Fluchtgrund Klimahysterie.

Man muss wirklich mal ins Ausland fahren, um zu erkennen, was in Deutschland los ist. Es reichte, dass ich ein paar Kilometer nach Osten nach Tschechien fahre und dann von jeglichem Klimatralala für zwei Tage verschont bin. Das Wort klima kam in keiner der Nachrichten oder Berichte vor, obwohl ich mindestens drei Stunden tschechisches Radio anhatte. Sogar in öffentlichen Dokumenten scheint es selten zu finden zu sein, wenn man nach dem google-Übersetzer geht. Im letzten halben Jahr war ich täglich auf blezk.cz und denik.cz und ich kann mich an nur einen einzigen Artikel erinnern, der damit zu tun hatte; da ging es um Windkraftanlagen. Obwohl blezk.cz von einer Tochter des Springer Verlages herausgegeben wird und die meistgelesene Zeitung in Tschechien ist, sucht man Schlagzeilen wie in der Bildzeitung vergeblich: Unser Planet stirbt, 40 Grad: jetzt wird das Klima lebensgefährlich oder Klimaschock. Blezk geilt nach jeder Sensationsmeldung, fahren aber lieber jedem Autounfall oder Mord hinterher, während man in Deutschland darüber berichtet, wenn in China ein Sack Reis umgeweht wurde. Klimawandel?

Bei der Rückkehr schaltete ich an der Grenze auf die BR5-Nachrichten. In den ersten 30 Sekunden fiel da schon drei Mal das Wort „Klima“ in verschiedenen Kombinationen, gefolgt von der Blockade bei der IAA wegen CO2. Wenn es um die Berichterstattung geht, müssen wir das einzige Land der Welt sein, das wirklich vom Klimawandel betroffen ist. Bis nächste Wochen will die Koalition vermelden, was sie für Maßnahmen ergreifen will, und das soll ja kein „Pillepalle“ mehr sein. Sicher ist nur, dass man 40 Milliarden für völligen Humbug verbraten will. In den Nachrichten kamen dann drei bahnbrechende Vorschläge. Erstens, die Förderung für Elektro- und Hybridfahrzeuge erhöhen. Ja, das nennt man dann Umverteilung von oben nach unten. Da kann sich dann das progressive Gymnasiallehrerehepaar neben dem SUV ein schnuckliges E-Mobil für die Stadt finanzieren lassen. Im Grunde profitieren alle davon, die sich ein Zweitauto als grüne Deko leisten können und nicht wirklich darauf angewiesen sind. Die anderen werden beten, dass der Markt auf Dauer noch genügend gebrauchte Diesel hergibt, mit denen man nicht aus der Stadt ausgesperrt wird. Der zweite Vorschlag war, den Austausch von Ölheizungen zu fördern. Wer größere Mietshäuser hat, der kann sich die Hände reiben, weil er das Ding nicht nur steuerlich abschreiben kann, sondern sogar noch billiger bekommt. Wahrscheinlich läuft es wie bei der Förderung von Solaranlagen über das Landwirtschaftsamt. Da bekamen wir natürlich nichts, denn gefördert wurden nur Investitionen von über 50000.-€. Danke auch dafür. Mehr Gießkanne wie dieses Geld geht gar nicht. Eine Regierung, die den Bürger dazu nötigt, eine neue Heizung einbauen zu müssen, weil die Grenzwerte nicht mehr eingehalten werden, der hat ohnehin keine Wahl. Das ist zwar gut für die, wenn sie Geld vom Staat bekommen, doch, warum soll die Allgemeinheit zahlen, wenn jemand im Haus etwas austauscht, was seine Lebensdauer erreicht hat? Heute ist man besser dran, wenn man die Modernisierungswelle beim Heizen nicht mitgemacht hat, sofern man selbst genügend eigenes Brennholz hat:

Ausgenommen von dieser Regelung sind lediglich nicht-gewerblich genutzte Herde und Backöfen, offene Kamine und Grundöfen sowie Einzelraum-Feuerungsanlagen, die vor 1950 errichtet wurden oder die in Wohneinheiten betrieben werden, deren Wärmeversorgung ausschließlich über diese Anlagen erfolgt.

