Trump-Tweet und Selbstzerstörung der Demokraten.

Gestern gab es beinahe in jeder Nachrichtensendung eine Äußerung Merkels von überregionaler Bedeutung; allerdings dürften die Zeilen in den Printmedien längst geschrieben worden sein, schließlich hatten die Journalisten auf der Merkel-Pressekonferenz (Merkelpresse-Konferenz?) selbst die Frage gestellt und die Antwort längst gewusst: Verurteilt Merkel die letzten rassistischen Tweets gegenüber Kongressabgeordneten mit Migrationshintergrund? Natürlich ausdrücklich.

Die reflexartige Schnappatmung der Presse ist einfach zu vorhersehbar. Wichtig immer dabei, dass einer damit beginnt, auch, wenn dieses Medium es mit den Fakten nicht so genau nimmt. Es reicht die Überschrift zu übernehmen und in den Chor einzustimmen, für die deutsche Presse übernahmen das die ausländischen Leitmedien, die sich vor allem mit den Antworten des Squad befasste. The Squad sind vier weibliche Kongessabgeordnete, Alexandria Ocasio-Cortez of New York, Rashida Tlaib of Michigan, Ayanna Pressley of Massachusetts and Ilhan Omar of Minnesota, die für die Linke in den USA die Hoffnungsträger sind. Der Guardian trägt hier besonders dick auf.

The Squad v the mob: that’s what the 2020 election boils down to.All who fight to fulfil the ideals of the United States are in the Squad. And those ideals have never been in greater peril.

Die vier Frauen kämpfen also mit den originären amerikanischen Idealen gegen einen weißen, rassistischen Mob, der diese Ideale in Gefahr bringt. Der Ur-Amerikaner wird nicht unbedingt deren Ideale an erster Stelle nennen. Und, weil das fast jeder deutsche Qualitäts-Journalist genauso unterschreiben würde, sind sie auf den Zug gleich mit aufgesprungen. Ja, die Haltungsmedien weltweit haben sich wie zu erwarten war wie die Geier auf Trumps Aussage gestürzt, um ihn endlich wieder des Rassismus zu bezichtigen. Sofort kam wieder ein mögliches Amtsenthebungsverfahren aufs Tableau. Im ersten Moment habe ich mir gedacht, Trump könnte ja noch blöder sein, dass er seinen Gegner immer wieder Futter liefert, bei genauerer Betrachtung war es aber ein genialer Schachzug. Die Original-Tweets lauten:

Trump3

Er spricht von Kongressabgeordneten, die ursprünglich aus Ländern stammen, die… usw. Kein Name wird genannt und trotzdem gibt die Viererbande The Squad eine Pressekonferenz, in der sie Trump Rassismus gegenüber ihnen unterstellen, weil sie doch in den USA geboren seien. Haben sie sich angesprochen gefühlt, obwohl sie nicht notwendigerweise gemeint waren? (Sie waren natürlich gemeint aber der Text selbst gibt es nicht her)

Trump meint, dass diejenigen Leute, deren Länder korrupt und heruntergekommen sind, nicht den USA sagen sollen wie sie ein Land zu führen hätten, sondern sich in ihren Herkunftsländern einbringen und beweisen sollten. Inhaltlich wüde da auch kaum ein Amerikaner widersprechen. Haben sie sich angesprochen gefühlt, weil die Länder, aus denen ihre Eltern stammen wirklich wahre Shitholes sind? Ein linke US-Journalistin aus dieser Region wollte den Gegenbeweis antreten und brachte einen Filmbericht, dass der Sudan ein wahres Paradies wäre. Tragischerweise (in jedem anderen Fall hätte ich witzigerweise geschrieben) kam sie dabei bei einem islamischen Anschlag auf ein Hotel ums Leben, wo darüber hinaus noch mehr als 20 andere Personen starben.

The Squad hat sich mit der ganzen Medienmacht im Rücken ins Zentrum gestellt, um wieder die ganze Litanei von Rassismus, Islamophobie, Homophobie usw. herunterzubeten.

