Dekadenz heißt Bildung ohne Auslese.

Für die links-bunte Fraktion dürfte der 20 Juli kein Tag zum Feiern gewesen sein, denn kaum ein anderes Unternehmen dieser Tragweite wie die Mondlandung war in deren Augen so einfältig wie dieses: Nur lauter alte weiße Männer, sowohl die Crew, als auch die Ersatzastronauten. Auch das Kontrollzentrum sah weitestgehend auch so aus. Fast trotzig kam dann ein Tweet, dass die Russen die waren, die die erste Frau und den ersten Asiaten in den Weltraum geschickt hätten.

Es schicken sich ja nun wieder mehrere Länder an abermals den Mond zu besuchen und Crew und Kontrollzentrum dürften dann etwas diverser ausgestattet sein. Der Beobachter könnte daraus schließen, dass nun Frau und Bunt alle Bereiche erobert hätte, die vorher der weiße Mann dominiert hat, schließlich sehen die US-Universitäten genauso farbenfroh aus und es gibt keine Universität die nicht damit wirbt. Nun streben aber die meisten Frauen und Minderheiten vor allem in LGBTQ-Studien, kritische Rassetheorie oder Studien auf Grundlage einer bestimmten kulturellen Identität. Vielleicht haben sich die Universitäten, als dieser Humbug begann, zu voreilig darauf verpflichtet und binden einfach schon zu viele Ressourcen durch diese Sinnlosstudien. Das James Martin Center For Academic Renewal hat es untersucht. Die Universitäten konnten und können das gewünschte diverse Lehrpersonal nicht einfach nach Proporz in den anderen Fakultäten unterbringen, denn es widerspricht dem Gesetz:

Faculty hiring is an employment decision and employment decisions are governed by Title VII of the Civil Rights Act. Title VII does not permit employers to make any hiring, promotion, termination, or other employment decisions on the basis of race, color, religion, sex, or national origin. It applies to public and private universities alike.

Wenn es um Angestelltenverträge, Promotion usw. geht, dann darf niemand aufgrund seiner Rasse, Hautfarbe, Religion, Geschlecht oder Herkunft bevorzugt oder benachteiligt werden. Deshalb entstanden auch die ganzen oben genannten Studiengänge. Hier muss man sich zwar auch an die gesetzlichen Vorgaben halten, doch die Studiengänge werden fast ausschließlich von Frauen und Minderheiten besucht; kommt mir eher vor wie dem Versuch der Selbstfindung. Da diese Fächer keinerlei wissenschaftlichen Standards erfüllen, man auch in Deutschland dort Korrelation und Kausalität nicht auseinanderhalten kann, sorgt das dafür, dass es hier nur um politischen Aktivismus geht. Der Dozent als Oberaktivist rekrutiert die eigenen Anhänger und wird gleichzeitig zum Wissenschaftsadvokaten für die Politik. Man könnte meinen, die naturwissenschaftlichen Fächer blieben davon verschont, doch auch hier breiten sich die Metastasen dieser Entwicklung aus. Die Stellen werden so ausgeschrieben, dass eine zusätzliche Qualifikation aus dem Laberbereich gefordert ist. Ich habe zum Beispiel ein Stellenangebot des Max-Planck-Institutes gelesen, wo man einen Physiker mit Genderkompetenz gesucht hat. Mann mit Genderkompetenz? Eher nicht. Ich kann mich dunkel erinnern, dass auch am CERN schon solche Wühlmäuse arbeiten, die dann Mitarbeiter für politisch inkorrekte Äußerungen drankriegen.

Der Bereich, der vollkommen aus Politaktivisten und Zuträgern besteht ist die Klimaforschung; nicht zu verwechseln mit Meteorologie. Solche gibt es dank Obama jetzt auch bei der NASA. Kann mir nicht vorstellen, dass die Mondlandung gelungen wäre, wenn sie damals unpassende Ergebnisse immer ihrer Theorie angepasst hätten wie hier in dieser Graphik zu diesem Artikel.

