Die Suche nach der falschen Sprache.

Jetzt gibt ja immer wieder die Behauptung und das Gejammer, die Rechten würden die Grenzen des Sagbaren hinausschieben und es gäbe einen Rechtsruck in der Sprache. Dazu gibt es ein kurzes Video, wo beklagt wird, dass es bei Tabubrüchen keine Konsequenzen gäbe, wenn zu Beispiel die AfD im Bundestag eine derartige Wortwahl verwendet. Es darf einer, der sagt, er sei Produzent und Musiker und Buchautor, weil er ein Buch geschrieben hat und ein relativ junger Sprachwissenschaftler seinen Senf dazu geben. Es wird behauptet, die neuen Rechten würden alltägliche Begriffe umdeuten und es wäre ganz schlimm, dass Worte Einstellungen prägen würden und den Worten auch Taten folgen würden.

Nun mag dieses Video genau für eine junge Zielgruppe bestimmt sein, die das genauso frisst, weil sie es nicht anders kennt und ihnen das von Kindesbeinen reingedrückt wird. Geht man aber an den Anfang dieser Entwicklung zurück, die heute in Hysterie und Bestürzung endet, wenn man das angeblich falsche Wort benutzt, dann zeigt es nur, dass die linken Sprachingenieure eben am Scheitern sind, den Bürger die „korrekte“ Sprache aufs Auge zu drücken.

Es begann nämlich mit der Abschaffung des Generischen Maskulinums, die heute noch andauert und unsere Sprache verhunzt und ihr einfach die Eleganz und Differenziertheit nimmt. Man denke nur an Radfahrende bzw. Radfahrerinnen und Radfahrer versus Radfahrer. Lesen sie mal ein Diktat aus der Grundschule, welch aufgeblähten Bockmist da verzapft wird. Sprache ist etwa Lebendiges, was sich verändert, und nicht, weil es von oben angeordnet wird, sondern, weil es durch den täglichen Gebrauch zu Bedeutungsverschiebungen oder neuen Wortkreationen kommt. Es kam keinerlei Grund, das Generische Maskulinum abzuschaffen, ganz im Gegenteil

Das generische Maskulinum ist (somit) die „Fähigkeit maskuliner Personenbezeichnungen, geschlechtsabstrahierend verwendet zu werden, insbesondere wenn es nicht um konkrete Personen geht“.[2] Von einem generischen Maskulinum spricht die Sprachwissenschaft (Linguistik) auch, wenn Bezeichnungen männlicher Referenten benutzt werden, um eine Allgemeinheit zu bezeichnen oder gemischtgeschlechtliche Gruppen oder Referenten, deren Geschlecht (Sexus) unbekannt oder gleichgültig ist.

Dass es trotzdem dazu kam ist dem feministischen Gejammer einer feministischen Minderheit geschuldet, sie könnte nicht mitgemeint sein und dieses Gejammer wurde von den Medien gehypt, als wäre das ein allgemeines Problem

Im Deutschen hat das generische Maskulinum insbesondere bei Berufsbezeichnungen und bei Nomina Agentis seit den 1980er Jahren an Gebrauch verloren. Hintergrund ist eine unter anderem von der Feministischen Linguistik formulierte Kritik an seiner Missverständlichkeit und an der Möglichkeit, dass bei seiner Verwendung weibliche Referenten „nicht mitgedacht“ und damit systematisch ausgeblendet werden.

Weil Leute an den Unis mit Hirn die Vorgabe zu gendern anstatt das Generische Maskulinum zu verwenden aus gutem Grund ignorierten, muss sie dort mit Zwang und Schikane durchgesetzt werden.

