Weimar reloaded zum 100-jährigen.

Wenn auf web.de über Demokratie und Weimarer Republik geredet wird, dann weiß der betreute Bürger schon vorher, was dabei herauskommen wird. Anlässlich des 100-jährigen der Weimarer VerfassungIn fügen ein Frank Heindl und ein Dr. Andreas Braun die staatlich vorverdauten Erkenntnisse , warum die Weimarer Republik gescheitert wäre, zu einem Interview zusammen.

(…) Woran ist sie dann gescheitert?

Sie ist nicht gescheitert, sondern sie wurde gezielt zerstört. Eine Demokratie ist nur so stark, wie die Bürger und die Eliten von ihr überzeugt sind. Das war in den 20er- und 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts in weiten Teilen nicht der Fall. Und die Rahmenbedingungen waren wesentlich schlechter als heute.

Ja, Andi. Nicht jeder hat sein geschichtliches Weltbild von Guido Knopp, dass sich genau mit dem deckt, was an den Unis wie Deiner in Jena gelehrt werden darf. Und, weil die Art von Demokratie, die ich und nicht wenige andere meinen, sich inzwischen deutlich von der der Eliten unterscheidet, nennen sie ihre ja ausdrücklich „liberale“ Demokratie. In dieser ist es kein Problem, dass Politiker sich nach der Wahl nicht mehr an das halten müssen, wofür sie gewählt wurden, sondern ihr persönliches ideologisches Süppchen kochen. Sie sind sozusagen nicht die Vertreter des Volkes, sondern erfahren durch die Wahl eine Art Erleuchtung, durch die sie ohne jegliche Qualifikation allkompetent werden und sogar die Wünsche aller nachfolgenden Generationen voraussagen können, wodurch sie Narrenfreiheit erlangen. Nachdem die SED ja ihre 5-Jahres-Pläne immer übererfüllt hat, traut man sich jetzt 30-, 50-, oder 100-Jahres-Pläne zu. Weil dem Bürger aber täglich in den Medien erzählt wird, es wäre ein und dieselbe Demokratie, finden sie es auch völlig normal, wenn fast alle relevanten Parteien außer den Undemokraten der AfD, das gleiche Programm haben und Leute einen Posten bekommen, obwohl sie gar nicht zur Wahl standen.

(…)und die Rahmenbedingungen waren wesentlich schlechter als heute.

meint der Andi noch

Sie meinen die Wirtschaftskrise?

Die ökonomischen Probleme der Weimarer Republik waren enorm. Die Reparationsforderungen der Alliierten wären in normalen Zeiten zu bezahlen gewesen. Aber 1923 kam die Hyperinflation und vom Ende der 20er- bis zur Mitte der 30er-Jahre die Weltwirtschaftskrise. Das Ganze war verbunden mit sehr hoher Arbeitslosigkeit. Und all das hatte sehr viel größere soziale Folgen als alles, was wir heute an Problemen haben.

Trotzdem haben wir eine starke Zunahme rechtsorientierter Gruppen und Parteien in Deutschland.

Bis zu einem gewissen Grad halten das politische System und die Demokratie das aus. Aber wenn solche Bewegungen tonangebend und politisch entscheidend werden, dann wird’s gefährlich.

Ja, Andi, der Bürger ist heute so gut informiert, dass er nicht erst auf die Straße geht, wenn die Wirtschaftskrise da ist, weil er nämlich die Parallelen sieht. Was damals der Versailler Vertrag war, wo den Deutschen das Geld wegen der Reparationen abgepresst wurde, das ist heute der Migrationspakt, den Merkel seit 2015 schon im Alleingang umsetzt, mit dem Unterschied, dass wir jetzt genötigt sind, unser Geld aus Menschlichkeit zu verschenken. Dazu verschenken wir noch Steuergelder für den ganzen neomarxistischen Krimskrams wie Genderforschung. Und da nehmen auch nicht die rechten Gruppen zu wie der Andi meint, denn das sind fast nur die ehemaligen Wähler von CDU und SPD, die diesen Weg nach links nicht mitgegangen sind. Bei der folgenden Zwischenüberschrift habe ich erst mal über den Bildschirm gekotzt:

„NSU-Morde und Mord an Lübcke wecken tatsächlich Erinnerungen an Weimar“

Sehen Sie heute Parallelen zu Weimar, ist die demokratische Verfassung bedroht?

(…) Maßgebliche Teile der Gesellschaft haben stattdessen die Demokratie abgelehnt oder sogar bekämpft – vor allem die Eliten: Justiz, Verwaltung, Militär, Hochschulen, die Medien. Diese Eliten habe die Bevölkerung gegen die Demokratie aufgestachelt.

Das übernehmen heutzutage die Populisten…

Ja, es sind heute sozusagen Teile der Bevölkerung selbst, die gegen die Demokratie hetzen mit Schimpfworten wie dem von den „Systemmedien“ – als ob das System schlecht wäre. Die populistischen Bewegungen greifen heute die Eliten und den demokratischen Konsens an.

Nein, die Eliten machen es wie damals, nur kommt es so zuckersüß und alternativlos daher, dass wir nur auf ein bisschen Demokratie verzichten müssten und schon wäre die Welt gerettet. Ein bisschen Enteignung, um für mehr Wohnung zu sorgen und weniger CO2 durch Flugzeuge, waren die Vorschläge bei der SPD und Die Linke. Schrebergärten sollen jetzt auch dran glauben. Und, weil die Demokratie einfach zu langsam ist, um in den nächsten 10 Jahren noch die Welt zu retten, dreht der Habeck von den Grünen noch am großen Rad, dass man sozusagen am Wählerwillen vorbei die Entscheidungen treffen sollte. Die öko-sozialistisch getränkten Blockparteien werden den Kampf gegen den Klimawandel sicher noch ins Grundgesetz bringen, damit man Fahrverbote, Enteignungen für Windkraftanlagen und einen klimaneutralen Speiseplan im Handstreich durchsetzen kann. Vielleicht sollte man mal daran erinnern, dass das Grundgesetz dazu dient, den Bürger vor staatlicher Willkür zu schützen und nicht die grünen Ideologen vor dem Volk.