In Deutschland sehen wir an den Universitäten in Sachen Frauenförderung und Polit-Aktivismus die gleiche Entwicklung und auch die Schulen sind inzwischen eher Indoktrinations- als Bildungsstätten, wo es nicht mehr um Leistung, sondern um Haltung geht. Man macht sich in den Schulen mehr Sorgen, dass die Schüler keinen Spaß haben könnten oder ihnen nicht gerecht wird, als dass am Ende bestimmte harte Bildungsziele erreicht werden.

Richard David Precht, dDeer philosophische Schwätzer für alle Lebensbereiche, gibt hier ein längeres Interview darüber, warum er das derzeitige Bildungssystem ablehnt und was ihm als Lösung vorschwebt. Man muss es nicht gehört haben; ich kam auch nicht bis zum Ende. Doch er macht für mich zwei Aussagen, an dem sich ablesen lässt, woran unser Bildungssystem und unsere Gesellschaft krankt. Er schlägt vor, dass die Schüler bis zur 6. Klasse zusammenbleiben, denn sie müssten erst Grundkompetenzen lernen wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Als besonders wichtig hebt er hervor, dass man eine geschliffene Sprache braucht und mündlich frei vortragen können müsse. Man müsse den Stoff stark eindampfen und in Projektgruppen lernen, die man nach seinen Interessen auswählen kann. Er meinte, dass bis jetzt auch in Mathematik nur das Talent eines Schülers bewertet würde und so könnte er von dem Projektleiter bewertet werden, wie er sich eingebracht hat. Er meinte, jeder strebe nach einem glücklichen und erfüllten Leben und da gehöre auch der Beruf dazu. Er bringt noch einige Vorschläge, die eigentlich nur sein völliges Unwissen über die Realität in den Schulen belegen.

Wenn Precht wie beschrieben, den mündlichen freien Vortrag für besonders wichtig für die Zukunft hält, dann glaubt er im ernst, dass man grenzenlos ausschließlich Laberer, die über die Welt sinnieren wie er, ins System drücken kann.

Ein Bildungssystem diente zwar immer auch dazu, die Schüler auf Linie zu bringen, doch ein gebildetes Volk sorgt auch für Wirtschaftswachstum. Es fing mit Lesen, Schreiben und Rechnen an und es endete an den Gymnasien älterer deutscher Prägung. Ein US-amerikanischer Gelehrter sagte darüber Anfang des letzten Jahrhunderts, dass die deutschen Gymnasiasten nach dem Abitur so hoch gebildet waren, dass das Studium das nur noch ein wenig veredelte. Kein Wunder, dass bis nach dem 2.Weltkrieg fast alle relevanten wissenschaftlichen Publikationen auf Deutsch erschienen.

Prechts Irrungen zeigen, woran es krankt. Erstens haben wir total aus den Augen verloren, dass Arbeit nicht zuerst der Selbstfindung dient, sondern dem Lebensunterhalt. Und zweitens glaubt unser Staat, Schulen dienen allein dazu, dass diese Selbstfindung und Selbstverwirklichung zu ermöglichen, indem er den Weg zum Studium behindertengerecht gestalten. Dabei sichert Bildung, mit anderen Ländern konkurrieren zu können, ohne Kriege führen zu müssen, um für das Notwendige zu sorgen.

