Lügen als Tugend.

Früher waren Politiker noch ehrlich, wenn sie Sätze mit Die Bürger sollen, begonnen haben. Wenn sie nämlich sagten, der Bürger solle mehr für die Altersvorsorge tun oder er solle öfter öffentliche Verkehrsmittel benutzen, dann haben sie sich bewusst ausgenommen, weil der Politiker ja bis an sein Lebensende durchgefüttert wird, ohne je in eine Rentenversicherung eingezahlt zu haben bzw. selbst mit Chauffeur rumgefahren wird und mit Bahncard 100 und Freiflügen gar keine Ahnung haben muss, was ein Ticket kostet. Vielleicht hat er sich aber früher nur unbewusst geoutet und ihm die Bürger seine tollen Vorschläge um die Ohren geschlagen haben, von denen er selbst nie betroffen war. Vielleicht ist dann ein Framer gekommen und hat ihm gesagt, er solle lieber, wir müssen, sagen, dann zeigen ihm die Bürger nicht immer gleich den Stinkefinger, wenn er von ihnen ein Wohlverhalten einfordert.

Links der Mitte, also in den Konsensparteien, wird dieses wir müssen gerne gebraucht, um zu zeigen, dass wir alle in einem Boot sitzen und alle betroffen wären, so wie das DDR-Politbüro dazumal von den Errungenschaften des Sozialismus genauso profitiert hat wie die Bürger. Heute ist dieses Wir alle aber mehr und mehr dem moralischen Zeigefinger der selbsternannten Bessermenschen aus Politik und Medien geschuldet, die uns damit suggerieren wollen, ihre verqueren Moralvorstellung hätten irgendeine Mehrheit in diesem Land. Wenn nicht mehr zu übersehen ist, dass die große Mehrheit sich nicht angesprochen fühlt oder das anders sieht wie die Politik, dann geben die Medien scheinbar den Anwalt der Bürger. Dabei ist das nur eine Masche damit die Politik uns ihr, wir müssten irgendwas, in Dauerschleife reinprügeln kann, bis die Medien dann langsam die Seite wechseln und alle als Aussätzige brandmarken die das Entsprechende nicht müssen wollen. Schön zu sehen beim SPIEGEL:

Klimawandel: Warum wir uns fürs Fliegen schämen sollten – SPIEGEL …

Klimaschutz: Warum wir uns fürs Fliegen nicht schämen müssen …

https://www.spiegel.de/wirtschaft/…/klimaschutz-warum-wir-uns-fuers-fliegen-nicht-scha…

29.07.2019 – Klimaschutz Warum wir uns fürs Fliegen nicht schämen müssen

bzw.

Klimawandel: Warum wir uns fürs Fliegen schämen sollten – SPIEGEL …

https://www.spiegel.de/wirtschaft/…/klimawandel-warum-wir-uns-fuers-fliegen-schaeme…

02.08.2019 – Klimawandel Warum wir uns fürs Fliegen schämen sollten.

Die Ideen, Flugreisen einzuschränken und sich dafür zu schämen liegt ja schon vor diesen beiden Berichten im Zusammenhang mit der Erscheinung der Heiligen Greta.

In ihrer Heimat Schweden hat sich deshalb ein neuer Begriff etabliert: Flygskam – Flugscham.

Seht! Die Schweden schämen sich schon und der Begriff hat sich „etabliert“. Das heißt nichts anderes, als dass die Medien die einfach weichgekocht haben, indem sie behaupteten, alle schämten sich schon und der einzelne Bürger dann dachte, er wäre noch der einzige, der sich nicht schämt. So geht Indoktrination. Hier geht es um die harten Ziele, wo es gravierende Auswirkungen auf Wirtschaft und Verkehr gäbe, sollten sich die linken Träumereien durchsetzen.

Linke tendieren ja generell dazu, ihre eigene Meinung und ihre Moralvorstellung absolut zu setzen und würden die gute Mehrheit repräsentieren und jeder der anders denkt, hat entweder krude Thesen, ist charakterlos oder ist gleich ein Nazi. Ihre Schwächen, Wünsche, ihre Lebensart und ihre Ansichten sind natürlich nicht individuell, sondern repräsentieren in deren Augen immer die gute, progressive Mehrheit. Die alten Säcke sind natürlich von gestern. Dabei habe ich immer den Eindruck, die Schreiberlinge besonders von web.de, bento und ze.tt würden irgendwie in einer Blase leben oder ich habe die letzten Jahre etwas versäumt, wenn es zum Beispiel heißt:

Warum wir immer noch auf Betrugsmails hereinfallen.

