Christlicher Gegenwind für den Klimakult.

Die Amtskirchen predigen ja seit einiger Zeit nicht mehr, dass der Weg zum jenseitigen Paradies nur über die Gnade Jesu geht, sondern, dass wir sogar das diesseitige Paradies erreichen können, wenn wir mehr oder weniger den grün-sozialistischen Weg beschreiten. Die Kirchen, besonders die evangelische, hat ja alle Häretiker anscheinend schon aussortiert, während es in der katholischen Kirche wenigstens neutrale oder leise Gegenstimmen gibt. Bisher verlief der Weg ja immer so, dass die Schäfchen von Seiten der Kirche medienwirksam gemaßregelt werden, wenn sie die falsche Haltung in Sachen Politik und Klimawandel zeigen. Seit der letzten Arberkirchweih hat sich das nun umgekehrt, denn diesmal wird der predigende Pfarrer für seinen falschen Glauben in Leserbriefen und politischen Statements von den Schäfchen gemaßregelt. Dabei hatte die Mittelbayerische Zeitung völlig neutral darüber berichtet, was eine löbliche Ausnahme ist:

„Willst Du finden Gottes Spur, Wanderer schau in die Natur, willst Du etwas Größeres sehn, dann bleib bei einem Kreuzbild stehn“, drückte Kaplan Sebastian Scherr am Sonntagvormittag vor der Arberkapelle das Empfinden aus. „Wir sind auf den Berg gestiegen, um Gott näher zu sein“, sprach er (…)

„Wenn wir auf unsere geliebte Heimat schauen, dann sehen wir, dass alles einen Plan hat, der auch ohne unser Zutun funktioniert“, so Sebastian Scherr. Dennoch tauchen Fragen nach der Entstehung, dem warum, wie und weshalb auf. „Als Christen können wir die Welt nicht als Zufallsprodukt akzeptieren“, betonte der 35-jährige. Im Alten Testament sei im Buch Genesis von der Erschaffung der Welt durch Gottes ewige Allmacht zu lesen. Man müsse an den genauen Wortlaut nicht unbedingt glauben, jedoch erkennen, dass die Erde und der übergeordnete Kosmos dem göttlichen Sein an sich untergeordnet sei. Die Menschen werden an diesem Schöpfergott letztlich nicht vorbeikommen, das heißt, dass den Erdenbewohnern eine Verantwortung mitgegeben wurde, derer sie sich oft zu wenig bewusst sind. „Bevölkert die Erde und macht sie euch untertan“, lautete der Auftrag. Nicht: Wildert herum und beutet sie aus!

An der Schönheit und Harmonie der Natur erkennen die Leute, das Werk und die Größe Gottes. Es gebe Möglichkeiten, anhand der sichtbaren Dinge auf den noch unsichtbaren Schöpfer zu schließen. Der Menschheit seien also große Hilfestellungen geschenkt, ihn zu erkennen. Wenn die Leute Gott nicht mehr anbeten suchen sie sich Ersatzgötzen: Geld, Auto oder neuerdings das Klima. Das Klima ist Gott? Ein weiteres goldenes Kalb als neuerschaffene Pseudoreligion? So eine Gottheit braucht Organe und Arme, die die mehr oder weniger froh machende Botschaft in die Welt hinausposaunen. Die neuen Propheten sind Kinder, obwohl es ihnen an Lebenserfahrung, Bildungsniveau und Weitblick fehlen dürfte. „Anstatt sich mit Schule und Glaubensbildung auseinanderzusetzen, grölen sie freitags in den Städten herum“, sagte Sebastian Scherr. „Bringt uns das wirklich weiter?“

Greta Thunberg sei nach Meinung des Kaplans bloß eine Marionette, hinter der sich andere versteckt, die anständige, ordentliche Menschen an den Pranger stellen möchte, weil sie es selbst in ihrem Leben zu nichts bringen, sagte der Zelebrant. Diese Unterstützer um Greta Thunberg schaden dem Vaterland, der Wirtschaft und stellen den achtsamen und umweltbewussten Normalbürger als dumm hin. Außerdem wird Leuten ein schlechtes Gewissen eingeredet, die in ein Flugzeug steigen, oder einen Diesel fahren anstelle eines Elektroautos. (…)

„Ich zahle die CO2-Steuer, um etwas anderes wieder gut zu machen und den Schmutz getrost hinaus zu pusten“. (…) Diese Art von Lösung führe nicht zu Gott und bringe den Seelen kein Heil. Eine Religion und Ideologie, die nicht auf den Vater im Himmel basiert, belügt nach Strich und Faden. „Leider findet sie immer mehr Anhänger“, bedauerte der Kaplan.

