Aus einem Land vor unserer Zeit.

Die Millennials haben in ihrem Leben nichts Anderes erlebt als die ewig regierende Merkel. Sie haben nie erlebt, dass sich eine Regierung nur auf seine Kernaufgaben und weitgehend auf Deutschland konzentriert hat und es durch politische Entscheidungen auch wirklich für alle sichtbare Verbesserungen gegeben hat. Als ich ein Kind war, hatte noch jede Gemeinde ihre eigene Müllkippe, wo von der Waschmaschine bis zum Zahnstocher alles offen verbrannt wurde. 1970 gab es in Bayern das erste Umweltministerium der Welt, 1972 wurde das Abfallbeseitigungsgesetz verabschiedet und noch bevor die DKP zu den Grünen mutierte, waren alle diese Deponien verschwunden. Es dauerte vom ersten Gesetz nur etwa 15 Jahre, bis beinahe sämtlicher Müll getrennt wurde und auch das Ausbringen in den Wald oder das Vergraben von Müll verpönt war. Obwohl es bei uns nur eine Tonne für Papier und Restmüll gab, trennten die Leute freiwillig weiter auf und brachten die Wertstoffe zu den Recyclinghöfen. Es gab weder eine Dauerbeschallung, moralische Nötigung oder Prangerstehen durch die Medien. Es war freiwillig(!) und funktionierte trotzdem und wollte man alles in den Restmüll stopfen war es kein Problem, sich neben der Tonne Säcke für 1,50 Mark hinzuzukaufen. Da gab es auch keinen der heimlich die Säcke kontrolliert hätte. Am Ende war man die ganzen qualmenden Deponien und wilden Haufen in den Wäldern los und jeder konnte es mit eigenen Augen den Erfolg sehen.

In Bayern funktionierte auch die Bildungspolitik. Sie sollte eher am Bedarf der Wirtschaft ausgerichtet werden und einen Übergang ins Berufsleben ermöglichen. Es entstanden naturwissenschaftliche Gymnasien, mit den Fachhochschulen Ingenieursschulen, Berufspraktika an den Hauptschulen und neue wissenschaftliche Studiengänge. Innerhalb zwei Jahrzehnten kam man von der humanistischen Bildung zu einer modernen Bildung, die sich an den beruflichen Anforderungen orientierte, ohne einen Schüler auch in diese Richtung zu zwingen. Griechisch und Latein waren immer noch möglich aber kein Zwang mehr.

Sogar nach der Wende zeigte sich, dass man noch fähig war, große Projekte umzusetzen, von denen sich später nicht herausstellte, dass sie zu klein, zu wenig praktikabel oder am falschen Ort standen. Man denke an den Berliner Hauptbahnhof. Ich kann mich noch an einen Bericht in einem linken Politmagazin über den Berliner Hauptbahnhof erinnern, wo man gleich von Fehlplanung und Gigantismus sprach, weil er damals wie auf der grünen Wiese stand. Doch am Ende war er genau richtig und sogar noch sehenswert.

Junge Leute von heute müssen meinen, dass eine Regierung nur dazu da wäre einen gegenwärtigen Wohlfühlbereich zu erhalten. Die heute 20-jährigen haben in Merkels Amtszeit nichts Anderes erlebt, als großspurige Ankündigungen und noch bevor das umgesetzt war, nahm man sich gleich noch größere Dinge vor. Ganz Deutschland sollte Glasfaseranschluss bekommen und das tollste Internet und noch bevor irgendwas bewegt war, laberte man schon vom Internet der Dinge, dann von KI und am Ende schuf man noch einen Digitalminister. Am Ende hat die Regierung nur die Kohle für die Lizenzversteigerungen abkassiert, dafür in Informatik an den Unis über die Ethik und Geschlechtergerechtigkeit im Computerzeitalter labern lassen, um am Ende, sämtliche relevanten Programme von den US-Konzernen übernehmen zu lassen und es geschafft hat, dass wir in Sachen Internet heute auf Augenhöhe mit Albanien rangieren.

