Wieviel Wissenschaft verbreitet der Wissenschaftliche Dienst?

Niemand hat je verlangt, dass Volksvertreter hochintelligent sein und jedes Wissen parat haben müssen. Sogar, wenn das gewünschte Wissen ohnehin auf allen Kanälen ins Volk gepresst wird, so kann ich mir schwer vorstellen, dass Politiker ausschließlich auf Meldungen ihrer Leitmedien zurückgreifen, wenn es um harte Themen geht, wo man richtig Schaden anrichten kann, würde man sich auf deren Wissen verlassen. Obwohl ein Herr Hofreiter im Plenum bei einer Frage durch einen Abgeordneten schon mal auf die SZ verwiesen hat. Im Falle der eigenmächtigen Mietpreisbremse in Berlin und der CO2-Steuer wurde auf den sogenannten Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages verwiesen, der meinte, beides wäre rechtlich nicht möglich. Nun leben ja Politiker und Bürger in Deutschland gefüttert von den Einheitsmedien weitgehend in der gleichen Blase, dass nur einer Minderheit auffällt, wenn Buschit erzählt wird. Der Einfachheit halber wird Kritikern nicht mit Argumenten begegnet, sondern werden als Rechtsextremisten abgebügelt.

Nachdem nun vor einigen Wochen die Brände in Sibirien gehypt wurden, sind es nun die Brände im Amazonas. Damals brauchte ich etwa 10 Minuten, um festzustellen, dass die brennende Fläche irgendwo um 2% liegt und dies jährlich wiederkehrt. Gleiches nun im Amazonas, wo man dann in kürzester Zeit im Internet LInks zur NASA fand, wo diese Brände als sogar leicht unterdurchschnittlich bewertet wurden. Trotzdem hieß es in der ZEIT:

Regierungssprecher Steffen Seibert sagte: Wenn die sieben großen Industrienationen zusammenkommen, gehöre auch nach Überzeugung der Bundeskanzlerin „diese akute Notlage des Amazonasregenwalds auf die Tagesordnung“. Da habe der französische Präsident die Bundeskanzlerin ganz an seiner Seite. Das Ausmaß der Brände nannte Seibert „erschreckend und bedrohlich“, nicht nur für Brasilien, sondern für die ganze Welt. Der Amazonasregenwald sei im globalen Klimasystem von herausragender Bedeutung.

Völlig überdrehter Humbug. Nun muss man als Minister und Abgeordneter nicht alles wissen, weshalb es den Wissenschaftlichen Dienst im Bundestag gibt, wo entsprechende Fragen beantwortet werden. Sie sagen, dass sie sich an dem aktuellen Wissensstand orientieren und neutral sein müssen. Jedem Ausschuss ist eine Abteilung zugeordnet und in den meisten Fällen geht es um rechtliche Fragen. Es werden im Jahr etwa 4300 Anfragen gestellt und die Hälfte davon sofort beantwortet, indem man Archive und Datenbanken durchforstet.

Nachdem ich gelesen habe, dass der Leiter ein Journalist und Theologe ist, hatte ich schon eine bestimmte Vermutung.

Ich habe mir eine der schriftlichen Dokumentationen auf eine Anfrage herausgegriffen: Folgen des Klimawandels für die Landwirtschaft in Deutschland.

Es werden die positiven Aspekte wie verlängerte Vegetationszonen und stärkeres Pflanzenwachstum nicht verschwiegen, doch natürlich sind die drohenden Wetterextreme wie Dürren und Starkregen ganz kritisch. Spätestens bei den Auswirkungen des Klimawandels auf Nutztiere wird man hellhörig, weil dort heißt es:

„In der Tierproduktion können höhere Sommertemperaturen die Nahrungsaufnahme und die Produktivität verringern und dadurch deutliche Produktionseinbußen verursachen. Auch für Einschleppung und Ausbreitung neuer, durch tierische Vektoren verbreitete Krankheiten (z.B. der Blauzungenkrankheit bei Wiederkäuern) hat der Klimawandel eine wichtige Bedeutung. Eingeschleppte Insekten können zu neuen Überträgern werden. (…) Prof. Weigel (2012) sieht aufgrund einer erhöhten Wärmebelastung der Nutztiere Folgen für die hiesige Veredelungswirtschaft, die sich in Form einer geringeren Lebendmassezunahme bei Masttieren, einer verminderten Milchleistung sowie -qualität bei Milchkühen und zu einer verminderten Milchleistung bei Schafen, Ziegen und Wasserbüffeln äußern würde.

Ja, für den Abgeordneten, der die Haltung von Kühen, Schweinen, Hühnern usw. nur aus Bilderbüchern oder vom Hörensagen kennt, klingt alles plausibel und bedrohlich. Wann haben sie zum letzten Mal Rinder auf einer Weide stehen sehen? Dass die Ställe klimatisiert sind und Freilandtiere immer die Möglichkeit haben, sich unter einer Baumgruppe oder mobilen Offenställen in den Schatten stellen können, wird natürlich verschwiegen. Die Blauzungenkrankheit heilt fast immer von selbst ab, man sollte das Tier aber nicht in die Sonne stellen. Was für ein Witz, hier von der Gefahr verminderter Milchleistung von Kühen durch den Klimawandel zu faseln. Warum die das trotzdem erzählen, liegt auf der Hand, wenn man sich die Quellen anschaut, denn da wird die angebliche Neutralität konterkariert. Zum einen ist da www.klimawandel-und-klimaschutz.de, die direkt in Landwirtschaftsministerium führt und auf der Startseite sofort zum Sonderbericht des Weltklimarates (IPCC) und zum United Nations Framework Convention on Climate Change – Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen weiterverlinkt. Dann ist da noch ein SPIEGEL-Artikel, das ktbl, eine Plattform, die u.a. mit Büchern über nachhaltige Landwirtschaft ihr Geld verdient und, oh Wunder, von einem Verein betrieben wird, der vom Landwirtschaftsministerium institutionell gefördert wird. Dann das kliff, das Klimainstitut für Klimafolgeforschung in Niedersachsen, und das www.klima-warnsignale.uni-hamburg. Die haben unzählige Artikel zu Wetterextremen, dort heißt es unter

Tropische Wirbelstürme unter besonderer Berücksichtigung von Hurrikanen: 

(…)Trends in Häufigkeit und Intensität von tropischen Zyklonen sind schwer zu bestimmen, da die Datengrundlage inkonsistent oder der Beobachtungszeitraum nicht lang genug ist. Einflüsse des Klimawandels lassen sich daher nicht zweifelsfrei nachweisen. Klimasimulationen für die Zukunft ergeben jedoch eine erhöhte Wahrscheinlichkeit schwerer Stürme mit stärkeren Niederschlägen.

Ja, das stimmt sogar und, wenn die Klimasimulationen das sagen, dann muss es ja stimmen. Es wundert mich nicht, dass sie Hurrikane gleich ganz weggelassen haben oder Springfluten an der Nordsee , denn so würde sich sofort zeigen, wie weit die „Klimasimulationen“ jetzt schon danebenliegen.

Als Quelle wird auch www.landwirtschaft.de genannt, hinter dem die Umsetzungsbehörde des Landwirtschaftsministeriums steckt und das Climate-Service-Center, das Produkte vertreibt, die der Weltklimarat herausgibt und an eines der Helmholtz-Zentren angegliedert ist, die zu 90% vom Bund und 10% vom Land gefördert sind.

Die Landwirtschaftskammern werden auch genannt und am Ende aller ihrer vorgestellten Maßnahmen, steht dann:

Maßgeblich entscheidende Kriterien zur Maßnahmenumsetzung und -bewertung sind, neben den Maßstäben der Agrarforschung und angewandten Pflanzenbauwissenschaften, die politischen und vor allem die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.(!)

Und hier schließt sich der Kreis, denn die Frage war, ob die Abgeordneten durch die Informationen des wissenschaftlichen Dienstes schlauer sind als zuvor und neutral informiert sind. Zum einen sind zum Erstellen eines solchen Dokuments vier Wochen. Umgerechnet auf 65 Mitarbeiter ergeben sich für jeden weniger als 3 schriftliche und die gleiche Anzahl an Anfragen, die sofort erledigt werden. Zum anderen werden ausschließlich Quellen verwendet, hinter denen Leute stehen, die in diesem Fall auf Gedeih und Verderb auf den propagierten Klimawandel angewiesen sind, weil sie nämlich sonst auf der Straße stehen würden, oder mit einer gewöhnlichen Hitzewelle ihren finanziellen Reibach machen wollen. Schön zu sehen bei Klima-Warnsignale-Uni-Hamburg, die nicht nur die naheliegenste Statistik zu Hurrikane unterschlagen, sondern auch, die Gesamthistorie von CO2 und Temperatur. Man beginnt da, wo es passt.

Der WSD könnte auch vollkommen mit Laien besetzt sein, um zumindest so ein Pamphlet zu erstellen, besonders, wenn man auf eine eigene Datenbank zurückgreifen kann, aus der dann wiederum zitiert wird. Auch dieses Dokument wird ins Archiv wandern.

Man soll aber nicht gleich den Stab über diese Einrichtung brechen, denn es gibt auch schriftliche Antworten, deren Inhalt einfach ignoriert wird, wie ein dem Fall, wo es um die Vergabe von Fördermittel zur Bekämpfung von Rechtsextremismus geht (lesenswert). Dort heißt es zum Beispiel:

(…)Würde hingegen das Ziel verfolgt, die Meinungskundgabe selbst zu stören, sei es in Gestalt physischer oder akustischer Behinderungen durch Gegendemonstrationen oder auf andere Weise, läge in der staatlichen Förderung solcher Aktionen ein mittelbarer Grundrechtseingriff. In diesem Fall wäre nicht nur eine staatliche Förderung unzulässig. (…)

Ach, was. Laufen in den ganzen breiten, bunten Bündnissen, die immer aufmarschieren, wenn sich jemand mit Kritik an Merkel aus der Deckung wagen, nicht genau diese geförderten Gruppen mit? Juckt es einen der Abgeordneten, wenn deren Demonstrationsrecht durch Schikane, Blockaden, Störung durch Trillerpfeifen und Megaphonen und das Erschweren des Zugangs für Interessierte massiv eingeschränkt wird? Nicht die Bohne. Überall feiern die Abgeordneten diesen Rechtsbruch als Sieg der Demokratie.

