FFF-Kongress: Gute Propaganda will gelernt sein.

Ich liebe bento! Mit dieser Seite lerne ich alle menschlichen Lebensformen kennen, denen ich in meinem Leben nie begegnen würde, obwohl sie angeblich die Mehrheit bilden. Dazu gehören Frauen, die sich darüber aufregen, weil Männer blöd gucken, wenn Frauen im Stehen pinkeln. Unter der „Massenbewegung“ von Fridays-For-Future finden sich dann die, die man nicht zu den Linksextremisten, Lobbyisten, Schulschwänzern, Politaktivisten oder der elterlichen Taxibesatzung gehören, sondern die in bento beschriebenen Ragna(18) und Jakob(18), die den Sommerkongress der FFF ausrichten und die dann wirklich den entsprechenden Sprung in der Schüssel haben und man nicht zu den obigen oder den Klimawarnern oder Klimahysterikern zählen kann, sondern zum bento-Zoo der Sonderlinge:

Was die gesamte Bewegung antreibt, ist die Angst um ihre Zukunft und die der nachfolgenden Generationen, die Angst davor, zukünftig nicht mehr leben zu können wie heute. Wie stellen sie sich ihr Leben vor, wenn in 50 Jahren die Auswirkungen der Klimakrise noch spürbarer werden?

Ja, Angst ist bei Bürgern immer ein schlechter Ratgeber, für die Regierungen aber eine tolle Sache. Unsere würde das nie zugeben, deshalb muss man schon auf ein anderes Land ausweichen, um darüber in einer großen Zeitung zu lesen, wo ein spanischer Autor schreibt:

, dass Angst in der Politik die wahre Macht ist und wer sie kontrolliert, gewinnt. Deshalb ist er daran interessiert, die gewünschten Wirkungen zu erzielen, sei es Mobilisierung oder soziale Lähmung.

Der Artikel (hier span Org., google Übersetzung; lesenswert) fiele bei uns unter Hassrede oder Fake-News, obwohl die beiden Dödel in dieser Hinsicht fast die Wunschbürger unserer Regierung sind, wenn die eine meint:

Wenn wir es nicht schaffen, die Klimaziele einzuhalten, weiß ich auch nicht weiter. Das wäre absolut katastrophal. Denn wir wissen jetzt schon, dass dies zu einer Kettenreaktion führen kann, durch die wir die Welt irreversibel zerstören würden.

Die hat sicher Schellnhubers „Selbstverbrennung“ mit dem ominösen Kipppunkt gelesen und wurde in etwa so traumatisiert, wie ein Sechsjähriger, der Shining gesehen hat.

Selbst wenn wir jetzt sofort handeln und drastische Schritte ergreifen, wird es zunehmende Wetterextreme geben. In 50 Jahren werde ich zum Beispiel bei mir zu Hause in Göttingen im Winter sicher nicht mehr Schlitten fahren können. Selbst das finde ich traurig. Das ist vielleicht banal, können aber bestimmt viele Leute verstehen.

Ja, ist ja zu blöd, dass jetzt nicht die damals in den 70-igern von Experten prognostizierte unvermeidliche Eiszeit eingetreten ist, dann wäre wenigstens das Problem mit dem Schlittenfahren in Göttingen gelöst. Um auf einer Meereshöhe von 150m über NN regelmäßig Schlittenfahren zu können, würde ich aber zusätzlich noch auf eine entsprechende Kontinentalverschiebung nach Norden hoffen.

Das Leben an den Küsten wird unangenehmer werden, denn Sturmfluten haben bereits zugenommen und werden weiter zunehmen. Im Sommer wird uns außerdem die Hitze noch mehr zu schaffen machen – mit den neuen Rekorden merkt man ja jetzt schon, dass sich hier gerade massiv etwas verändert.

Da hat die Ragna gleich für den Jakob mitgedacht, der kommt nämlich aus Kiel und meint selbst dazu:

Aus Kiel, wo ich im Moment wohne, müsste ich wohl wegziehen, weil die Innenstadt einen halben Meter unter Wasser stehen wird.

