Memme Söder und andere Memmen.

Rückenschmerzen sind eine Volkskrankheit. Inzwischen sollten man mal überprüfen, ob es nicht daran liegt, weil man ihnen das Rückgrat entfernt hat.

Die Exekutivdirektorin des Demokratischen Kongresskampagnenausschusses, Allison Jaslow, eine Veteranin des irakkrieges, wurde zum Rücktritt gezwungen, nachdem zwei spanischstämmige Abgeordnete ihr vorgeworfen hatten, sie hätte nicht genügend für die „Diversifzierung“ des DCCC getan.

Claiming that the organization was in “complete chaos,” the lawmakers demanded DCCC chairwoman Cheri Bustos “appoint a qualified person of color, of which there are many, as executive director at once.”

Ich gehe mal davon aus, dass Jaslow als ehemalige Soldatin im Kriegseinsatz nicht das behauptete Chaos angerichtet hat. Vielmehr meine ich, dass sie allein dadurch, dass sie aufgrund ihrer früheren Tätigkeit überqualifiziert ist, weil sie dort Wichtiges von Unwichtigem trennen konnte und Leute effektiv nach Fähigkeiten und nicht nach Anzahl der Gendersternchen und den Brauntönen ausgewählt hat. Normalerweise müsste sie diesem Verein ganz selbstbewusst sagen, dass sie hier anscheinend verkehrt ist, denn sie meinte es handelt sich um eine Partei und nicht um eine marxistische Sekte. Doch an ihr zeigt sich, dass man es durch Indoktrination und permanenter moralischer Zurechtweisungen schafft auch einem ehemaligen Soldaten das Rückgrat zu brechen, denn es heißt weiter:

Berichten zufolge hatte Jaslaw dann ein Treffen mit ihren Mitarbeitern, bei dem sie weinte und sich dafür entschuldigte, dass sie „Vielfalt“ nicht stark genug unterstützt hätte.

Das klingt jetzt eher nach einem kommunistischen Tribunal, wo die Parteigenossen ihre Verfehlungen beichten, die sie nur wegen geistig ideologischer Schwächen begangen haben, um Entschuldigung betteln und geloben an sich selbst zu arbeiten. Ja, in China würde ich jetzt auch nicht den großen Macker spielen, doch in den USA kann man so einem Verein wie dem DCCC in so einem Fall den Stinkefinger zeigen und nicht nur Zurücktreten, sondern gleich mit der Begründung austreten, sie können ihren Kram auch selber machen.

Doch diese Frau ist kein Einzelfall, auch nicht in Deutschland. Sie kennen genügend Leute, die zu einem Thema ein Statement abgegeben haben, das inhaltlich in jeder Hinsicht der Wahrheit entsprach, und dann wegen der Entrüstung selbsternannter Moralaposteln sofprt zurückgerudert sind, ihre Aussage relativierten, meinen, sie hätten sich ungenau ausgedrückt oder gleich zurückgetreten sind. Haben sie dagegen jemals gehört, dass es auch die unfähigste Nuss es irgendwie für nötig befunden hat, einzugestehen, dass sie keine Ahnung von der Materie hat und Scheiß gebaut hätte? Von dem, dass jemand deshalb zurückgetreten wäre, rede ich ja gar nicht. Vermeintliches Rückgrat beweisen immer nur die, die ihre Karriere schon hinter sich haben oder am Spätabend ihres Lebens sind.

Das letzte Beispiel ist Tönnies, der bei einer Versammlung gesagt hat, man solle in Afrika erst mal zehn Kraftwerke bauen, damit sie nicht die ganzen Wälder abholzen und dazu noch Strom haben, damit sie wegen der Dunkelheit nicht so viele Kinder zeugen. MiIt leichter Verzögerung bekam er dafür auch den entsprechenden Applaus. Natürlich hob gleich wieder die Empörungswelle an, so dass er wie zu erwarten war, sofort zurückgerudert ist. Dabei hätte er locker draufhalten und gleich noch ausführlich seine Aussage begründen können. Denn wer Würstchen und Fleisch vertreibt, der braucht keine Angst haben, dass ihm wegen solcher Aussagen die Kunden weglaufen. Aber vielleicht hatte er im Hinterkopf, dass ihn vielleicht die Abnehmer von den Mainstreamschleimern von EDEKA gegen das Bein pinkeln.

Wer erinnert sich nicht an Boris Palmer, der immer wieder mal „Mut“ beweist und gegen den Strich bürstet wie mit seinem Kommentar zu einer Bahn-Werbung. Dem nehme ich das auch nicht mehr ab, denn nachdem Kretschmann gesagt hat, mit solchen Aussagen wird er nie ein Parteiamt von den Grünen bekleiden, war das nach seiner ersten „Entgleisung“ schon klar. Alles was er jetzt zur Flüchtlingskrise sagt, was nicht grünkonform ist, ist reiner Opportunismus. Man kann nicht einer öko-sozialistischen Ideologie folgen und deren Partei vertreten und gleichzeitig offenlegen, dass deren Ideologie praktisch am Scheitern ist, nur um sich bei konservativen, umweltbewussten Wählern anzubiedern. Und, was sie auf den ersten Blick auf seine Meinung zu dem Schwertmord in Stuttgart so unterschreiben würden, entpuppt sich doch als ein Versuch trotz aller Offenheit die Parteilinie nicht zu verlassen. Man braucht nur die Kommentare darunter zu lesen.