Ich frag mich, ob hier statt wir nicht eine Minderheit gemeint ist, die am Telefon immer noch glaubt, sie hätte einfach so 10000.-€ gewonnen.

Warum wir in Deutschland mehr Gründerinnen brauchen.

Niemand hält Frauen davon ab aber irgendwie scheint bisher kein besonderer Bedarf zu bestehen, weil man das betonen muss, und ich bezweifle, dass Leute, in diesem Fall Frauen, besonders Außergewöhnliches leisten, wenn man sie zu einer Betriebsgründung hintragen muss.

Warum wir ohne Partner in den Urlaub fahren sollten. (FAZ)

Die Macht der Affäre. Warum wir betrügen und was wir daraus lernen können.

Ja, wenn man als notorischer Besserwisser oder feministische Kratzbürste bei der FAZ arbeitet, dann würde ich dem Partner auch raten, alleine und möglichst weit weg in den Urlaub zu fliegen. Im Übrigen finde ich das als Leser eine unglaubliche Unterstellung, dass jeder seinen Partner betrügen würde oder dieser so unerträglich wäre, dass man die schönste Zeit des Jahres besser alleine verbringt. Dies führt dann zu der Weisheit, dass man anderen nur das zutraut, was man sich selbst zutraut. Deshalb gibt es sogar noch eine Steigerung zu, warum wir.

„Excel-Kenntnisse: sehr gut“ – Mit diesen Lügen habt ihr eure Lebensläufe aufgepeppt

Ein geschmissenes Praktikum verschweigen, den Namen des Stipendiums verändern, Ehrenämter erfinden: So habt ihr bei euren Lebensläufen schon geschummelt.

In der Überschrift zu diesem Artikel wird einem in der direkten Anrede ihr unterstellt, dass man in Lebensläufen und bei den Kenntnissen in Zusammenhang mit Bewerbungen lügt; obwohl es im Text dann harmlos schummeln und mogeln heißt und es dann diverse Entschuldigungen dafür gibt. Der Text war bei Veröffentlichung ohne die Beispiele, mit ihr sollten die Leser angesprochen werden sich als Lügner zu outen und der Redaktion auf Facebook zu schreiben. Sieht man sich Ergebnisse an, dann ist die Ausbeute dürftig und nur eines der Beispiele findet sich auch im Artikel und den interessanteren Teil hat man dem Leser vorenthalten. Da schreibt eine:

Nicole Schlichting Logisch. Wer nicht? Darum finde ich es immer lustig, wenn einer daherkommt und wirklich weismachen will, dass sein Lebenslauf nicht getunt ist. 
Wenn die Personaler, mit ihren Ansprüchen, realistischer wären und nicht vergessen würden, dass hinter dem Bewerbungsfoto ein Mensch steht, mit besonderen Fähigkeiten und Qualifikationen …. Dann wäre niemand gezwungen, seinen Lebenslauf zu tunen.

Katharina H. Eger Nicole Schlichting ich habe in meinem Lebenslauf nicht gelogen. Und da bin ich sicherlich nicht die einzige. Zu behaupten, dass das jeder machen würde ist doch Quatsch.

Elke Singer Nicole Schlichting Sie haben doch geschrieben: „Wenn die Personaler, mit ihren Ansprüchen, realistischer wären…. Dann wäre niemand gezwungen, seinen Lebenslauf zu tunen.“
Ähm nein, die Ansprüche sind real, wenn man die nötige Qualifikation hat. Und wenn nicht, dann sollte man sich den passenden Job suchen!

Die Redakteure müssen wohl ziemlich überrascht gewesen sein, dass sich nicht mal anonym welche gefunden haben, sondern ganz im Gegenteil ziemlich Contra unter Klarnamen bekommen haben und die Behauptung, so ziemlich jeder würde hier lügen, eine grobe Unterstellung sei. Diese Nicole Schlichting bekommt in dem Forum ziemlich was zu hören und sie reagiert typisch wie ich mir so eine Schnepfe vorstelle, irgendwann ziemlich patzig. Der letzte Beitrag oben trifft es genau: Es liegt nicht an den zu hohen Ansprüchen der Personalchefs, sondern an den inzwischen unterirdischen Kenntnissen mancher Uni-Absolventen. Der Artikel selbst verschweigt dies, sondern (erfindet?) Beispiele, wo man es rechtfertigt, dass man geschummelt und gelogen hat. Irgendwelche Depressionen oder man könnte Nachteile haben, wo es doch die anderen genauso machen; was aber den Beiträgen weitgehend widerspricht. Mir kommt es vor als wolle sich die ganze weitgehend linke Bagage aus Politikern und Journalisten im Nachhinein reinwaschen. Ein Guttenberg und eine Schavan mussten für´s Schummeln zurücktreten, bei der Giffei (SPD) wird das gleiche Vergehen schöngeredet. Alternativen Seiten werden generell Lüge und Fake-News unterstellt, während der Relotius beim SPIEGEL fast den ganzen Laden geschmissen hat, wenn es darum ging, die Leser mit spannenden Geschichten zu versorgen.