Zum ersten Punkt ist zu sagen, dass wir nicht zur Arbeit gezwungen sind, denn wir können uns auch vom Staat durchfüttern lassen oder ihm als Aktivist zu Diensten sein. Wir können 10 Kinder haben, ohne uns darum kümmern zu müssen, ob wir die auch ernähren können. Wir können auch ohne Kinder bleiben und uns nur um unser eigenes Wohlbefinden kümmern, die nachwachsende Generation wird uns bis zum Ende durchfüttern und sogar noch für eine Beerdigung sorgen, wenn es nötig ist. Diese dekadente Generation geht aber wie selbstverständlich davon aus, dass man irgendeine unnütze Esoterik studieren kann und, wenn es „brennt“, nicht nur die Feuerwehr kommt, sondern auch ein Arzt, der Heizungsnotdienst oder die Tankstelle auch um drei Uhr früh noch besetzt ist. Es fehlt einfach der äußere Druck. Es fehlt allein schon an der knallharten Auslese an der Schule, sodass für jeden nur das Fenster offenbleibt, wofür er auch geeignet ist, um sich seinen Lebensunterhalt mit einem Mehrwert für die Gesellschaft zu verdienen und nicht auf Umwege nur Steuergelder auf Scheinarbeitsplätzen verbraucht. Es muss ja nicht unbedingt soweit kommen, dass es wieder am notwendigsten fehlt, sodass nur der überleben kann, der sich selbst helfen kann oder etwas kann, wofür andere freiwillig bezahlen. Obwohl es uns nicht schaden würde, wenn wir die Möglichkeit bekämen, dass die nutzlosen Schwätzer ans andere Ende der Nahrungskette kommen.

Doch auch unser Staat wird daran eingehen. Die Bildung in den USA profitierte sehr stark davon, dass man sich vorgenommen hatte zum Mond zu fliegen, denn die ganze Nation war gefordert und identifizierte sich damit. Da war der Berufswusch der Kinder eben Astronaut und nicht YouTube-Star.

Die ganze Betüdelung der Schüler, um ja keinen an der Selbstverwirklichung zu hindern, ist der Grund für den Fachkräftemangel. Es gäbe genügend Deutsche alle Bereiche abzudecken. Bei der passenden Auslese würden nämlich viele Frauen nicht Sozialwesen studieren, sondern Krankenschwester werden und Männer hätten dann nur die Auswahl unter Berufen, wo man sich nicht hinter einem Schreibtisch verbarrikadieren kann, sondern sich auch die Hände schmutzig macht. Den Eltern wird heute eingeredet, man hätte nur Ansehen, wenn die Kinder einen höheren Bildungstitel vorweisen können und wundern sich dann, wenn der Sohn mit 35 noch bei Mama wohnt oder sich die Tochter mit ihrem Abschluss in Kulturwissenschaft von Praktikum zu Praktikum hangelt, während in vielen Bereichen Stellen unbesetzt bleiben, weil es keine Bewerber gibt. Anstatt Pflegekräfte im Kosovo anzuwerben wie es jetzt Jens Spahn tut, muss man das Bildungssystem wieder rückabwickeln. Ein dreigliedriges Schulsystem, wo die Leistung den Zugang bestimmt und in jedem Glied das gelehrt wird, was nachgefragt wird, in den Berufen für die man intelligenzmäßig geeignet ist. Es mögen dann wieder viele auf der Strecke bleiben, die zu Höherem berufen wären, weil das Umfeld nicht stimmt, doch der Staat ist kein Pflegedienst. Wenn Bürger keine eigenen Kinder haben wollen, dann ist das deren Freiheit. Der Staat kann aber über das Bildungssystem indirekt einfordern, dass man sich für den Staat einbringt, wofür man geeignet ist, wenn man seine Leistungen und die der Gesellschaft in Anspruch nimmt.

Durch den entsprechenden Druck auf den Staat und den einzelnen würde jede diese Reform hinnehmen, weil man in Deutschland den Wert von Bildung anerkennt. Deshalb kann man das System ändern wie man will, man wird damit für Kinder aus bildungsfernen islamischen Kulturkreisen nichts ändern. Wenn viele Kinder das höchste Ansehen bietet und man es als selbstverständlich ansieht, dass man von Ungläubigen durchgefüttert wird, dann sollen sie eben nur Lesen und Schreiben lernen. Die Leute mit verschiedensten Maßnahmen zu einem Abschluss zu betteln, wenn sie keinen Bock auf Arbeiten haben, macht keinen Sinn. Es generiert einen sinnlosen Arbeitsmarkt für Leute, die man an anderer Stelle besser brauchen kann. Es ist so wie bei den Hauptschulen auf dem Land. Die guten oder willigen Schüler können sich die Lehrstelle aussuchen, die schwächeren und faulen müssen eben nehmen, was ihnen angeboten wird. Für einen Beruf gebraucht zu werden, ist Ansehen genug. Nicht erst ein Nutzlos-Studium mit Abschluss mit einer Reihe unbezahlter Praktika, um die man noch betteln muss.

