DDR ohne Ausgang.

In Deutschland herrscht Stillstand. Ich meine jetzt nicht den, an den wir uns schon gewöhnt haben wie am BER, beim Internetausbau oder der Bahn. Jahrelang geht nun schon die einseitige Dauerbeschallung mit Klima, Multikulti und gegen Rechts und Politik und Medien haben Vorgaben gemacht, was wir in den nächsten Jahren alles erreichen werden. Alle haben sie einen Wandel beschworen und auf eine zivilgesellschaftliche Bewegung gehofft, die einmal angestoßen zum Selbstläufer wird, als müssten wir nur über einen Berg kommen und dann würde die Schwerkraft allein dafür sorgen, dass sich das Paradies von selbst einstellt. Themen, die früher allein schon die Politik ausreichend beschäftigten, werden einfach an das große Ziel der Welten- und Klimarettung angehängt, denn wer letzteres schafft, braucht sich gar nicht mehr zu kümmern, dass der Rest nicht funktionieren könnte. Der Propaganda nach müsste mindestens 87% Todesangst vor dem Klimawandel haben und die Nazis unmittelbar vor der Machtergreifung stehen. Doch einer R+V-Umfrage nach laufen diese Ängste unter ferner liefen. Während sich vor den Folgen des Zuzugs von Migranten noch über 55% ängstigen und noch 47%, dass Politiker generell überfordert sein könnten, sind es beim Klimawandel nur 41%. Man kann bei diesem Ergebnis annehmen, dass sich die Bürger nicht nur über die ÖR-Medien informieren, sondern auch eigene Erfahrungen machen.

War jetzt eine nette Zeit für alle Politiker des Parteienblocks und die ganzen Arschkriecher aus Wirtschaft, Sport und Kultur. Auch aus der hohlsten Aussage reagierten die Medien wohlwollend, wechselten schnell noch das Thema oder destillierten daraus noch Weltbewegendes. Jedes Vögelchen mit dünnster Stimme oder jeder Schmierfink aus der Malergilde bekam eine Plattform, solange nur die Haltung stimmte. Wer nur die Zwangsmedien und den eingenordeten „Qualitäts“-Journalismus kennt, muss annehmen, dass eine Art Maos großer Sprung ansteht.

Irgendwie scheinen die Politiker nicht mehr besonders glücklich darüber zu sein, dass es mit dem Anheizen der Massen allein nicht getan ist. Man höre sich mal das Interview mit Habeck bei der IAA an. Als man ihn fragte wie denn die Stimmung in der Automobilindustrie sei, schien er recht ernüchtert. Man wäre angespannt, schon auf dem Weg, suche aber noch nach einer Lösung. Für welches Problem eigentlich? Er sagte auch nichts, dass man jetzt groß in die E-Mobilität einsteigen würde, sondern nur, dass wegen des geringeren Fertigungsaufwandes Arbeitsplätze wegfallen werden.

Was wäre, wenn wir nichts tun, vielleicht fallen sie alle weg.

Wer wir? Und was? Sozialplan? Frühverrentung? Einschleusen in die Umschulindustrie? Innovationen wird es immer geben meint er, vielleicht würde die Industrie Mobilität nur mehr zur Verfügung stellen, indem sie zum Beispiel Großraumtaxis anbieten. Ja, das wäre voll innovativ, vor allem, weil der erste Anbieter von Carsharing schon wieder die Segel in Deutschland gestrichen hat, weil die Fahrzeuge verwahrlost zurückgegeben werden, wenn es nicht das eigene ist. Angesprochen auf einen möglichen neuen Manipulationsversuch bei VW war er ganz kleinlaut. Vor zwei Jahren hätte er die noch vor laufender Kamera gekreuzigt und es in alle Welt hinausposaunt. Die angestrebten Maßnahmen zur Klimarettung dürften für die Klimajünger und die psychisch Klimageschädigten auch ziemlich altbacken aussehen. Noch mehr Geld verbrennen, für Dinge, die bisher schon keinerlei Wirkung zeigten. Vielleicht sind einige Politiker über einen Artikel von 1989 gestoßen über die damalige DDR.