Ich kann mir vorstellen, in die Berge zu ziehen, obwohl ich eigentlich gerne in der Stadt lebe – doch in den Städten wird es wohl unerträglich werden, bei den steigenden Temperaturen. Trotzdem will ich dann mit Menschen zusammen daran arbeiten, die Probleme für die Menschen so gering wie möglich zu halten, vielleicht bei einer NGO oder in der Regierung.

Ja, ihr beiden. Kiel liegt 5m über NN., das heißt, dass ihr bei dem momentanen Meeresspiegelanstieg für die Ostsee von 25 cm pro Jahrhundert im Jahr 4219 diesen halben Meter unter Wasser steht. Bis zum Jahr 4025 dürftet ihr aber mit Euerm Rollator noch problemlos durch die Stadt kommen. Da sind natürlich immer wiederkehrenden Sturmfluten wesentlich bedeutsamer. Allerdings liegen die Rekorde in den Jahren 1872 und 1904 und der Klimawandel dürfte auch noch zulegen, wenn ihr die Anzahl noch steigern wollt.

Ich glaube auch, dass die Schere zwischen Arm und Reich noch weiter auseinandergehen wird, wenn wir unsere jetzige Klimapolitik so fortführen. Wir könnten dann auch sicher nicht mehr alle Produkte aus der ganzen Welt importieren – während wir selbst die Getreidemengen, die wir benötigen, nicht mehr produzieren könnten, weil nicht mehr alles wachsen würde.

Ja, das denke ich auch, dass die Schere zwischen Arm und Reich mit der jetzigen Klimapolitik noch auseinandergeht. Beim Strompreis und beim Sprit geht sicher noch was und mit der CO2-Steuer kann man sicher den letzten Normalverdiener in die Knie zwingen, während man uns gleichzeitig irgendwann Atemluftfilter für CO2 andrehen wird. Da ist es eine gute Idee, wenn ihr später in einer steuergeldgepamperten NGO arbeiten wollt oder gleich in der Regierung, denn die haben Bahncard 100 und ihr könnt als Privilegierte auch fliegen. Wenn ihr schon die Flucht in die Berge antreten wollt, dann würde ich Obersalzberg vorschlagen, da könnt ihr dann an Adolfs Kartentisch in passender Ambiente das Grüne Reich abstecken.

Dann labern die beiden noch über Klimaflüchtlinge und alles, was der Club of Rome schon vor 50 Jahren vorausgesagt hat. Nachdem jetzt die langsam wegsterben, die das Scheitern dieser Voraussagen noch live miterleben durften, kann man nun den selben Humbug für die beiden 18-jährigen und die jungen Kollegen neu auflegen. Aber diesmal wollen sie nicht wie wir damals einfach warten und auf den Erfindergeist der Menschen hoffen, sondern selbst aktiv werden, damit die Regierung das in die Hand nimmt. Schließlich hat sie beim BER schon gezeigt, was sie kann. Deshalb richten die beiden den Sommerkongress der FFF aus, aber die beiden sind nicht die Ansprechpartner der Internetseite, sondern ein Lucas Pohl in der Lorentzenstraße 6-8 in Kiel. Das ist zwar keine Privatadresse und trotzdem scheinen da immer wieder andere Leute zu wohnen und gute Verbindungen nach links und ganz oben zu haben mit den entsprechenden Sponsoren.

Das Programm ist dem entsprechend. Da können sie zum Beispiel eine Veranstaltung besuchen mit dem Namen Postwachstum vs. Green Growth, wo zwei Wissenschaftler von Netzwerk Plurale Ökonomik e.V. diskutieren, die fordern

 (…) die Anerkennung, Förderung, Lehre und Anwendung aller Zweige der heterodoxen Ökonomie abseits der neoklassischen Theorieinstitutionellepostkeynesianischemarxistischeökologische und österreichische sowie sozialistischefeministische und andere sozialwirtschaftliche Ansätze und Theorien.

und, wenn es über diesen Verein heißt:

Laut Joachim Weimann, selbst Kritiker des Konzepts des Homo oeconomicus, würden die Vertreter der Pluralen Ökonomen „die Sprache und die Methoden der Ökonomen“ nicht beherrschen, obwohl „sie diese ständig kritisieren“. Sie würden „die Wirtschaftswissenschaft sturmreif schießen“ wollen

dann können Jakob und Ranga sicher auf Augenhöhe mit denen diskutieren und nach Lösungen suchen. Zuerst will man aber zumindest medienwirksam auftreten und erfolgreich sein, weshalb man sich die richtigen Leute eingeladen hat:

Tadzio Müller – Aktivist der Klimagerechtigkeitsbewegung, Referent der Rosa-Luxemburg Stiftung

Mai Ruf – Trainerin bei Phase 5, Coaching für Aktivist*innen und politische Gruppen

Simon Teune – Sozialwissenschaftler und Bewegungsforscher an der TU Berlin

Christa Liedtke – Wissenschaftlerin des Wuppertaler Institut und Vorsitzende der Ressourcenkommission des Umweltbundesamts

Jetzt könnte man meinen, die laden auch Leute ein, die über den neusten Stand der Klimatologie aufklären und ein paar Energiefachleute und Physiker, die das technisch Machbare abstecken. Doch, nachdem ja 97% aller Klimawissenschaftler sich ohnehin einig sind und der Habeck sagt, dass das mit der Energiewende kein Problem wäre, es müsste nur noch schneller gehen, dann reichen auch eine Hand voll Klimaaktivisten. Schließlich geht es deshalb nur noch darum, möglichst viel Druck auf die Regierung auszuüben und möglichst viel Angst beim Bürger zu erzeugen.

Ranga und Jakob bilden in meinen Augen die nützlichen Idioten, das Ganze als Graswurzelbewegung aussehen zu lassen, die sich darum bemühen andere Schüler aufzuklären oder ernsthaft und ergebnisoffen nach Lösungen suchen. Dabei ist das nur eine Veranstaltung, um Klimaaktivisten auszubilden und den grünen Sozialismus als einzige Lösung unter die Leute zu bringen. Die beiden dürften in etwa so durchgeknallt sein wie Greta Thunfisch, denn das, was sie in dem Interview von sich geben, klingt ziemlich nach Angststörung und einer psychischen Anomalie. Kein normaler Mensch würde bei einer Bedrohung, die er jetzt Jahre kennt und noch Jahrzehnte entfernt ist, fortwährend im Panikmodus verharren. Sogar jeder normale Mensch, der seinen Job verliert oder eine schlimme Diagnose bekommt, würde nach der ersten Panik den Kopf freibekommen und mal nüchtern nach allen Richtungen die Lage checken. Nicht so Jakob und Ranga. Die haben anscheinend vor lauter Panik nie die Zeit gehabt Meeresspiegelanstieg zu googeln. Der eine wohnt an der Nordsee und hat in der Stadtgeschichte von Kiel nie nach den vergangenen Sturmfluten geschaut? Die beiden sind entweder krank oder ganz gewiefte Aktivisten, die hier den angeblich panischen Normalo herauskehren, der aus dem Stegreif zufällig die ganzen IPCC- Szenarien des Klimawandels in aller Dramatik runterbeten können, die Einschränkung unseres Lebensstandards und das Grundeinkommen für alle nebenbei als Lösung raushauen, bevor sie es dann als Option sehen in die Berge oder auf eine einsame Insel als Selbstversorger zu flüchten, es aber schon vor Augen haben, später in einer Umwelt-NGO oder in der Politik zu arbeiten.

Ja, das glauben wir jetzt alle. FFF und deren Kongress ist nichts Anderes als die Deutsche Umwelthilfe für Pubertierende. Professionelles Plärren, Blockieren und moralisch Nötigen, anstelle von Klagen wie die DUH, um Politiker und Bürger für eine Öko-Diktatur weichzukochen, um angeblich das Klima zu retten.

Am Ende des bento-Beitrages kann man noch abstimmen, Mir macht die Zukunft aufgrund des Klimawandels sorgen bzw. Ich glaube wir können die Herausforderungen der Klimakrise bewältigen. Die Ängstlichen sind im Moment knapp in der Überzahl. Schade, dass sie nicht gefragt haben, ob man Angst vor dem Klimawandel hat oder nicht, dann könnte man auch sehen, ob die ganze Propaganda entsprechend wirkt. Nimmt man den heutigen realen Bildungsstand der Jugend, dann gäben die drei Möglichkeiten Klimawandel?Wer?, Mir doch egal und Wir werden alle sterben, wohl das realistischte Bild ab.

