Maternalismus: Zerstörung der Basis.

Hier findet sich ein äußerst lesenswerter Artikel über den zunehmenden Maternalismus und dessen Auswirkungen auf die Politik, Gesellschaft und die permanente Moralisierung öffentlicher Debatten. Dort heißt es:

Eine Facette dieser Ideologie ist die permanente Moralisierung öffentlicher Debatten. Frauen neigen deshalb zu einer stärkeren Moralisierung von Konflikten, weil sie Konflikte nicht als Austragungsort von Stärke, sondern von Loyalität verstehen. Kommunikation dient der ständigen Aufrechterhaltung von Loyalität. Damit werden die Handlungsmuster gesteuert. Wer nicht mehr als loyal erlebt wird, wird verbannt. (…) Worte sind nicht ihrem Inhalt gemäß geordnet, sondern dienen der Funktion zur Gruppenintegration oder der Exklusion. Die meiste Zeit über reden Frauen in Sprechakten, nicht in inhaltlich gehaltvoller Sprache. Die Exklusion, der Ausschluss aus der Gemeinschaft, erfolgt durch einen Empörungs-Sprechakt gegenüber dem Missetäter, der durch eine Enttäuschung der Loyalitätserwartungen begründet wird.

Ich meine, dass es am Harmoniebedürfnis von Frauen liegt, wenn man eine etwas spröde Mitarbeiterin gerne los werden möchte, weil sie die Harmonie stört, und lieber auf den Gewinn, den man durch deren Fähigkeiten hat, verzichtet. Durch den Ausschluss aus der Gemeinschaft gewinnt die Gemeinschaft ihre Harmonie zurück. Wir sind schon so weit, dass die Schneeflöckchen es nicht ertragen, wenn ihre Ideen sachlich kritisiert werden. Männer sehen da normalerweise keinen Grund zu jemanden loyal zu stehen und zu schweigen, wenn dessen Ideen oder Äußerungen sachlich zu kritisieren sind. Wenn man auf einer Baustelle eine Lösung für ein Problem braucht, dann macht jeder Vorschläge und es wird das verworfen, was vielleicht aus diesem und jenem Grund nicht funktionieren könnte, und das herausgefiltert, was man mit anderen Vorschlägen zur besten Lösung verbacken kann. Niemand käme auf die Idee, dass in dem Trupp die Harmonie gestört sein könnte, wenn man da auch mal um die beste Lösung streitet. Frauen ziehen es vor zu schweigen, wenn die beste Freundin mal einen wirklich unbrauchbaren Vorschlag macht, bzw. werden dann patzig, wenn man es trotzdem tut. So weiß ich es zumindest von meiner Frau.

Frauen wollen etwas erreichen, Männer etwas beweisen, heißt es. Die Maternalisierung zerstört auch das Prinzip von Gefälligkeiten von Männern untereinander und unserer gewachsenen Gesellschaft. Früher mehr als heute, hatte man immer jemanden zur Hand, wenn man jemanden für kleine Arbeiten oder Hilfen brauchte, für die man heute normalerweise einen Handwerker braucht. Die Gefälligkeit war eine unausgesprochene Vereinbarung, meist am Ende der Gefälligkeit: „Was kriegst Du denn?“, obwohl man wusste, dass die Antwort sein wird: „Nix. Da kommen wir schon zusammen.“ Worauf man dann meistens sagte: „Danke. Also, wenn´st mal was brauchst…“ Damit war kein Preis ausgehandelt, sondern man wusste nur, dass man jetzt in der Schuld steht. Es musste gar nicht passieren, dass man diese Schuld direkt einlöst, weil sich eben die Gelegenheit nicht ergab, sondern es reichte, wenn man bei anderen ebenfalls bereit war zu helfen und ebenfalls darauf beließ, nur den anderen in der Schuld stehen zu lassen. Alles spricht sich herum und so können auch Schmarotzer schnell erkannt werden. Es ergibt sich dann ein Netz gegenseitiger freundschaftlicher Verpflichtungen, wo man die Freundschaft nicht permanent beweisen muss, bis man dann mal Hilfe braucht. Die Jungen müssen da natürlich hineinwachsen. Da fragt man dann den Vater, ob der Sohn -der vielleicht grad Elektriker lernt- dieses oder jenes für einen machen könnte. Geht natürlich, ohne den zu fragen. Zu dem kann man dann, wenn er vor Ort ist auch zum Spaß sagen: „Sag´s fei dei´m Vatter, wenn´st dös ned gscheit mochst!“ Dem bezahlt man natürlich soviel wie man meint, dass es wert ist, weil der traut sich ja nichts zu sagen. Und, wenn dann der Vater mal fragt, ob der für seinen Sohn mal diese oder jenes machen könnte, dann wird der natürlich nichts verlangen -vor allem, wenn er was kann- um ihn in diese freiwillige Verpflichtung zu holen. Männer wollen natürlich ihre Arbeit gut machen, damit man beweisen kann, dass man es kann. Wenn es auch für Leute ist, die man für nix gebrauchen kann, sofern es nicht überhand nimmt. Da sagt man dann: „Zahlst halt mal a Halbe!“