Vielleicht aber sind die DDR-Bürger viel mehr unbewußte Sozialisten geworden, als ihnen und uns klar ist: Menschen, denen manche Vorteile und Grundsätze, die der SED-Staat bietet, so selbstverständlich wurden, daß man sie nicht aufgeben will – von den billigen Mieten bis zum Gemeineigentum an Großbetrieben.

Ja, das klingt jetzt so ziemlich nach dem Berlin von heute. Jenseits der Angestellten in der Gastronomie, besteht die Stadt zur einen Hälfte aus „Pflegebedüftigen“, die von der anderen Hälfte aus Steuergeldern regiert, betüdelt, erzogen, kontrolliert und unterhalten werden. Wohnraum wird auch künstlich billig gehalten; fehlt nur noch frei Fahrt in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Doch die Sache hat einen Haken, wenn man deren grün-sozialistischen Weg für ganz Deutschland bestreiten würde:

(…) Eine demokratisch-sozialistische DDR wäre ein Staat mit geringerer wirtschaftlicher Effizienz, aber mehr sozialer Gerechtigkeit, mit weniger Wohlstand, aber mehr Sorge für Gemeinschaftserfordernisse, vor allem für die Umwelt. Es wäre ein Staat, der den Vorstellungen linker Sozialdemokraten und der Grünen nahekommen könnte. (hier)

Wie wahr ist doch der letzte Satz, wenn man an das jetzige Berlin denkt. Nur, dass sie dort zwar für weniger Wohlstand sorgen; wenn man jedoch an die Zustände im Görlitzer Park denkt, an die marode S-Bahn und die vermüllten Stadtbezirke, dann scheitern sie voraussichtlich noch mehr an den Gemeinschaftsanforderungen wie die damalige DDR. Für die DDR hatte der Zeit-Autor sogar einen Rat.

Die DDR hat keine Zeit zu verlieren. Noch besteht die Chance, der Krise zu begegnen, bevor sie eintritt. Je länger nichts geschieht, desto schwerer und gefährlicher wird ein neuer Anfang. Vielleicht ist das schlimmste an der Starrheit der Ostberliner Führung, daß sie Partei und Volk daran hindert, ihre Zukunft zu entwerfen.

Ja, scheiß Energiewende auch. Habeck meinte im Interview, es dauert Zeit, bis man eine neue Industrie aufbaut. Wer? Er? Die grüne Jugend? Eine neue Industrie ist schneller aufgebaut als man denkt, sofern eine wirkliche Nachfrage besteht. Wenn es eine ist, die nur am Subventionstopf hängt, dann geht sie den gleichen Weg wie die Wind- und Solarindustrie. Mit den ganzen EU-Knebel und Regulierungen kann man es gleich knicken, seine Zukunft als Selbstständiger zu entwerfen.

Nun haben aber unsere grünen SED-Nachfolger im Gegensatz zur damaligen DDR ein Problem. Wenn sie nicht direkt davon profitierten, war die Zahl fanatischen Anhänger der DDR am Ende ziemlich gering, während man hier mit Hilfe der Medien wahnhafte Verfechter der Regierungsziele erschaffen hat. Würde man jetzt die Rechten als vogelfrei erklären, um deren Gedankengut auszumerzen, dann würde man allein beim letzten Grönemeyerkonzert genügend Fanatiker finden, die auf Anweisung von Heiko Maas gleich ganz Sachsen brandschatzen. Würde ein Grüner auf Twitter das Abfackeln von SUVs zur Rettung des Klimas zum Bagatelldelikt erklären, würde ich jedem raten seinen Wagen schnellstens in die Garage zu stellen. Sieht man wie sich die linke Meute auf Mitglieder der Konsensparteien stürzen und zum Nazi erklären, wenn sie nur eine Handbreit von der Merkellinie abweichen, kann man sich vorstellen, was passiert, wenn die Politik jetzt einen halbwegs vernünftigen Weg einschlägt, weil man zugeben muss, dass die Energiewende und der Versuch ganz Deutschland auf Elektroautos umzustellen völliger Humbug sind.

Eigentlich finde ich es fast schon gut, dass die Medien vor den Klimabeschlüssen gleich noch dicker auftragen als sonst. Alle Talkshows handeln nur von Klima und CO2 und die Seite von n-tv titelt:

Radikaler-Flügel Vormarsch: Höcke peilt bei Ostwahl AfD-Machtübernahme an.