Der dritte Punkt war, Bahntickets durch eine Absenkung der Mehrwertsteuer zu verbilligen. Es fehlen 3 Milliarden Euro, um die Bahninfrastruktur zu erneuern. Das wäre gut angelegt, denn heute muss man froh sein, wenn überhaupt noch ein Fernzug irgendwo pünktlich kommt. Fährt jemand Bahn, um für billiger verspätet an seinem Ziel anzukommen? Da hocken also unsere Politeliten noch eine Woche zusammen und fragen sich nicht, ob man in Zukunft überhaupt genügend Lockführer hat oder, ob es für diese Geld nicht günstiger wäre, mal bestimmte Strecken zweigleisig auszubauen zum Beispiel zwischen Plattling und München, um die Züge enger tackten zu können oder einen direkten ICE von München nach Wien über Landshut und Passau schicken zu können. Mal endlich die Verlängerung des Brenner-Basistunnels auf deutscher Seite in Angriff zu nehmen wäre auch nicht schlecht.

Diese drei Vorschläge hauen mich jetzt wirklich vom Hocker, vor allem, weil es am Ende der heute-Sendung hieß:

Das Klima zu retten heißt nicht weniger als den Planeten zu retten

und SPD-Scholz meinte, dass die Entscheidungen, die bis Ende der Woche getroffen werden, der Aufgabe angemessen sein werden. Glaube ich jetzt auch, vor allem, weil man die Klimaziele für 2020 klar mit ähnlich nutzlosem Krempel verfehlt hat und sich nun höhere Ziele für 2030 gesetzt hat. Da kann ich mir den Altmeier mit seiner ganzen Dynamik wirklich gut vorstellen, dass er für uns die Welt rettet. Da sind Klimazertifikate, Ausbau von Windkraft, der Ausstieg aus Kohle- und Atomstrom und seine Klimastiftung genau das Richtige. Damit kann man mit dem System „verbrannte Erde“ auch wirklich das CO2 senken. Schon die Ankündigung führt dazu, dass Aluminiumhütten in Deutschland nicht mehr in ihre Anlagen investieren. Keiner kann garantieren, dass der Strom an sie in diesen Mengen sicher geliefert wird, denn sogar mit Kohle- und Atomstrom mussten sie letztes Jahr 78-mal vom Netz genommen werden, weil die Netzstabilität nicht gewährleistet war. Die Autoindustrie und die Zulieferer gehen auch gerade in die Knie und verhelfen so der Konkurrenz in Frankreich und Italien mit ihren Kleinwagen sicher zu einem Aufschwung. Wenn diese ganzen Stromverschwender erst mal vom Netz sind, dann klappt es auch mit dem Kohleausstieg.

Fehlt noch die Zerstörung des überflüssigen Mittelstandes als Verbraucher. Das geht auf Umwegen sicher über Altmeiers Heiße-Luft-Stiftung, wenn sie eingezahlte Gelder mit 2% verzinsen will. Wer würde da nicht zugreifen. Da kann die Stadtsparkasse mit ihren 0,5% sicher nicht mithalten und die gehen dann noch eher durch die Negativzinsen ein wie Investmentbanken, weil wer heute seriöse Anlagen mit 2% auf den Markt werfen kann, weil er die Zinsen aus Steuergeldern bezahlen kann, der ist einfach konkurrenzlos. Der kann auch mit Negativertrag auskommen. Man fördert Windkraftanlagen, bei denen egal ist, ob die am Netz hängen oder der Strom überhaupt eingespeist werden kann und man sogar noch zahlen muss, damit ihn das Ausland abnimmt. Am Markt muss man nicht bestehen, weil sie Einspeisevorrang haben und der Strom durch die EEG-Umlage subventioniert ist. Man wird es sicher schaffen das gedruckte EZB-Geld solange in die Stiftung nachzuschieben, bis die ganzen Sparkassen vom Netz gehen mit ihren protzigen Bankgebäude. Wieder ein paar Tonnen CO2 eingespart.