Und es kommt auch zu Gewalt gegen politische Gegner, auch das ist eine Parallele zu Weimar.

Dass der Andi beim Mord an Lüdecke eine Parallele zur Weimarer Republik sieht, zeigt, dass er einen Knick in der Wahrnehmung hat. Der Mord, so schlimm er war, hat keinerlei Einfluss darauf, ob sich die CDU auch weiterhin politisch Betätigten kann, schließlich wird die CDU nicht irgendwie dadurch behindert. Ganz im Gegenteil zur AfD. Die Linke, die SPD und die Grünen stellen sich offen an die Seite der ANTIFA, dulden, befeuern und finanzieren die Unterdrückung politisch nicht genehmer Positionen und Meinungen. Alle Blockparteien, samt Kirchen und Gewerkschaften haben die ÖR- und Printmedien okkupiert, entweder, weil sie diese besitzen, genehme Personen dort platziert sind oder wie bei den ÖR-Medien im Rundfunkrat sitzen, um dem Bürger vorzugaukeln, dass das so in Ordnung wäre. Das nennt man dann wirklich Systemmedien. Morde an Politiker hat es immer gegeben. Dass sich aber Parteien eine Schlägertruppe halten wie die ANTIFA, die den politischen Gegner systematisch unterdrücken und die man mit Samthandschuhen anfasst, das ist die Parallele zu Weimar.

Die Bedrohung geht nicht vom Internet aus, weil da angeblich die Hemmschwellen fallenm wie er sagt.  Das passiert nämlich nicht grundlos. Wer mit seinem Medienimperium einerseits die Panik schürt und anderseits die Realität beschönigt, um die Bürger soweit zu indoktrinieren, Dinge gutzuheißen, denen sie unter normalen Umständen niemals zustimmen würden, das ist die eigentliche Bedrohung für die Demokratie. Vor allem dann, wenn die Bürger die Lösung aller Probleme darin sehen, auf ihre demokratischen Grundrechte zu verzichten; genauso wie es die Eliten ja wollen. Goebbels hat auch gefragt: Wollt ihr den totalen Krieg? und die positive Antwort war auch nur durch die vorhergehende Propaganda und Indoktrination möglich. Irgendwann wird man uns so weichgekocht haben, dass man fragt: Wollt ihr den totalen Kampf gegen den Klimawandel?! und darauf eine positive Antwort erwarten kann. Und so wie damals wird es dann auch keinen privaten Autoverkehr mehr geben, rationierte Lebensmittel und ein eingeschränktes Warenangebot und alle politischen Gegner müssen ausgeertzt werden. Alles für den Endsieg für ein klimaneutrales Deutschland. Sowas nennt sich dann Ermächtigung. Dass die Leute sauer werden, wenn sie diesen Humbug nicht mal durch Wahlen verhindern können, dann ist geradezu verständlich, dass sie denen wenigstens im Internet die Meinung geigen. Zum Glück gibt es treue Bürger, die wie heute in einer Kommentarspalte fordern, dass man die Anonymität im Netz aufheben sollte. Braver Bürger.

Aber der Andi weiß, wie man die Demokratie retten kann:

Kann eine gute Verfassung gegen die Bedrohung von rechts helfen?

Wichtig ist der demokratische Konsens. Den kann die Verfassung allein nicht herstellen. 70 Jahre nach Ende des letzten Krieges hält die jüngere Generation viele Dinge für selbstverständlich.

Ein wichtiger Aspekt unserer Arbeit im Haus der Weimarer Republik, das am 31. Juli eröffnet wird, wird daher die politische Bildung sein. Irgendjemand hat mal gesagt: „Wer in der Demokratie schläft, der wacht in der Diktatur auf“. Dem müssen wir entgegenarbeiten.

Ja, der Konsens, dass alles was rechts von der SPD rechtsextrem ist, ist ja nahezu hergestellt und das hält die jüngere Generation für selbstverständlich, ebenso wie das Zerstören von Wahlständen politischer Gegner durch die ANTIFA, das Löschen von Meinungen und Tatsachen, die nicht dem gängigen Narrativen folgen und das Denunzieren von Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen. Konsens rettet ja angeblich die Demokratie.

Und den Rest besorgt dann der Dr. Andreas Braune in seinem Haus der Weimarer Republik, wo er dann mit der gleichen Story wie in diesem Interview die Besucher in den Tiefschlaf versetzt, dass sie ja nicht aufwachen, bevor nicht die öko-sozialistische Diktatur errichtet ist.

*im Interview heißt der Mann „Braun“; gemeint scheint aber Dr. Andreas Braune zu sein)

 

2 Gedanken zu “Weimar reloaded zum 100-jährigen.

  1. Grundsätzlich hat Hitler mehr Revivals als Cher und die Rolling Stones zusammen. In Amerika ist jeder einzelne republikanische Präsidentskandidat Hitler. Während die Christen sagen, Jesus sei von den Toten auferstanden, sagen die Linken, „Hold my beer, wir lassen Hitler alle zehn Minuten hochgehen“. Der hat mittlerweile vermutlich einen Waschbrettbrauch. Ja, ja, er wurde eingeäschert. Macht nix. Aschenbecher darf man auch nicht mehr sagen.

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