Kein noch so blödes Framing wird in den Zwangsmedien ausgelassen. Keine Doku, keine Serie und kein Krimi kommen mehr ohne Gender und den klimasozialistischen Plunder aus. Die Einschaltquoten zeigen, dass man damit zwar keine neuen Anhänger gewinnt, allein die gläubigen Jünger werden weiter fanatisiert. Da herrscht Stillstand. In der Politik kann jetzt keiner mehr zurückrudern und den Weltuntergang für verschoben erklären, schließlich hat die links-grüne Medienmeute bisher jeden exkommuniziert, der an diesem Bullshit zweifelte.

So können unsere Politiker uns höchstens noch eine Zeitlang mit der CO2-Steuer ausnehmen, bis die deutsche Industrie darniederliegt und die Leute auf der Straße stehen und sich gleichzeitig herausstellt, dass die ganzem Maßnahmen weder CO2-Ausstoß noch das Klima verändert haben. Sie werden die Geister, die sie riefen nicht mehr los und die Frage ist nur noch von welchen sie heimgesucht werden. Medien und Politeliten haben mit Radikalisierung sozusagen die DDR ohne friedlichen Ausgang geschaffen.

6 Gedanken zu “DDR ohne Ausgang.

  1. Mein Grönemeyer-Video bekam auch prompt schon ein Dislike. Dabei hab ich nur übersetzt. Vielleicht war derjenige mit meiner Textbeschreibung unglücklich. Aber ich glaub auch, dass wir einen unglaublichen Fanatisierungsgrad erreicht haben. Ich geh nicht gerade an Themen aus, nur das recherchieren ist müsig. Es ist unfassbar. Die AfD-Autos werden ja eh schon klimaneutral abgefackelt. Gerade hab ich einen Ausschnitt aus Plasberg gesehen. Kindergartenniveau pur. Und dieses Vorführen von Kindern als religiöse Heilsbringer, die den Erwachsenen mal die Leviten lesen sollen. Und keiner wehrt sich. Allenfalls drücken die sich rum. Gauland ist auch nicht gerade ein Topredner. Und Höcke stürmt aus dem Interview statt die Reporterniete hochzunehmen. Warum wehrt sich keiner? Gibt es hier partout niemand, der mal reden kann und sich getraut und einen Termin kriegt?

    Der ZEIT-Artikel ist hinter einer Paywall. Mich würd mal interessieren, ob die ernsthaft schon so Partei für die Diktatur ergreifen. Es würde mich kaum noch wundern.

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    1. Ich habe den Plasberg nur etwa 20 Sekunden gesehen. Da faselte der Altmeier etwas von klimaneutralen Flugzeugen. Die können nicht mal den Flughafen dazu bauen. Das ist so bescheuert wie elektrische LKWs. Bei gleicher Leistung wäre die Batterie eines 30-Tonners 27t schwer. Kindersendung.

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      1. Und die Innovation und Industrie kommt ja von selbst wie man in Afrika bewundern kann. Jahrhunderte lang versuchte der Mensch zu fliegen, Altmeier kann es klimaneutral. Gerade der müsste sich doch mit Gravitation auskennen. Unfassbar. Und die Elektroautos kann man nicht für längere Reisen gebrauchen, weil die ewig laden. Die LKW-Branche jubelt. Es wird von Tag zu Tag dümmer und ich kenn trotzdem Leute, die alles dauernd fressen.

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  2. Hat dies auf Nicht-Linke Blogs rebloggt und kommentierte:
    Hat vor kurzem nicht der Dansich die Klima“industrie“ als ‚too big to fail‘ betitelt? Das gute im Kapitalismus ist, dass alle Fehlentscheidungen durch einen Bankrott aus dem Weg geraeumt werden. Im Sozialismus wird der Bankrott nur um Jahrzehnte verschoben.

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    1. Ich hab den Danisch nicht gelesen, aber den Gedanken hab ich schon länger. Das Ganze wird nicht unblutig enden, weil so viele monetär von der Staatsverkrustung und dem Subventionswahnsinn abhängen.

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