Und, wenn es mehr von diesem Windradplunder gibt, dann steigt auch die EEG-Umlage weiter. So kann man dann auch noch ausreichend Haushalte vom Netz zwingen, die die Stromrechnung nicht mehr bezahlen können. Mit den ganzen zukünftigen Hartzern aus der ehemaligen Autoindustrie und dem Banksektor schafft man schon mal die notwendige Basis der Verelendung, damit das richtig greift.

Das, was sich die Koalition für 40 Milliarden überlegt, ist nur mehr Symbolpolitik, denn der ganze Sonnen- und Windstrom wird nie die Grundlast decken und bei der E-Mobilität müssen sie sogar noch hoffen, dass da nicht wirklich ein Boom entsteht, weil die Stromkapazitäten jetzt schon für keine 500000 Autos reichen, wenn sie gleichzeitig an der Ladestation hängen. Sämtliche Medien erzählen uns täglich vom klimatischen Weltuntergang und gut 40% fürchten sich davor und, weil wir das Klima eben nicht verändern können und die Energiewende aus praktischen und physikalischen Gründen nicht funktionieren kann ohne das Land auf schnellstem Wege zu zerstören, werden sie denen auch keine erkennbare Lösung anbieten können. Die GRÜNEN haben ja außer Abschalten und Verboten auch keine Alternative. Sie dürfen gar nicht mal an Atomkraft denken, obwohl es mit Flüssigsalzreaktoren und Brütern der neusten Generation eine sichere Alternative gäbe.

Dass das völlige Scheitern nicht auffällt, muss man öko-religiöses Umfeld schaffen mit dem gewissen Sendungsbewusstsein. Vor etwa 80 Jahren hieß es, als zum Beispiel besonders fanatische Nazis hier in den Behörden und Schulen die Kreuze abgehängt haben: Wenn das der Führer wüsste… Denn bei ihrer ganzen Verehrung haben sie ihm das nicht zugetraut. Wenn sich bei uns die Stromausfälle häufen, dann wird es heißen: Wenn das die Merkel wüsste! Da wird man nicht an ihr Versagen denken, sondern an Sabotage durch die bösen Stromkonzerne, die den Windstrom blockieren. In diesem Umfeld werden wir auch die 2030 Ziele mit der Deindustrialisierung und stundenweise Strom erreichen. Dass wir den Endsieg nicht erreicht haben, dass nämlich industriell und stromtechnisch trotzdem alles so toll weiterläuft wie bisher, das wird man dann auf die geldgierigen Konzerne und die Rechtspopulisten schieben.

Zum Glück für andere Länder besteht heute nicht die Gefahr, dass Deutschland wieder ihre Nachbarn erobert, um ihnen ihren Willen aufzuzwingen. Militärisch wären für uns höchstens noch Luxemburg und Belgien gleichwertige Gegner.

Es ist unnötig, dass ich den Tschechen, die ich kenne, sage, wir würden von Idioten regiert. – Sie wissen es längst. So ist es immer wieder schön übers Wochenende zu den Nachbarn zu fahren, um unter Gleichgesinnten zu sein und der Klimahysterie zu entkommen. Immer wieder ein Fluchtgrund.

2 Gedanken zu “Fluchtgrund Klimahysterie.

  1. Stell dir vor…wenn das die Künast wüsste, dass der Ströbele Waffen nach Lateinamerika geschmuggelt hat, um möglichst viele pro-amerikanische Menschen zu töten. Die Ärmste. Und wenn die Katrin Göring-Eckhart nur wüsste, dass das Ehepaar Künast sich als Anwälte der arabischen Mafia eine goldene Nase verdienen, da wär was los. Die ist zum Glück mit Naivität gesegnet. Stell dir vor, der Trittin wüsste, dass die Katrin Göring-Eckart nicht im Widerstand war, was sie behauptet aber nicht mit Details füllen kann, sondern eine Sekretärin für Agitation und Propaganda war, der wäre ENTSETZT. Es ist besser für sein Herz, dass er nichts weiß ….

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