Und genau diese Schikane ergab sich auch bei anderen Wörtern, die man aus der Wortschatz tilgen will. Wörter wie Volk, Kultur oder Heimat sind heute schon anrüchig, folgt an dem oben verlinkten Video. Jetzt zu behaupten, die Rechten würden diese Begriffe umdeuten ist geradezu bescheuert. Dabei zeigt es nur, dass eben die älteren Bürger die linke Umdeutung nicht mitgemacht haben und ihnen nun unterstellt wird, sie würden von der gängigen Bedeutung abweichen. Es ist einfach eine Unterstellung, dass die Begriffe Heimat und Kultur von den Rechten ausschließend gemeint wären und mit jeder Beliebigkeit von den Anhängern der Rechten gefüllt würde. Schließlich ist eine Kultur an den Rändern offen, indem man zum Beispiel andere Sitten adaptiert oder integriert. Es wird auch angenommen, alle Begriffe würden mit einer beabsichtigten Intention verwendet. Dass Begriffe aber wie solche im Generischen Maskulinum auch auf einer abstrahierten Ebene gebraucht werden, das kommt bei denen gar nicht vor. Ich kann mir selbst vorstellen, welche einseitige Denke die nachkommende Generation haben muss. Jeder, der einen Gedanken fasst mit dem Begriff Heimat, wo es um allgemeine Aussagen darüber geht, wie Menschen diese definieren und im Gegensatz dazu einen Gedanken über seine eigene Heimat, der spürt bei letzterem sofort wie automatisch ein Gefühl mitschwingt.

Und genau dieses Mitschwingen machen sich die linken Sprachingenieure zu Nutze. Ob nun das Wort „Flüchtling“, „Windpark“, „bunt“ oder „Bereicherung“, all diese sollen uns positiv oder mitfühlend anrühren. Dagegen stehen besonders die Worte „Hass und Hetze“, fast schon onemopoetisch in ihrem Klang und immer schön mit rechts kombiniert.

Blöd für die Sprachakrobaten, dass sich die Semantik, also die Bedeutung eines Wortes, durch die Pragmatik, also die Verwendung, ändert und nicht umgekehrt. Jahrelang hat man uns mit den neuen Wortkreationen zugemüllt und uns dazu genötigt sie zu verwenden. Da die Realität oft nicht zur Semantik der Worte passt, verdreht sich die Bedeutung ins Gegenteil, was von den Kritikern zu Beispiel der Flüchtlingspolitik weidlich ausgenutzt wird. Da bekommt das Wort „Fachkraft“ einen ganz anderen Touch, wenn es in Blogs heißt, eine Fachkraft hätte jemanden mit 30 Messerstichen umgelegt oder die Fachkraft hätte 20 Identitäten gehabt. Heute zu jemanden zu sagen, er wäre eine Bereicherung für das Team, hat schon fast einen beleidigenden Unterton. Dass viele bei einer multiethnischen Schlägerei meinen, es wäre schön bunt hier, dann war das sicher auch nicht beabsichtigt.

In dem Video meint einer, man müsse achtsamer mit Sprache umgehen und anderen ein Feedback geben, wenn sie Begriffe „falsch“ verwenden. Das habe ich auch schon gehört, dass an da andere Leute gezielt darauf ansprechen sollte. Da kann man nur sagen: Nix kapiert. Menschen, die sich gut kennen, betreiben ein sogenanntes Sprachspiel, das heißt, sie haben oft gleiche Vorerfahrungen, wo Wörter eine ganz differenzierte Bedeutung haben können, die der Außenstehende nicht kennt. Hinter einem vermeintlichen Schimpfwort gleich Hass, Hetze und Rassismus zu vermuten, zeugt höchstens von Arroganz und beschränktem Horizont. Wenn bei uns jemand über einen Flüchtling sagt, dieser wäre ein rechter Vogel, rechter Hund, rechter Hirsch, rechte Sau (rechts heißt hier „besonderer“), dann sind die beiden ersten eher bzw. sehr positiv gemeint, der Hirsch ein eher unfähiger Wichtigtuer und die Sau denkt nur an Weiber, was aber den Rest nicht schmälert.

Erklären sie das mal dem Sprachwissenschaftler im Video, der nach dem Wort „jedermann“ noch schnell „jederfrau“ hinterherschiebt, damit die sich nicht ausgegrenzt fühlen. Was muss man von einem Knilch halten, der reflexhaft gefühlsmäßige Wallungen bekommt, es könnten Frauen nicht mitgemeint sein, wenn er ein Wort mit „Mann“ verwendet, während es um ein völlig abstraktes Thema geht.