Erst Dekadenz schafft Bildung ohne Auslese. Die Politiker können im Grunde auch so weitermachen, denn mit der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung wird sich die Auslese in nicht allzu ferner Zukunft von selbst einstellen. Dann ist auch die Dekadenz Vergangenheit.

4 Gedanken zu “Dekadenz heißt Bildung ohne Auslese.

  1. Das Intro fasst die ganze Schizo der heutigen Zeit zusammen: Der Westen hat einen Mann auf den Mond geschickt….gähn…..die Stalinisten aber eine Frau und einen Asiaten sonstwohin! Früher hätte es einen Konsens gegeben, was cooler ist.

    Ein Grund für den Fachkräftemangel ist auch, dass viele Ingenieure, Informatiker, Ärzte und Co ins Ausland stürzen, wenn sie können. Ich glaube, die Zukunftschancen sind ohnehin nicht mehr dolle, egal was man studiert. Die Laberanden haben am Ende so viel in der Tasche wie die Macher, wenn man die Macher überhaupt Machen lässt und nicht wegmobbt.

    Es wird auch viel hochnäsig über die Generation Praktikum geredet. Aber die sind nicht alle an allem selbst schuld. Ich will nur mal daran erinnern, dass selbst Krebsforscher und Medizinnobelpreisträger Tim Hunt von all seinen Stellen entfernt wurde, ebenso der Chef des Teilchenbeschleunigers CERN (beschwerte sich über Quotenfrauen). Matt Taylor, der NASA-Wissenschaftler, der eine Sonde auf einem Astroiden landen konnte (Shirtgate), behielt zwar seine Karriere, aber war auch angeknackst. Leistung zählt heute nämlich auch nicht mehr.

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  2. Dekadenz kann man sich nur leisten, wenn „die Anderen“ noch arbeiten und Ueberschuesse erzielen. Zwei Faktoren werden diese Dekadenz eliminieren.

    Zum einen die Kinderarmut der Deutschen, die sie sich selbst verordnet und eingebrockt haben. Dazu kommt der „kleine Nebeneffekt“, dass die Dummen und Nutzlosen mehr Kinder bekommen, als die Intelligenten und Arbeitsamen, denen ca. 70% des Einkommens weggepfaendet wird. Letztere ziehen immer oefter aus Deutschland weg.

    Zum anderen lebt Deutschland immer mehr nur noch von der Substanz. Jegliche Infrastruktur zerfaellt langsam, weil die Steuern nicht mehr fuer den Erhalt derselben eingesetzt werden, sondern fuer ein Gemeinwohl marxistischer Definition. Neue Infrastruktur wird nicht mehr gebaut oder scheitert (wie der BER). Das bereiten die Gruenen schon vor (die wissen schon, dass das mit den Elektroautos nichts wird), denn fuer Schlaglochpisten, wegen Baufaelligkeit geschlossener Bruecken, usw. muesste man auf Amphibienfahrzeuge mit Tretantrieb umsatteln…

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  3. „Zum einen die Kinderarmut der Deutschen, die sie sich selbst verordnet und eingebrockt haben. “

    Schon komisch.
    Ebenso wie die „urdeutsche“ Neiddebatte ist das aber über die komplette Anglozog Zone zu beobachten.

    Freudentropf auf den heißen Stein, es scheinen nicht ausschließlich die Klugen zu gehen.

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