Das letzte Beispiel ist aus dem Jahr 2010, welche Maßnahmen verschiedene Europäische Länder ergreifen, um Verbrennungsmotoren abzuschaffen. Da wird fein säuberlich das Datum aufgeführt und wie viel Ladestationen man schon hätte, doch vor 10 Jahren hat es weder die Macher noch die Abgeordneten interessiert, woher der Strom kommen soll. Es heißt nur an einer Stelle, dass man bei uns 1 Million Elektroautos betanken könnte, ohne zusätzliche Kapazitäten zu brauchen. Toll denkt sich der politische Laie im Bundestag. Dass dann der Rest Deutschlands die Lichter ausmachen muss und dass es schon damals 2010 völlig außerhalb jeder physikalischen und technischen Möglichkeit war nur geringfügig mehr Fahrzeuge auf die Straße zu bringen, hat niemanden interessiert oder ist gar nicht aufgefallen. Ganz im Gegenteil hat man kurz darauf beschlossen, aus der Atomkraft auszusteigen und hat jetzt noch den Kohleausstieg nachgeschoben.

Am Ende bleiben mehr Fragen als Antworten:

  1. Sind viele Politiker wirklich so hohl, dass sie alles fressen müssen, was ihnen Medien und WSD vorsetzen, und sich nie ihr Verstand meldet, dass da was nicht stimmen kann?
  2. Sind Politiker schlau und haben kein Problem Humbug zu erzählen, weil sie sich einfach „wissenschaftlich“ absichern lassen und möglichst ihren Posten behalten wollen?
  3. Werden beim WSD wirklich Wissenschaftler beschäftigt oder auch politische Freunde abgestellt, denen es reicht für Geld ein paar politisch genehme Artikel zusammen zu kopieren?
  4. Kann es sein, dass durch die Besetzung von Ministerien und selbstgeschaffenen Instituten und Universitäten mit linken Ideologen ohne Sachverstand zusammen mit den links-grünen Medien eine riesige Blase entstanden ist, in der nur beschränktes Wissen und ideologische Träumereien ausgetauscht werden und dies als Stand des Wissens gehalten wird?

Keine Ahnung. Sicher ist, dass die Wahrheit für die immer gefährlicher wird, die ihr Auskommen haben in dem Klimatralala, der Energiewende und dem Kampf gegen Rechts. Und je mehr es werden, desto rigoroser geht man gegen die Kritiker und unabhängigen Wissenschaftler vor.

Ich denke aber, dass es auch genügend einfachgestrickte Leute vom Schlag Annalena Bearbocks gibt, die den ganzen Humbug wirklich glauben, den sie verzapfen.

 

7 Gedanken zu “Wieviel Wissenschaft verbreitet der Wissenschaftliche Dienst?

  1. Mal so am Rande, ich denke auch, dass der Humbug so weit geht, liegt daran, dass unser Schulsystem zu viel auswendig lernen belohnt. Da sind Leute stolz wie bolle, wenn sie sich Blauzungenkrankheit und Geschiss überhaupt merken können, auch wenn sie keinen Plan haben.

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    1. Und hängenbleiben tut, dass Blauzungenkrankheit ganz gefährlich sein muss, weil es gefährlich klingt. Deshalb ist ja die Klimaerwärmung immer schlimmer geworden, weil es jetzt Klimakatastrophe heißt. Land der Doofis.

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  2. Ich denke der WSD funktioniert so aehnlich wie die Wikipedia. Man darf nur aus „serioesen“ Presseerzeugnissen zitieren, und das ist dann die Wahrheit, Punkt, fertig, aus. Egal, ob die relotieren wie bloede. Der WSD zitiert dann so „wissenschaftliche“ Erkenntnisse, wie sie von Genderprofessixen, Mathe verabscheuenden Klimawissenschftlern usw. verbreitet werden und demnaechst auch aus Hogwarths Zauberfibel…

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  3. Jetzt brennt das Narrenschiff total durch. Da liest man auf ZEIT:
    Artikel 1) Die Waldbrände sind Bolsonaros schuld und auch die Folge von Jahrzehnten Bösartigkeit gegen die Natur von den Brasilianern.
    Artikel 2) Satelliten zeigen täglich neue Brände über GANZ Lateinamerika und die JÄHRLICHE Waldbranntsaison fängt erst an.

    Wer einen IQ über 80 hat, versteht die ZEIT nicht. Unfassbar.

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