Die Demokraten um Nancy Pelosi haben ja ein gewisses Kandidatenproblem, denn auch das alte Zugpferd Joe Biden ist schon jetzt ausgestiegen, weil er in einem Fernsehduell ziemlich neben der Spur war und so in der Wählergunst deutlich abfiel. Es bleibt als einziger für eine breite Masse wählbarer Kandidat Elisabeth Warren, denn sie ist die einzige, die über die US-Wirtschaft spricht, während die anderen in verschiedenen Abstufungen im Kern der Identitätspolitik anhängen und eher farblos bleiben. Trump weiß das, aber er weiß auch, dass der progressive Teil der Demokraten, also die verkappten Neo-Marxisten, auf alles, was nur den Anschein erweckt, rassistisch zu sein, reflexartig mit Bestürzung reagieren und die Leitmedien ebenfalls sofort Schnappatmung bekommen. Pelosi macht sich zwar auch immer wichtig und ihre Arbeit bestand in den letzten vier Jahren ausschließlich darin, Trump etwas anzuhängen und ihn des Amtes zu entheben. Irgendwann war sie vernünftig genug einzusehen, dass das inzwischen kontraproduktiv ist. Nachdem sich die angeblichen Russlandverbindungen Trumps in Luft aufgelöst hatten und auch die großen Fernsehsender, die den Zuschauern täglich erzählt haben, das wäre längst bewiesen, in der Gunst in den Keller stürzten, wollte sie für die Demokraten einen seriösen Kandidaten etablieren. Der Green-New-Deal und die Pro-Einwanderungspolitik wird ja von den demokratischen Durchschnittsamerikanern kaum unterstützt, sondern nur von den ganzen jung-progressiven Studenten und Stadtbewohnern. Allein mit denen lässt sich keine Wahl gewinnen. Vielleicht hat sie deshalb auch nicht gleich wieder losgezetert, als Trump zeitgleich ein neues Asylgesetz durchsetzte. Die vier Schnepfen hätten das sicher getan, wenn Trump mit seinem Tweet sie nicht abgelenkt hätte. Da war es diesen eitlen Geweihen wichtiger, über die Verletzung ihrer Befindlichkeiten eine Staataffäre zu machen und entsprechend aufzublasen. Gerade war Pelosi dabei die progressive Linke an den Rand zu drängen, weil sie sich zwar selbst für die Allergrößten und Allerheiligsten halten, laut Umfragen aber nur zwischen 9% und 21% an Zustimmung liegen. Trump will die Demokraten nicht zerstören, er will nur nicht, dass die ganzen Öko-Marxisten und Weltverbesserer dort das Sagen haben. Allerdings will er vorher natürlich wiedergewählt werden. Deshalb dieser eher harmlose Tweet, der erst durch die dauerbestürzten Weiber und deren Medienanhang seine Wirkung entfalten konnte und The Squad zum Gesicht der Demokratischen Partei werden konnte. Fast schon demütigend, wenn Trump Pelosi auffordert, ihnen (wen eigentlich? Jeder weiß es, obwohl kein Name genannt wird) die Ausreise zu ermöglichen. Sie kann sich schlecht von ihren eigenen Leuten distanzieren, springt sie ihnen bei macht sie sich mit deren verqueren Ansichten gemein, tut sie es nicht, heißt sie Trumps Tweet öffentlich gut.

Dazu kommt noch, dass es eine Petition im Kongress für eine Untersuchung gegen die dauerverschleierte Ihlan Omar gibt:

“Omar’s oath of loyalty to the United States of America is in serious doubt”

Das hätte keinen gejuckt, wäre sie im Kongress ein Irgendwer. Doch nun ist sie bekannt genug, dass natürlich auch die Gründe dafür interessieren.

Omar made light of the September 11 terror attack by referring to the atrocity as “some people did something”.

Omar was recorded laughing about and making light of Islamic terrorism and the Al-Qaeda threat.

Omar refused to condemn the terrorist attack by a self-described Antifa member, who tried to firebomb an ICE facility in Washington State.

Omar also defended jihadists in her state who chose to join ISIS, saying they should get lighter punishments.

There are also severe allegations concerning the question of whether Omar married her own brother.

Ja, das ist für die Amerikaner dann wirklich kein Grund mehr die Demokraten zu wählen, wenn eine ihrer Wortführerinnen sich an die Seite von Terrororganisationen stellt, wegen denen tausende Amerikaner an 9/11 und in Kriegen ihr Leben gelassen haben.

Aber Trump lebt nicht nur von der Schwäche der Demokraten, sondern auch davon, dass die Medien die US-Amerikaner und auch die legal Immigrierten völlig falsch einschätzen. Vor Kurzem hatte ein Fernsehsender acht Frauen eingeladen, um durch sie bestätigen zu lassen, dass Trump ein Rassist wäre, weil er mit allen Mitteln die illegale Einwanderung unterbindet und angeblich Konzentrationslager an der Grenze betreibt. Ich habe ja darüber berichtet, dass Ocasio-Cortez medienwirksam an einem der Zäune jammerte und es sich als ein halbleerer Parkplatz herausstellte. Doch alle die geladenen Frauen stellten sich hinter Trumps Politik und eine meinte: Deswegen habe ich ihn ja gewählt.

Die deutschen Haltungsmedien- oder sind es eher Schlafmützenmedien- kochten die Sache erst gestern in der Pressekonferenz hoch, um später Trump in den Nachrichtensendungen vor einem großen Publikum eine reinzuwürgen. Dabei hätte Trump für die hirnentkernte Meute der Haltungsschreiber den Grund für den Tweet sogar erklärt: (Quelle wie oben)

Congresswomen, who I truly believe, based on their actions, hate our Country. Get a list of the HORRIBLE things they have said. Omar is polling at 8%, Cortez at 21%. Nancy Pelosi tried to push them away, but now they are forever wedded to the Democrat Party. See you in 2020!

— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) July 16, 2019

Der Spruch, dass jeder das Land verlassen könne, wenn er es hasst, könnte sich wie von selbst zum Wahlspruch seiner Anhänger auswachsen. Wollte die Demokraten das Gegenteil behaupten, weil das ihren Werten entspricht? Wohl kaum, wenn sie nicht vollends untergehen wollen. Parteien, die ihr eigenes Land hassen, sind nur in Deutschland erfolgreich. Ja. Zuviel Haltung verstellt einfach den Blick auf die Realität, sogar dann, wenn es Journalisten aus erster Hand erklärt wird. So können wir wie 2016 darauf hoffen, dass es am Wahlabend 2020 den Moderatoren und „Experten“ völlig schleierhaft sein wird, warum die Amerikaner wieder Trump gewählt haben.

Bild: Screenshot von hier

 

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15 Gedanken zu “Trump-Tweet und Selbstzerstörung der Demokraten.

  1. Natürlich war der „Journalist“ Jens Jessen von der ZEIT. Merkels Antwort weniger sensationell.

    Zum einen stammelt der Journalist rum und versucht den Eindruck zu erwecken, dass sich die ganze Welt schon über eine Sache einig sei und fragt, ob sie sich dann auch einig sei. Und sie antwortet. „Ja“. Hält inne, weil sie nicht weiß, worum es geht und sagt dann, sie stehe bei den DREI Frauen.

    Bei 1:30:51

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    1. Ich konnte mich nicht mehr genau an den Wortlaut erinnern, nur an das „natürlich ausdrücklich“. Das hat dann wohl einer der Nachrichtensprecher in einem Bericht mit eigenen Worten so gedeutet.
      Und überhaupt waren es wirklich DREI Frauen, weil Merkel es so gesagt hat, schließlich gab es nach ihren Worten auch Hetzjagden in Chemnitz! Du hast nur eine verzerrte Wahrnehmung!!!