Diese junge Generation hat kein großes Projekt umgesetzt gesehen, wie die Schweizer mit dem Gotthard-Tunnel, die Österreicher mit dem Brenner-Basistunnel oder die Verbindung zwischen Frankreich und England unter dem Ärmelkanal. Wo man woanders Flughäfen von der Stange baut oder welche, die ihrer Bedeutung ästhetisch angemessen sind, schaffen wir es nicht mal einen einzigen Flughafen mit dem Charme eines Paketzentrums fertig zu stellen.

Seit 20 Jahren machen wir Energiewende. Da Strom weniger als 20% des Primärenergiebedarfs ausmacht, haben wir zwar in der Zeit Milliarden verbraten, müssen für Ökosteuer und EEG-Umlage zahlen und bewegen uns trotzdem im unteren einstelligen Bereich, was die Einsparungen betrifft. Der CO2-Ausstoß bleibt grobgerechnet seit 20 Jahren gleich und wird eher von der Witterung beeinflusst als von der Masse an Windrädern. Das ist in etwa so, als müssten wir 20 Jahre nach dem Abfallbeseitigungsgesetz zwar das dreifache an Müllgebühren bezahlen, hätten eine Recyclingquote von 3% und dafür jeder seine eigene Deponie im Garten.

Vor 30 Jahren gab es sogar noch Kontroversen in den Geisteswissenschaften wie den Historikerstreit oder Rücktritte von Politikern wegen Unfähigkeit. Nichts mehr. Völliger Stillstand, während sich die Welt um uns verändert. Man marschiert unbeirrt in die gleiche Richtung, sogar dann, wenn sämtliche Maßnahmen die Welt für die Bürger besser zu machen, keinerlei Wirkung zeigen oder sich sogar als schädlich erweisen.

Ich habe mich schon länger gewundert, dass es völlig überflüssig ist, noch irgendein Machwerk der Systempresse zu lesen oder Nachrichten auf den Zwangssendern zu sehen, man versäumt nichts. Den Bau des Münchner Flughafens konnte man von der ersten Idee, über die Planfeststellung, den Bau bis zum erfolgreichen Aufstieg zu einem Drehkreuz medial mitverfolgen. Heute ist es so, als hätte die damalige Seemacht England immer größere Schiffe gebaut und alle vierzehn Tage eins in See stechen lassen mit immer größenwahnsinniger Ankündigungen, man werden jetzt einen neuen Kontinent finden, die Welt umsegeln, sämtliche Länder erobern und deren Schätze nach Hause bringen, aber nie ist jemals eines zurückkehrt. Irgendwann hätten auch die Engländer keinen mehr an die Kaimauer gelockt, um das in See stechen zu bejubeln.

Was wurde unter Merkel nicht alles begonnen: die Energiewende, die Frauenquote, noch mehr Wohlstand durch noch mehr Europa, Lostreten einer Fachkräfteschwemme aus dem Orient, noch bessere Schulen, noch bessere Integration, Frühsexualisierung, Genderisierung der Bundeswehr… Nie ist das „Schiff“ je wo angekommen und, wenn doch, dann nicht da, wo es sollte. Normalerweise müssten sich die Meldungen überschlagen: Schon mehr Rentenbeiträge durch Flüchtlinge als durch Deutsche, Nobelpreisschwemme durch Frauenquote, Bremen und Berlin auf Platz 1 der PISA-Studie.

Die Systempresse verlegt sich nur mehr darauf, dass man einen bestimmten Angst- und Empörungslevel hält und den Guten ihr Bessersein bestätigt. Die gründurchsetzen Parteien sind angeblich pausenlos in Aufbruchstimmung und die Medien wollen die Bürger dabei mitnehmen. Das mag vielleicht bei den Millennials funktionieren, doch wer alt genug ist und ausreichend Verstand hat, der lässt sich nicht mehr blenden. Es gab nämlich ein Land vor deren Zeit.