 

8 Gedanken zu “FFF-Kongress: Gute Propaganda will gelernt sein.

  1. […]zusätzlich noch auf eine entsprechende Kontinentalverschiebung nach Norden hoffen[…]
    Ich glaube Du hast das Raetsel des Huepfens geloest. Wenn die an den Raendern der Kontinentalplatten huepfen wuerden…..

    Ansonsten ist die BRD Entwicklungsland bei einer 100% genialen Erfindung von Physikern und Elektrotechnikern. Neuland sozusagen fuer den Einheitsmichel. Selbst in der 3. Welt greift man darauf zurueck: Klimaanlagen. Wenn’s draussen zu warm ist, einfach rein gehen und einschalten. Dummerweise funktinieren die meisten mit Strom, den man, Himmel, Arsch und Wolkenbruch, inzwischen meist aus anderen Nationen importiert. Tagsueber geht auch gruehhhhhhn, mit Solarzellen auf dem Dach. Gibt auch welche mit Gas, weshalb man vor den Russen immer Angst haben muss, oder so.

    Wie Einstein angeblich schon sagte: Zwei Dinge sind unendlich. Die menschliche Dummheit und das Universum, wobei er sich beim Universum nicht sicher war.

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  2. Kleine Anmerkung zum ansonsten guten Artikel: Kiel liegt an der Ost-, nicht an der Nordsee. Jakob wird sich also überlegen müssen, ob er nicht in Cuxhaven wohnen sollte, wenn die Nordsee schon Mordsee sein soll und er zum Alm-Öhi wird um nicht das Seepferdchen-Abzeichen machen zu müssen.

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    1. Danke für den Hinweis. Das „Nordsee“ bezog sich nur auf den Artikel der Pegelstände in der Nordsee, weil ich keine allgemeinen Angaben für die Ostsee gefunden habe. Da ja beide zusammenhängen, ging ich davon aus, dass der Meeresspiegelanstieg kaum abweichen dürfte, weshalb ich jetzt unter „Ostsee“ auf die Pegelstände der Nordsee verlinke.

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  3. Eines ist auf jeden Fall sicher.
    In 50 Jahren wird tatsächlich Niemand mehr so leben, wie heute.
    Ganz schlicht und einfach deshalb, weil dann Niemand mehr da ist, der es noch aufrecht erhalten könnte, geschweige denn, weiterentwickeln.
    Bis dahin sind so viele „alte weiße Männer“ gestorben, die letzten, die noch Ahnung und Durchblick haben.
    Ein Rückfall ist unvermeidlich.
    Der Film „Idiocracy“ war wohl auch eine Zukunftsvorraussage.

    Oder einige haben den als „Bedienungsanleitung“ missverstanden, ähnlich wie Orwells 1984.

    Bin mal gespannt, wann die ersten Felder mit Energy Drinks „bewässert“ werden. 😉 😉 😉

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  4. Das mit dem Meeresspiegelanstieg sieht man auch an der türkischen Küste sehr schön. Die lykischen Molen (von vor 2.500 Jahren) sind jetzt so nen halben Meter unter Wasser.

    Man muss aber dazu sagen, dass eigentlich *sämtliche* alte Städte immer ein *gutes* Stück im Landesinneren liegen, und dann auf einem Hügel. Es wirkt ein bisschen so, als hätten die damals was über Sturmfluten gewusst, wogegen heute lieber Freitags protestiert wird.

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    1. Ja, das ist ein stetiges Auf und Nieder. Ganz früher konnte man zu Fuß nach England rübermarschieren und ich kann mich erinnern, dass ich mal einen Fil, gelesen habe von einem Hafen in Griechenlland, der liegt heute 2 km im Inland.

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  5. Also im Moment ist der Klimawahn in einem Ohren betäubenden Crescendo. Die Baerbock hat gemerkt, dass man die Fleischverteurung nicht direkt eintreiben kann und redet jetzt von Bürokratieschikane aus Brüssel und Subventionskürzungen. Obwohl letzteres meine Zustimmung hat, muss ich angesichts von Sätzen wie „Die Fleischproduktion muss sinken.“ den Baerbock umbenennen in intellektuellen Baer-LAUCH. SCHWACH!

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