Frauen sind da anders und das habe ich wirklich miterlebt, vor allem, wenn sie unter sich sind. Wenn jemand einen Kuchen in die Arbeit mitbringt oder etwas besorgt, wohin die anderen keine Möglichkeit haben, dann wollen sie sich loyal zu ihrer Gemeinschaft zeigen. Doch es wird erwartet, dass andere auch zeitnah ihre Loyalität von sich aus zeigen. Ohne diesen dauernden Beweis untereinander wäre die Harmonie gestört. Frauen reagieren da schon sensibel, wenn sich jemand einige Zeit nicht meldet oder nicht gleich die neusten Neuigkeiten mitteilt. Ich kann mich nicht erinnern, dass Männer einfach so zum Spaß angerufen werden wollen. Man tut es dann unter dem Vorwand, ob er vielleicht diese oder jenes wüsste und da hätte er gerade an ihn gedacht.

Diese Netzwerke, die heute auf Youtube angepriesen werden, wenn es darum geht eine Krise zu überstehen, gab es immer. Sie gibt es leider schon deshalb immer weniger, weil wenige etwas können, was jemand direkt für das Überleben brauchen könnte. Die ganzen Dienstleister und Verwaltungsleute kann man schon wegrechnen und nur wenige haben oder können etwas zusätzlich privat in dieser Richtung. Man ist schon froh, wenn man jemanden kennt, der einen kennt. Früher ging man wenigstens zum Nachbarn, wenn man am Sonntag keine Brühwürfel zu Hause hatte, jetzt fährt man zur 24-Stunden-Tankstelle.

Heute propagiert man, dass Frauen im Grunde alles können, um, wenn es darauf ankommt, doch wieder einen Mann brauchen. Früher übernahm deren Mann dann die gegenseitige unausgesprochene Verpflichtung, auch, wenn es den meisten genügte, vor einer Frau zu beweisen, dass man was kann. Heute sind dann deren Männer auch zu nichts Hilfreichem zu gebrauchen oder belassen es dabei, ihre „Loyalität“ zu zeigen. Dieses Verhalten dürfte an den Unis schon angekommen sein. Denn Väter finden es schon länger als undankbar, wenn die eigenen Kinder zwar dauernd etwas brauchen, man ihnen selbst aber nichts auftragen kann, ohne gutes Zureden oder einer sofortigen Gegenleistung. Den Müttern reicht es, wenn die Kinder loyal zu ihnen stehen. Die Väter nehmen das so hin, schließlich sind es ihre Kinder, oder sie üben Druck aus. Dabei könnten die Kinder hier schon das Netz freundschaftlicher Verpflichtungen kennenlernen.

Der Maternalismus ist auch wirtschaftlich schädlich, vor allem, weil Frauen nicht nur das eigene Umfeld zur Harmonie zwingen wollen, sondern gleich einen ganzen Staat. Keinen Geschäftsmann hat es früher gejuckt, ob der Kunde ein Depp war oder extreme Ansichten hatte, solange er im normalen Umgang „kompatibel“ war und zuverlässig gezahlt hat. Das galt vor allem für Wirtsleute. Heute müssen Wirtshäuser Haltung zeigen, wenn solche Leute bei ihnen zu Gast sind, die die Harmonie der Gemeinschaft stören. Wenn dann die ach so tolerante Bündnisse wie #miteinander nicht tolerieren, dass bei ihren Demonstrationen Deutschlandfahnen mitlaufen, dann sieht man, dass sie für die Harmonie sogar die eigenen Werte verraten werden. Weiberkram, den auch die Männer inhaliert haben.

Die zunehmende Vereinzelung trägt dazu bei, dass der Zusammenhalt nicht mehr durch gegenseitige unausgesprochene Verpflichtungen garantiert wird, sondern durch den Beweis gegenseitiger Loyalität. Haltung zeigen sozusagen. Schön zu sehen an Helene Fischer, die dadurch suspekt wurde, dass sie zu lange Zeit nicht Haltung gegen die rechten Störenfriede gezeigt hat. Schein- bzw. Zwangsloyalität wird durch Löschungen im Netz, Political Correctness und Ausschluss der Harmoniestörer aus der Gemeinschaft bewerkstelligt.

Der Staat ist nicht mehr dem Bürger verpflichtet und dieser ihm, sondern er sorgt nur noch für das feminine, harmonische Miteinander; inzwischen mit weich-totalitären Maßnahmen. Die Gewerkschaften haben Selbstständige und Arbeitgeber zum Feind und Ausbeuter deklariert. Früher machte man Überstunden als gegenseitige Verpflichtung. Heute ist das System so verschachtelt, dass man den eigenen Chef nicht mehr kennt, man als Arbeiter nur mehr eine Nummer ist, die man gewissenlos ausbeuten kann. Und diese Bild schwappt auf die Betriebe über, die diese gegenseitige Verpflichtung noch ernst nehmen, weil es auf Umwegen auch die Loyalität und die Motivation steigert.

Am Ende muss man sagen, dass diese oben beschriebene männliche Kultur die Kultur der westlichen Welt war. Und diese wird durch den Maternalismus zerstört, von Frauen, die von dieser effektiven Nutzung von menschlichen Ressourcen profitiert haben. Heute will man diese Kultur aushebeln, indem man neben der gewaltsamen Herstellung der Harmonie in der Weltgemeinschaft, diese auch noch mit dem harmonischen Leben mit der Natur verbinden will. Natürlich auch wieder durch Zwang und Verbote.

Unser solidarisches System bestand nicht nur dadurch, dass Gelder z.B. über die Sozialversicherungen umverteilt wurden, sondern auch dadurch, dass die freundschaftliche Verpflichtung auch von den Nachkommen übernommen wurde. Arme, alte Leute, die in diesem Sinne gute Bekannte des eigenen Vaters waren, konnten dann auch bei den Söhnen nachfragen, ohne, dass sie die Schuld einlösen konnten. Familie, Sippe, Stamm, Nation. Es funktionierte fast bis ganz nach oben. Heute muss immer mehr Geld über Steuern eingesammelt werden, um diese unsichtbaren Ressourcen zu bezahlen. Dass man diese gegenseitigen unausgesprochenen Verpflichtungen einfach übergeht und die erwirtschafteten Güter einfach an Kulturfremde verschenkt, in der Annahme, alle würden dann produktiv und harmonisch zusammenleben, wenn man sie mit Geld zuscheißt, stößt den Bürgern so sauer auf. Es ist nicht das Abgehängtsein oder sonst ein sozialwissenschaftlicher Humbug, was die Bürger umtreibt, sondern, dass man um die Ressourcen, die man freiwillig eingebracht hat, betrogen wird, nur, weil man mit Gewalt eine kunterbunte Harmonie zwischen Menschen und mit der Natur herstellen will. Auch klar denkende Frauen werden sagen: Alles Weiberkram.

 

 

 

 

 

6 Gedanken zu “Maternalismus: Zerstörung der Basis.

  1. Männerkram und Gewalt haben wir ja auch bereits durchexerziert. Bringt’s allerdings auch nicht. Weiberkram allein auch nicht. Logo! Der Artikel beschreibt einige Wahrheiten, wenn auch etwas gar simplifiziert. Ja, Frauen wollen vor allem Harmonie und Loyalität. Falls dies nicht machbar ist, grenzen sie aus und schweigen. Wenn alle obersten Politiker Frauen wären gäbe es wohl nur noch (beleidigtes) Schweigen; dafür eindeutig weniger Blutvergiessen. Irgend wann in ferner Zukunft wird sich das Ganze vermutlich einpendeln; und dann einem gesünderen gemischt-geschlechtlichen Verhalten Platz machen. Hoffentlich! Alles zu seiner Zeit und am richtigen Ort.

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    1. Nur, dass es weibliche Politik war und ist, aus Menschlichkeit gegenüber der ganzen Welt gewaltafine Männer ins Land zu lassen. Wären wir unter uns geblieben, bzw. hätten wir nur kompatible Kulturen hereingelassen, dann hätte es längerfristig etwas werden können mit einer harmonischeren Gesellschaft. Männer hätten die unschönen Bilder an der Grenze eher ertragen, damit sowas möglich geworden wäre.

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      1. Da bin ich mir eben nicht so sicher, ob es nur „Weiblichkeit“, resp. weibliche Dummheit war, oder andere Strippenzieher (NWO) dahinter stecken, resp. wie beim trojanischen Pferd sich hinter „Weiblichkeit“ verstecken. Die „Verdummung“ und der Irrsinn schreiten dermassen schnell voran, dass ich nicht mehr an Zufall glauben kann. An reine weibliche „Nächstenliebe“ eben auch nicht. Eher glaube ich, dass Weiblichkeit und Männlichkeit noch mehr auseinander dividiert werden sollen und bei Beiden das „Schlechteste“ zum Einsatz kommen soll. Wieder einmal.

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    2. Ich wage zu bezweifeln, dass es weniger Blutvergießen geben würde. Die ausführende Hand beim Blutvergießen ist zwar männlich, aber das Gegner-Verschwinden-Lassen hat kein Geschlecht. Klar ist auch, dass nicht bei jeder Frau der Sprechakt wichtiger ist als das, was gesagt wird, aber ganz von der Hand zu weisen ist es auch nicht. Viele Frauen sind so. Was mir auch auffällt, ist das Konflikte unter Frauen von Männern nicht verstanden werden. Jeder kennt das wohl. Eine Frau regt sich tierisch auf, weil eine andere etwas irrelevantes gesagt hat, und dann versucht sie es dem Ehemann, Bruder oder Bekannten zu erklären, warum das Gesagte jetzt super schlimm sei. Der rafft es nicht und sagt, sie soll es einfach ignorieren. Wie unsensibel. Männer haben halt keine Gefühle, sonst wüssten sie, dass die andere Frau ne doofe Nuss ist, wenn die schon SOWAS sagt…So amüsant das im Privaten ist, werden ganze politische Diskurse nur noch in unergründbarer Hysterie geführt, wird es schwierig. Dann sind alle Unsensiblen wohl selbst Nazis oder müssen zumindest dringend sensibilisiert werden.

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