Keine, und wirklich keine vollmundige Ankündigung, die sich nicht spätestens nach zwei Jahren in Luft aufgelöst, sich als überflüssig und Geldverschwendung herausgestellt oder sich ins Gegenteil verkehrt hätte und nicht gleich wieder durch neue heiße Luft oder noch mehr vom Gleichen ersetzt worden wäre. Das irgendwas Brauchbares herauskommt, erwartet ohnehin keiner mehr.

Deshalb haben die Leitmedien inzwischen nicht mehr zu bieten als Hetze gegen andere Länder und Ankündigungen. Immer mehr, immer bedrohlicher, immer schlimmer und unsere Regierung oder die Grünen haben schon die Lösung. Täglich bekommen wir mehrmals das angeblich neuste präsentiert, das sich aber nicht von dem vor vier Wochen unterscheidet, weil wir seit 15 Jahren nichts vorweisen können, was eine dauerhafte Verbesserung gebracht hätte, sondern im Gegenteil, es wieder neue Maßnahmen brauchte, um die negativen Auswirkungen dieser angeblichen Verbesserung abzufedern. Deswegen müssen alle Kritiker im In- und Ausland als abgehängt, radikalisiert oder geistig umnachtet dargestellt werden, damit wir uns noch als Totalversager auf die Schulter klopfen können.

SPIEGEL und ZEIT sind sogar dazu übergegangen ihre eigenen Artikel zu recyclen. Über den bento-Artikel, Sind Rechte dümmer als Linke?, habe ich schon mal geschrieben. Genau den sah ich gestern auf SPIEGEL-online. Als ich auf Google nachschauen wollte, von wann der eigentlich wäre, kam aber nur das neue Ergebnis und heute – Plötzlich ist wieder nur der von 29.12.2018 zu finden. Das Gleiche mit einem Artikel, über eine israelische Studie (#regrettingmotherhood), warum „immer mehr“ Frauen das Kinderkriegen bereuen (13 befragte Mütter). Hier von 2015 im tagesspiegel und SPIEGEL, 2016 im Stern, SPIEGEL und dem deutschlandfunk und vor 5 Tagen in der ZEIT auf ze:tt verlinkt. (reicht obiges Stichwort in die Suchfunktion zu geben). Und warum sich erfolgreiche und starke Menschen oft unsicher fühlen, durfte im SPIEGEL die gleiche US-Psychologin nach November 2018 genau heute nochmal erklären.

Die sind fertig. Unser Land ist fertig. Man ist pausenlos am Retten, um den Schein zu wahren, dass alles wie immer sei, bzw. präsentiert uns wie oben wiederkehrend „neuste“ Erkenntnisse und Entwicklungen, als ob sich noch was bewegen würde.

Vor zehn Jahren hat man das Land mit der Abwrackprämie zugeschissen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Das funktionierte mit Gelddrucken und, weil für Autos eben Nachfrage bestand. Heute schüttet man das Geld aus für E-Autos und Windräder, da dieser Plunder ohne staatlichen Eingriff in kürzester Zeit wieder verschwinden würde, nur um den Schein zu wahren, es ginge irgendetwas voran. Deutschland wird seinen Beitrag zur EU wegen des Ausscheidens der Briten aus der EU um 25 Milliarden erhöhen und nimmt am Ende wirklich jeden ankommenden Migranten auf, damit bei den Nachbarn die Stimmung nicht kippt. Man vermeldet, dass immer weniger Flüchtlinge von staatlicher Leistung abhängig wären, dabei sind sie bloß in HartzIV übergewechselt, nur, um den Anschein eines Erfolges zu erwecken.

Doch das Ende dieses Zustandes ist schon in Sichtweite. Während die Schlüsselindustrien tausende Arbeiter entlassen, muss Berlin Busfahrer aus München kommen lassen, damit überhaupt ein Schienenersatzverkehr funktioniert. In weniger als zehn Jahren wird es weder genügend Lokführer, LKW-Fahrer oder Lehrer geben, damit sowas wie Personen- und Lastverkehr oder Schulsystem überhaupt noch stattfinden kann. