter wird, denn dann merken die Jungen, dass sich die Gesinnungsgenossen als erstes verpissen und die Familie die letzte Bastion ist, der man vertrauen kann.

 

 

9 Gedanken zu “„Deep-Fake“ als Programm.

  1. „Man muss hoffen, dass die Lage noch deutlich schlechter wird, denn dann merken die Jungen, dass sich die Gesinnungsgenossen als erstes verpissen und die Familie die letzte Bastion ist, der man vertrauen kann.“….

    Nö. Und die Alten sitzen auf dem gleichen Narrenschiff wie die Jungen.

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      1. Das halte ich auch für eine steile These. In meinem Bekanntenkreis gilt, je oller desto doller. Die sind doch so im ARDZDF-Nebel, die können nicht mal erklären warum gestern früher als morgen ist.

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  2. Wenn man 2 Wochen die Kiste und auch den PC ausschaltet, geschieht etwas ganz Erstaunliches. Plötzlich lichtet sich die konstante Depression und man hat wieder Freude an der Natur und „kleinen Dingen“. Kurz: Es geht einem wieder einigermassen gut, da der Verstand nicht mehr vergiftet wird.

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    1. Ich weiß gar nicht, wo man hinschauen kann oder soll, um nicht mit dem Irrsinn konfrontiert zu werden. Aber Kopf in den Sand ist ein Urlaub, den ich mir auch ab und an gönne.

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      1. Seit ich die Kiste aus lasse und nur zwei Mal am Tag schnell auf den Videotext schaue geht es mir besser. Abgewöhnt habe ich es mir, indem ich bei dem Wort „Klima“ oder „rechts“ sofort abgeschaltet habe. Was ich dann noch zufällig bei den Schwiegereltern mitbekomme (ca. 10 min), das reicht oft schon für einen eigenen Artikel.

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