Und, weil die Labertaschen in dem Video Sprache in erster Linie fühlen, will ich ihnen mal ein Gefühl davon geben, was die Normalsterblichen davon halten. Ihr scheibt (bzw. sagt) als Aufhänger „Jemand macht einen rassistischen Witz im Netz.“ Ja, ganz schlimm, vor allem, weil die besten Witze grundsätzlich gruppenbezogen menschenfeindlich sind. Wahlweise gegen Preußen, Ostfriesen, Österreicher, Blondinen, Pfarrer, 60-München-Fans, Ossis… Früher gab es auch politische Witze über Strauß, Wehner und Breschnew. Kann sich jemand vorstellen, dass es noch einen Witz über die heutige SPD gibt? Oder über vdL oder AKK? Heute genügen allein die Originalvisagen als Meme, dass man sich totlacht

Wenn man sich über rassistische Witze aufregt, dann hat das mit Sprachpolizei nichts zu tun, meint ihr. Stimmt! Es ist ja auch nicht der Denunziant, der Dich im Morgengrauen zu Hause besucht. Man sollte achtsamer mit der Sprache umgehen, sagt ihr. Am besten so wie auf dem Kongress der US-Sozialisten, wo die Hälfte Zeit darauf verwendet wurde, Formulierungen und Wörter herauszufiltern, von denen sich irgendein sechstes Geschlecht bei Mondschein beleidigt fühlen könnte. Realsatire. Türen versperren, Wasser und Strom abdrehen, bis sie zumindest sprachlich wieder in der Lage sind, das Wichtige vom Unwichtigen zu trennen. Deutsche machen Witze über Juden. Juden selbst habe ich gehört, sollen die besten Witze über den Holocaust haben. Und nur die verkniffenen, humorlosen, linken Säcke bei uns unterstützen die Todfeinde Israels. Ja, und aus Worten können schnell Taten folgen. Stimmt auch! Nachdem Charlie Hebdo die falschen Witze gemacht hat, sind die Moslems gleich zur Tat geschritten. Und auch die Worte von Essiggesicht Stegner müssen eine magische Wirkung auf die ANTIFA haben, wenn er meint, man müsse die AfD überall bekämpfen. Linke und Moslems haben wirklich was gemeinsam: Die innere Zwangsjacke. Die Linken die ideologische und die Moslems die religiöse. Wer auf die falsche Wortwahl schon bestürzt reagiert, dem braucht man nicht noch einen guten Witz erzählen, damit er vollends ausrastet. Jemandem bei einem rassistischen Witz gleich Hass und Hetze zu unterstellen, wäre zu viel der Ehre für den vermeintlich Gehassten. In der Heimat (!), wo an sich nicht erklären muss, käme keiner auf die Idee deshalb zu sagen, der Hinterhuber Sepp hasst und hetzt gegen Schwarze.

Das permanente Indoktrinieren mit den gewünschten Wörtern, damit sie sich in den Hirnen festsetzen, hat wirklich bisher toll funktioniert, nur, dass eben das Ergebnis das gegenteilige ist. Auch das dauernde Unterschlagen der Ethnie von Straftätern hat seine Wirkung nicht verfehlt. Nachdem es ja bei uns nicht mehr so selten ist, dass „ein Mann“ wahllos Menschen absticht und „ein Mann“ am Ende nicht Werner oder Josef heißt, wundert es ich nicht, dass ich vor einigen Tagen gelesen habe, dass „ein Mann“ zu einem neuen Begriff mutiert ist, nämlich zu ein „Einmann“. Ja Sprache ist eine tolle Sache, denn so weiß jetzt jeder, zu welcher Gruppe der Täter gehört. Wir müssen jetzt nur noch warten, bis die linke Sprachpolizei feststellt, dass es rassistisch wäre, in so einem Fall einen ausländischen Mehrfachtäter einen Mann zu nennen. Den Einmann für alle Fälle, sozusagen.

Es bleibt also noch viel zu tun auf der Suche nach der falschen Sprache.

4 Gedanken zu “Die Suche nach der falschen Sprache.

  1. Dutton erklärt in diesem wunderbaren Video wie solch Anklagen vorgeblicher Sprachverhunzung mit zur Depressionsepidemie führen.

    Sehr sehenswert, da er allgemein an den richtigen Stellschrauben rüttelt.
    Passt besser zum Artikel im Speziellen und Blog im Allgemeinen, als man auf den ersten Blick vermuten würde.

    Erklärt sogar, wie es mich depressiv macht gerade nachgucken zu müssen, ob im speziellen nun im Spezeillen geschrieben wird …

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