Dies sind wahrlich keine Einzelfälle. Wie kann sich jemand, der kein Opportunist ist, der gute Arbeit macht und sich an der Sache und der Realität orientiert, so demütigen lassen. Rückgratlos entwertet man die eigene Arbeit und seinen Verstand, nur, weil man meint, es wäre viel wichtiger Haltung zu zeigen. Da verdient jeder kommunistische Hardliner, der über Leichen geht, mehr Respekt, als die Weicheier, die beim kleinsten Gegenwind aus Richtung der selbsternannten rot-grünen Hüter der Moral einknicken.

Zur größten Null ist für mich Markus Söder aufgestiegen. Der sich jetzt ohne Not einer Greta Thunberg an den Hals wirft und von einem „Jahrhundertvertrag“, wahrscheinlich Schellnhubers Gesellschaftsvertrag für die große Transformation, labert. Der Klimaschutz gehöre ins Grundgesetz und die Bayerische Verfassung, damit sich jeder daran halten muss egal, ob es in den Umfragen mal rauf oder runtergeht, sagt er in einem Interview. In Wirklichkeit meint er, dass dieser Humbug auch in keinem Fall mehr aufgehalten werden kann. Sowas nennt man Ermächtigung, weil Grundgesetz und Verfassung eigentlich die Abwehrrechte des Bürgers gegenüber dem Staat enthalten sollen und nicht umgekehrt. Ich dachte immer nur die Grünen wären so hirnentkernt, dass noch Platz für den Müll ist, den die ganzen Wissenschaftsadvokaten aus der Fraktion der Klimawissenschaftler von sich geben. Ich sag ja, dass sich jemand, der noch vor Monaten den harten Law-and-Order´-Mann gab, so vom Zeitgeist demütigen lässt, der ist sogar unserer Irrsinnszeit voraus. Da prescht einer voran, um zu vermeiden, dass ihm sein Schweigen zum Klimawandel als Haltungsschaden ausgelegt wird. Braver Söder! Damit wirst Du in die Geschichte eingehen. Die Ministerpräsidenten vor Dir wussten, dass man mit BMW und Ohu II halb Bayern am Laufen halten kann. Du meinst, es genügten 15 Windräder hinter Bamberg und ein Bienengrünstreifen um Bayern als Industrieland zu erhalten, das so produktiv ist, dass es sein Geld sogar an die anderen Bundesländer verschenken darf.

Du darfst nicht glauben, nur, weil München aussieht wie ein SPD-regiertes Asylanten-Durchgangslager kombiniert mit den gutmenschlichen, veganfressenden SUV-Fahrern aus Stranberg, dass der Rest von Bayern genauso aussieht. Die Altbayern haben sogar unter dem Adolf den Nazis bei Wahlen weitgehend die rote Karte gezeigt, die sind nicht mal unter ihm dem Zeitgeist nachgelaufen. Die SPD sollte Dir eine Warnung sein: Wer den Altbayer für einen Bauer hält, dem man nach Belieben verarschen kann, der landet wie bei der letzten Landtagswahl in machen Landkreisen schnell hinter der Bayernpartei, auch wenn sie den Bundespräsidenten stellt. Die geschichtskundigen Altbayern verstehen, was ich meine, und die Franken werden es mir nachsehen, wenn ich sage, man sollte nicht jedes Geschenk annehmen.

Der Altbayer, und der Niederbayer im Besonderen, hasst es, wenn einer kein Rückgrat hat. Politiker, die geradeaus sind und sich nicht biegen wie das Fähnchen im Wind, dürfen auch ihre Fehler haben, sie werden trotzdem gewählt; und zwar über Parteigrenzen hinweg. Es gab einen Landrat, der hat sein ganzes Geld beim Glückspiel verbraten und sicher auch seine Leute begünstigt, er wurde trotzdem gewählt. Er hat sich selber abgelebt. Auch ein schwuler SPDler war kein Problem, dass ihn der traditionelle CSU-Wähler nicht gewählt hätte.

Was aber der gestandene Bayer gar nicht mag, sind Pseudomannsbilder, die kein Blatt vor den Mund nehmen, um dem Bayer zu gefallen, um dann im nächsten Moment vor der kunterbunten Moralfraktion einzuknicken und zurückzurudern. Noch schlimmer sind aber die, die im vorauseilendem Gehorsam den Medienfuzzis nach dem Mund reden. Ein Strauß hat sich damals herausgenommen, den linken Besserwissern unter den Journalisten während des Interviews zu sagen, was er von ihnen hält. Heute kriechen Politiker vor jedem Vollontir, um ja nicht anzuecken. Wahrscheinlich hat sich Söder von einen von denen einen Termin geben lassen, um sich öffentlich zu Greta zu bekennen. Ich dachte immer der Drehhofer wäre schon das Ende, doch Söder toppt ihn noch.

Vielleicht liegt es daran, dass immer wieder mal Diktatoren an die Macht gewählt werden, weil die Bürger endlich mal keine Memme mehr sehen wollen.

 

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