Klima-Schizophrenie? Ganz im Gegenteil.

Früher kamen die Kinder irgendwann, sobald sie einigermaßen reden konnten, ins Fragealter. Warum wäre dies oder das so. Und aus jedem, weil das so oder so wäre, folgte zwangsläufig das nächste warum. Warum, warum, warum? Und die Eltern antworteten geduldig, weil, weil, weil, bis es hieß, weil der liebe Gott es so gemacht hätte. Letztere Begründung fällt ja inzwischen meistens aus, doch das ist nicht der Grund, warum sich kaum eine Elternzeitschrift mehr damit beschäftigt und auch nicht, dass viele Kinder heute kaum mehr in der Lage sind, überhaupt eine angemessene Frage zu formulieren.

Eltern wussten früher auch nicht auf alles eine erschöpfende Antwort und dafür gab es dann die Sendung mit der Maus. Warum brennt ein Streichholz, warum fliegt ein Flugzeug, wie schwer ist Luft. Dann konnten die Sprösslinge am Küchentisch damit glänzen. Heute hockt man die Kinder noch bevor sie das erste Wort sagen können vor die Kiste vor das Kika-Propagandafernsehen und da reden sie nicht über so Banalitäten wie Streichhölzer oder Flugzeuge, sondern gleich um das komplexe große Ganze. Migration, Gender und Klimawandel. Sobald sie dem Gehfrei entwachsen sind, können sie mit diesem „Vorwissen“ als Kinder-Aktivist auf die Straße gehen und nicht nur die Eltern, sondern gleich die ganze Welt belehren wie es zu laufen hat. Wenn die Kinder von den Eltern dazu noch für zukünftige Nobelpreisträger gehalten werden, sobald sie Kohlendioxid buchstabieren können, ihnen alles hinterhertragen und jeden Wunsch erfüllen, dann sind dem Größenwahn und dem Narzissmus keine Grenzen gesetzt.

Und auf diesen Humus fällt jetzt der ein Artikel von Margarete van Ackerens im focus:

Volksleiden Klima-Schizophrenie: Bürger müssen zeigen, was ihnen der Planet wert ist.

Ja, da hat man die Bürger, die man als Kinder indoktriniert und vollverblödet hat, jahrelang mit Weltuntergangsszenarien in Panik versetzt und jetzt stellt die Autorin fest, dass sie sich weigern für die Weltenrettung Verzicht zu üben

In Umweltfragen aber zeigt sich oft eine gehörige Portion Schizophrenie: „Öko“ ja, Opfer nein. Das wird hart.

Ja, wird hart, ist aber nicht schizophren. Ganz im Gegenteil. Die Eltern haben alle Unannehmlichkeiten für ihr Kind aus dem Weg geräumt, sie wie kleine Prinzen behandelt und man hat ihnen das Abitur und Uniabschluss fürs Namentanzen und Haltungzeigen hinterhergeworfen. Kein Wunder, dass vor allem die nicht auf die ganzen Annehmlichkeiten verzichten wollen wie täglich heiß baden, Handyempfang in jedem Winkel und den Wochenendtripp mit dem Billigflieger. Die sind auch nicht schizophren – ganz im Gegenteil -, denn von Geburt an haben sie erlebt, dass sie selbst der Mittelpunkt der Welt sind, die sich gefälligst nach ihren Maßstäben richtet. Weil sie hohl wie Brot sind, kann man sie wenigstens über die Emotionen kriegen.

Greta hat ihre Regieanweisung schon vor einigen Monaten hinterlegt. „Ich will, dass ihr handelt, als würde euer Haus brennen.“ Das müsste klappen in Deutschland, oder? Die schwedische Aktivistin hat mit ihrer „Fridays-for-Future“-Bewegung in die Köpfe gebracht, dass es so nicht weitergehen kann. Knapp Zweidrittel der Menschen in Deutschland sagen, dass sie sich wegen des Klimawandels große Sorgen machen. Das Bewusstsein also ist geschärft. Nur ist völlig offen, wie die Bürger reagieren, wenn es beim Löschen des brennenden Hauses zum Einsatz größerer Wassermengen kommt.

Genau auf diesen Prozess bereitet sich die Bundesregierung gerade vor. Die Koalitionäre reden dabei allerdings mehr von der großen Rettungsaktion als vom Kollateralschaden. Ob den Bürgerinnen und Bürgern klar ist, dass das keine gemütliche Sache wird und dass am Ende vor allem sie liefern müssen?

Was da brennt und was nicht so weitergehen kann, braucht die Margarete dann auch nicht genauer ausführen. Zunahme von Wetterextremen? Davon hat sie der IPCC schon verabschiedet. Schmelzende Polkappen? Haben es sich anders überlegt. Sterbende Eisbären? Ganz im Gegenteil. Sogar dem Witzbold Rahmsdorf vom PIK fällt nicht mehr mehr ein als steigender Meeresspiegel in ein bis zweitausend Jahren ein, sowie sterbende Korallenriffe und, dass Prognosen schwierig wären, wenn sie die Zukunft betreffen. Irgendwie scheinen inzwischen die Bedrohungen abhanden zu kommen. Ist aber völlig egal, denn es reicht, wenn man in Dauerschleife wiederholt, dass der Klimawandel furchtbar schlimm würde und in 10 Jahren die Welt untergeht, wenn wir nichts dagegen tun.

Gut, dass man sich darauf verlassen kann, dass die Leser nur das „wissen“, was ihnen SPIEGEL und ÖR-Medien in die Hirne gedrückt haben, dann kann man die Atomkraft verteufeln, und die Windkraft als das einzig Seligmachende hypen. Dass Deutschland das Klima auch nicht beeinflussen würde, würde es von heute auf morgen samt Bewohner von der Landkarte verschwinden, braucht keinerlei Rolle zu spielen. Trotzdem bereitet die Margerete die Bürger darauf vor, dass sie noch höhere Strom- und Spritpreise bezahlen müssten, Flugreisen teurer werden und man auch mit Windkraftanlagen im eigenen Garten Vorlieb nehmen müssen werden. Witzigerweise kommt dann im Text folgende Anzeige:

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Was´n Zufall. Die Verkaufszahlen allein reichen wohl nicht mehr alle Schreiberlinge durchzufüttern.

Wenn Deutschland am 20. September die Weichen stellt für einen realistischen Fahrplan, um die Klimaziele 2030 zu erreichen, dann sind Merkel & Co dem Bürger wieder ganz dicht auf den Fersen. Die Klimawende ist ja ausdrücklich erwünscht. Die Gefahr jedoch ist groß, dass genau in dem Moment, in dem die Bundesregierung die Details ihrer Strategie erklärt, schon erste Bürger-Heerscharen von der Stange gehen.

Nein, es ist überhaupt nicht schizophren, dass keiner für ominöse Klimaziele auf Billigflüge und SUV verzichten will. Die meisten eingefleischten Öko-Anhänger sind genauso erzogen worden. Man hat ihnen alle Annehmlichkeiten hinten reingesteckt, dass sie meinten, das alles wären irgendwelche Naturerscheinungen und, wenn sie zu blöd waren fürs Gymnasium, dann wurde ihnen eingeredet, sie wären spezialbegabt und ihnen würde etwas vorenthalten. Solch kleine Narzissten müssen gar nichts. Auch nicht zeigen, was ihnen der Planet wert ist. Für die ist es Mangels Intellekt nämlich möglich, dass man jedem ein E-Auto schenkt, jeder -außer man selbst- sein Gemüse selbst anbaut und Windräder in fremden Gärten unseren Strombedarf zu 100% decken können. Und, wenn es nicht funktioniert, dann liegt es an den bösen Elektrokonzernen und am System. Wissen sie noch vom Kinderkanal.

Schizophren wäre eigentlich etwas anderes. Die gleichen Dödel kennen sämtliche alternativen Heilmethoden, Schadstoffgrenzwerte im Essen auf die vierte Nachkommastelle, den cW-Wert ihres SUVs, googeln das Weinbaugebiet ihres Rotweins, kennen das Schulrecht besser als die Lehrer, wenn es darum geht, ihren faulen Balg in die nächsthöhere Klasse zu hieven, und suchen im Netz, wo es gerade die billigsten Biotomaten gibt.

Haben aber gleichzeitig keinen Schimmer wie hoch der CO2-Anteil in der Luft ist, haben sich nie die Frage gestellt, warum es zur Römerzeit so warm war, dass man in Schottland Wein anbauen konnte, obwohl die keine Kohlekraftwerke hatten, und halten Klimasensitivität für Wetterfühligkeit.

Schizophren wäre es, wenn sich diese Generation, auch für Dinge interessieren würden, die außerhalb ihrer persönlichen Selbstoptimierung und der Optimierung ihres eigenen Wohlfühlbereiches liegen. Denn dann hätten sie soviel Ahnung von Physik, Chemie und klimatischen Zusammenhängen, dass sie den ganzen Klimaalarmisten längst den Stinkefinger gezeigt hätten. Wer nichts weiß, muss alles glauben.  Und so müssen sie die staatlichen Knebelmaßnahmen zur Verhinderung des angeblich menschengemachten Klimawandels hinnehmen wie ein notwendiges Übel zur Weltenrettung. Und die Margarete bereitet sie schon mal darauf vor.

Haben Sie schon mal gesehen, wenn man so verzogenen narzisstischen Bälgern für eine halbe Stunde ihr Computerspiel wegnimmt? Mit geballten Fäusten, plärrend und mit Tränen in den Augen stampfen sie auf den Boden und demolieren aus Frust alles was ihnen in die Quere kommt. Ja, da kann man sich schon auf die ersten Stromausfälle freuen. Oder, wenn man bei Regen mit dem Fahrrad in die Schule muss, weil der SUV nicht in die Umweltzone darf, der Mallorca-Tripp nicht mehr mit dem Taschengeld zu bezahlen ist oder man nicht in die Disco kommt, weil das E-Auto noch fünf Stunden zum Laden braucht., da sehen wir dann lauter hochrote Köpfe wie den „Schwoeschell“ (Schwellschädel) vom Hofreiter, wenn er sich richtig ärgert.

Wenn erst der Sturm der Narzissten losbricht – am besten kombiniert mit einer fetten Rezession- , dann dürften die Wähler aus der zerbröselnden Gutmenschen-Mittelschicht die GRÜNEN und die grüngefärbten Allparteien in den Keller schicken. Für das eigene Wohlfühlen würden die dann nämlich auch rechtsradikal wählen, schließlich haben sie aus demselben Grund bisher grün gewählt.

4 Gedanken zu “Klima-Schizophrenie? Ganz im Gegenteil.

  1. […]Wer nichts weiß, muss alles glauben. […]
    Dieses gefluegelte Wort muss man inzwischen umdrehen. Wer alles glaubt, muss nichts wissen. Deshalb werden die Windeltraeger schon mit Propaganda zugeballert, damit sie zu schoen treudoof Glaeubigen werden.

    „Money for nothin‘ get your chicks for free“. Der Kult-Song von Dire Straits ist das Motto nach dem die waehlen werden – forever.

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