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      1. Scheinbar Off-Topic: Da AKK nicht selbst gedient hat, ist mein Nickname für sie „die Kriegerintellektuelle“. Man kann ja manches im Rahmen allgemeiner Höflichkeitsnormen nicht sagen. 😉

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  2. Mal abgesehen davon, dass ich außer der Stripperin und der Isis-Braut niemanden kenne: waren das nicht hier „Nazis“, die was gegen Leute haben, die sowas sagen wie „wenn es euch hier nicht passt, könnt ihr ja gehen“?!

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  3. Fairerweise hab ich aber auch gehört, Trump hätte gesagt, dass er 2020 sehr gerne gegen den „green new deal“ antreten würde… Mit dem Unterton, dann könnte er sich den Wahlkampf sparen.

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    1. Das Feld „Green New Deal“ hat sich ja jetzt noch um „Stripperin“ und „US-Braut erweitert“. Schade, dass „Der nette Onkel, der immer Kinder begrapscht““ schon raus ist.

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  4. Trump’s Intelligenz wird massiv unterschätzt. Er gibt sich oft (absichtlich?) dümmer als er ist. Das gibt seinen Gegner (falschen) Auftrieb. Wobei: Die überschätzen sich selbst dermassen, dass sie den „versteckten Schachzug“ von Trump gar nicht bemerken, sondern genau wie bei Pavlow’s Hunden, sofort anfangen zu sabbern und zu bellen. Sie merken nicht, dass ihre „verletzten Gefühle“ letztlich keine Sau interessieren, sondern gegen sie sprechen. Wer will schon einen Präsidenten, eine Präsidentin, die das Rechtsempfinden an den eigenen Gefühlen festmacht, statt die Belange des Landes und der gesamten Bevölkerung im Auge zu behalten.
    Und ja, dies IST eine weibliche Schwäche, die unbedingt in den Griff genommen werden muss, wenn Frauen auch weiterhin bei „den ganz Grossen“ mitspielen wollen. Dh. je weiter Oben jemand spielen will, desto weniger sind Gefühle gefragt, sondern eben kühle, verstandesmässige Analyse. Dies beherrscht Trump, auch wenn er so tut, als lasse er sich vor allem von Emotionen leiten. Das ist der Unterschied zu den 4 Squad-Frauen und noch andern Politikerinnen.

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    1. Er gibt sich nicht dümmer. Die Leute verstehen nur seinen Arbeiterklassedialekt falsch. Sein Vater war in Armut aufgewachsen. Kulturell ist Trump Arbeiterklasse, d.h. neureich. Was wirklich durchschwingt in den letzten Jahren ist die VERACHTUNG der Linken für ärmere Menschen, die Abgehenkten.

      Der Feminismustrick der Linken ist ja, dass die einzelne Frau „typische“ Eigenschaften nicht unbedingt haben muss und damit jede Position auch von einer Frau ausgeübt werden kann. Wenn man aber MASSEN reinschiebt, dann kommen die weiblichen Eigenschaften eben doch zur Geltung. Beunruhigend ist das Frauen v.a. AUTORITÄRER sind als Männer.

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      1. Kleine Korrektur: Es sollte wohl „Abgehängten“ heissen und nicht „Abgehenkten“.

        Im Moment sind irgendwie alle völlig Plemplem. Die schrillen Neo-Feministinnen nerven einfach unsäglich. Sie spülen Trump nach oben, mit ihrem schrillen Rassismus-Getue. Und ja, Die Linke verachten die ärmeren Menschen. Aber sie verachten eben auch die Reicheren. Zudem verachten sie den „alten weissen Mann“ und die „alte weisse Frau“; und alle andern, die nicht so denken wie sie selbst. (Irr- und wirr. )

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  5. Wen der Tweet wohl aus der Schusslinie genommen haben könnte?
    Eins, zwei, drei, vier Epstein,
    die news will versteckt sein …

    Das US Sandwich besteht auf beiden seiten aus Neo-Trotzkisten.
    Ob die sich nun ‚Progressives‘ nennen oder Neocons/Maga-Clowns …

    Wie sagte Lübcke noch gleich?
    „Wenn’s den 4 Damen in Deutschland nicht passt, dann können sie ja gehen“ (haben zumindest Heimaten)

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