Wahre Worte, dabei war ich bei der letzten Messe, die ich besuchte schon froh, dass kein einziges Mal das Wort „Klimawandel“ oder „Flüchtling“ fiel. Nun hätte man das so stehen lassen können, doch einige Kommunalgrüne fanden sich bemüßigt ihren Senf dazuzugeben. In der gedruckten Ausgabe des Bayerwaldboten stand, dass sie „fassungslos“ wären, weil er Grata Thunberg eine Marionette der Mafia genannt hatte und die FFF diffamieren würde und im entscheidenden Satz hieß es:

…diffamierte tausende Gläubige die sich für den Klimaschutz einsetzen.

War wohl nicht beabsichtigt, dass es wie eine Selbstoffenbarung klingt, denn im Zusammenhang klang es eher so, als würden hier nicht gläubige Christen, sondern Klimagläubige diffamiert. Der Pfarrer sagt ja selbst, dass sich die Menschen Götzenbilder suchen, die sie anbeten, wenn sie sich von Gott abwenden; und das können sicher auch Christen sein, deren einzige Verbindung zur Kirche die Kirchensteuer ist. Es zeugt von ziemlichen Unwissen der Grün-Bestürzten, dass eben die Erlösung kein kollektivistischer Weg durch vermeintlich gute Werke ist, sondern ein persönlicher Weg mit der Bitte um die Gnade Jesu einer persönlichen Erlösung. Und in diesem Sinne trifft die Predigt von Scherr genau den Kern. Er hat darüber hinaus noch angeprangert, dass für Elektroautos Kinder in Afrika ausgebeutet würden, was natürlich das vermeintlich gute Werk der E-Autofahrer schmälert.

Nun mischen sich die grünen Kobolde ein und kommen gleich mit dem neusten Schlagwort der apokalyptischen Klimaerhitzung, welches Grinsegesicht Schulze eingeführt hat. In der Kritik offenbart sich, dass es den Grünen nicht um den Erhalt der Schöpfung geht, den auch Pfarrer Scherr fordert, sondern darum, dass man ihren Klimakult -zu Recht- Götzenanbetung nennt, um irdisches Heil durch CO2-Ablass zu erlangen. Er darf nicht dadurch befleckt werden, dass man auf die PR-Maschinerie hinter Greta Thunfisch hinweist oder, dass wir unser Wohlfühlen dadurch erlangen, dass andere dafür schuften müssen.

Es ist genau das Verhalten der katholischen Kirche im Mittelalter. Die Bischöfe, Kardinäle und Päpste predigten vom gottgefälligen Leiden der Schäfchen, während sie selbst in Saus und Braus lebten und sämtliche Naturkatastrophen als Strafe Gottes deklarierten. Und die Gläubigen spendeten fleißig, spendeten ihren Besitz der Kirche und kauften Devotionalien, um das Unglück abzuwenden. Wie heute profitieren nur wenige Lobbyisten und Ideologen davon, dass sie uns versprechen durch Verzicht und Ablass die Katastrophe abzuwenden und mit dem irdischen Paradies in ferner Zukunft belohnt werden.

Der ganze Klimatralala erfüllt genau die Kennzeichen eines Kultes:

Dabei wird ein Kult durch drei Aspekte bestimmt: ein Kultobjekt, eine den Kult ausführende Personengruppe sowie eine Anzahl mehr oder weniger ritualisierter Kulthandlungen.

Das Kultobjekt hat nach dem traurigen Eisbär auf der Scholle mit Greta nun endlich eine menschliche Gestalt und die PR war so gut, dass sogar manche in den Kirchen auf eine Wiederkehr Christi tippten. Die FFF ist die Personengruppe, die wiederkehrend ihr Freitagsritual abhält und die Klimakonferenzen alle paar Jahre. Auffällig ist doch, dass es dort nie um sachliche Diskussionen geht, sondern nur um Gefühle, Rettung und die Beschreibung der Apokalypse und man dünnhäutig reagiert, wenn man diesen Kult anprangert, obwohl er doch praktisch nichts bewirkt, was irgendwie das Klima retten würde. Die Anstrengungen in den Medien, Politik und Klimawissenschaft liegen nie darauf, irgendwelche Mechanismen zu belegen, sondern alle berechtigten Widersprüche abzuwehren. Es findet keine Auseinandersetzung zwischen Klimaalarmisten und Skeptikern statt, was man von den Profiteuren hinter dem Hype ja noch verstehen kann, aber nicht von Wissenschaftlern, die gerade die Konfrontation suchen müssten, um die Skeptiker zu widerlegen. Dass die Argumente eben nicht die Diskussion anregen, sondern eine Gefahr darstellen, liest man hier:

Die „unverhältensmäßige Sichtbarkeit skeptischer Argumentation und ihrer Akteure in den Medien verdrehe die tatsächliche Verteilung von Expertenmeinungen“ zu den Ursachen des Klimawandels.