Völlig aus dem Ruder ist es jetzt gelaufen mit der Bloggerin Sophie Hingst, die sich vor Kurzem umgebracht hat und behauptete sie wäre Nachfahrin von Holocaust-Opfern. Alles Lüge. Die taz ist gnädig und  mit Carolin Emcke findet sie noch eine Fürsprecherin, die das alles beschönigt. Dass Emcke selbst damals mit ihrem dürftigen und überschaubaren Geschreibsel und ihren platten Gelabere den Friedenspreis des deutschen Buchhandels zu Unrecht bekommen hat, ist sogar dem SPIEGEL teilweise aufgefallen. Man brauchte einfach eine Predigerin für die Preisverleihung die überall Nazis sieht und Haltung zeigt. Sage ich.

Flunkern, Lügen und Verzerren gehören bei Linksgrünen und deren medialen Sprachrohren zum Tagesgeschäft aber für die gute Sache und für höhere Ziele ist alles erlaubt. Mit den oben genannten allgemeinen Unterstellungen will man meiner Meinung suggerieren, das wäre halb so wild und täte ohnehin jeder. Dabei zeigen die Kommentare zu den Berichten in den Leitmedien und ÖR, dass die Bürger sich zunehmend verarscht vorkommen, wenn man immer dreistere Behauptungen aufstellt, bzw. alle Register zieht, um auch den größten Humbug als bewiesene Tatsache darzustellen.

Jeden Sommer kommt die Alarmmeldung auf allen Kanälen, dass die Arktis immer schneller abschmelzen würde. Ja, weil eben Sommer ist und es seit Jahren keine angeblich seriöse Zeitung es für nötig befindet, dass das jeden Sommer passiert. Gigantische Zahlen und eingängige Bilder pflanzen im Endeffekt eine große Lüge in die Hirne der Konsumenten, indem man Wesentliches verschweigt oder vorsätzlich suggeriert, anstatt die Dinge so zu veranschaulichen, dass man sie real einordnen kann. Das würde das Kartenhaus des Klima-Fakes sofort zum Einsturz bringen aber für das zukünftige grüne Paradies darf man auch ein bisschen flunkern.

Dem links-grünen Kartell dürfte inzwischen aufgefallen sein, dass man mit dem ganzen Integrations-Plem-Plem keinerlei Wirkung erzielt, bei Erwachsenen die kulturelle Prägung zu löschen und eine andere links-bunte aufzuspielen. Die Hartgesottenen unter den Kritikern bringen das mit dem Satz zum Ausdruck: Man bekommt den Neger aus dem Dschungel aber den Dschungel nicht aus dem Neger. Eine Parallele ist, dass in Deutschland vor allem die älteren Normalbürger – abgesehen von Politikern, Journalisten und Gebrauchtwarenhändler- Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit noch eine Tugend ist und diese auch an jüngere weitergeben, wie man an den Kommentaren oben sieht.

Da kann man noch so viel linke Untugenden schönreden, in die Hirne des gewöhnlichen, konservativen Deutschen bekommt man sie trotzdem nicht hinein. Zumindest schämt er sich, wenn er sich charakterlos verhält und dabei ertappt wird. Sein eigenes Unverhalten auch noch zu bejubeln oder als Maß für andere zu sehen, dafür muss man schon Journalist bei zett sein.

Um das in die jüngeren Hirne zu bekommen ist da schon einfacher und viele Eltern helfen nach Kräften mit. In Zeiten der Dekadenz kann so ein Verhalten für andere noch ausschließlich nur ärgerlich sein; wenn dann die unvermeidlichen härteren Zeiten anbrechen, würde ich mit diesen Tugenden bei den verbliebenen Deutschen aber nicht unbedingt hausieren gehen.

 

5 Gedanken zu “Lügen als Tugend.

  1. Damit hättest du auch das linke Wir entdeckt. Es unterscheidet sich vom normalen Wir dadurch, dass es den Sprecher ausnimmt. Wir müssen Verantwortung übernehmen. Wir müssen mehr für die Umwelt tun. Wir müssen den Gürtel enger schnallen….

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