Die hohe Aufmerksamkeit für die Positionen von Klimakrisen-Skeptikern untergrabe die Autorität von Klimawissenschaftlern und „verstärkt den Trend, daß Klimakrisen-Leugner den öffentlichen Diskurs anführen.“ Facebook und Twitter seien mit schuld daran.

Das wäre so, als würden sie behaupten, die Wahrheit, dass die Erde eine Kugel ist, könnte dadurch ins Wanken geraten, weil auf Twitter und Facebook die Flache-Erde-Anhänger den Diskurs bestimmen. Es würden sich sicher Sponsoren finden, seinen solchen Querkopf in eine Umlaufbahn zu bringen, damit er sich selbst überzeugen und den anderen berichten kann. Wenn nicht, wäre es trotzdem seltsam, wenn Geologen behaupten würden, die Flache-Erde-Anhänger würden ihre wissenschaftliche Autorität untergraben.

Dass die Klimawissenschaftler nur immer auftreten, wenn sie verkünden, dass alles noch viel, viel schlimmer wird, führt dazu, dass auch die Anhänger nicht mal Halbwissen über das Klima besitzen. So kommt es dann zu Leserbriefen in der gleichen Ausgabe, wo es als Antwort auf die Skeptiker heißt: (aus der Erinnerung zitiert)

…mit Ihren tollen Kenntnissen, beweisen Sie doch mal zweifelsfrei, dass das Klima nicht vom Menschen beeinflusst ist.

Keiner der echten Klimawissenschaftler bezweifelt das, doch man ist sich einig, dass er -abgesehen vom Kleinklima durch Bebauung usw- schwindend gering ist, wenn man die Temperaturausschläge und CO2-Konzentrationen in der Verangenheit betrachtet (bis 7. runtersctawlen) und dazu die Klimasensitivität von CO2, die inzwischen auch vom IPCC nicht mehr höher als 1°-1,5° geschätzt wird. Die Klimawandelanhänger müssen wirklich schwach mit Wissen ausgestattet sein, wenn wie oben eine Beweisumkehr gefordert wird, dass also die Skeptiker in der Bringschuld und nicht die Klimaalarmisten belegen müssen, wo die ganzen bekannten natürlichen Faktoren in ihren Berechnungen geblieben sind.

Für die Klimaideologen und die gebrieften Klimawissenschaftler ist es wichtig, dass der Klimakult am Laufen bleibt. Jeder der halbwegs geradeausdenken kann, hat sich von der angeblichen Klimapokalypse längst verabschiedet, weshalb die naiven und fanatischen Gläubigen noch ihr einziges Pfund sind. Würde auch ihnen bewusst, dass Greta, FFF und die apokalyptischen Szenarien, die uns die Medien täglich verkünden, nur eine große PR sind, um einen Öko-Sozialismus durchzusetzen und noch mehr Geld von unten nach oben zu verteilen, dann würden die schnell vom Glauben abfallen. Für die einfach gestrickten würde schon reichen, wenn Greta oder einer der Grünen ihre Anhänger als nützliche Idioten bezeichnen würde. Es reicht offensichtlich noch nicht, wenn sie für jeden sichtbar, Wasser predigen und Wein saufen, ins besondere die grünen Vielflieger.

Vielleicht hat Pfarrer Scherr mit seinem Götzenvergleich auch unter seinen Kollegen etwas bewegt, denn es dürfte für keinen von ihnen ein Problem sein, möglichst nahe am Wort Jesu zu predigen, und es gibt auch gewöhnlichen Christen gute Möglichkeiten gegen den Klimakult in den Kirchen zu argumentieren.

Es ändert aber nichts daran, dass der Kopf der Amtskirche inzwischen aus rot-grünem Schleim besteht.

 

3 Gedanken zu “Christlicher Gegenwind für den Klimakult.

  1. Logos rising

    Jetzt ist ja Numerologie als okkulter Kappes im Grunde unkatholisch, dennoch mag ich hervorheben: FFF, in einem Land in welchem HH 88 ist, is 666.

    Ich hätte da zuerst auch eher in Hexadezimal auf 48 geschlossen.

    Liken

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.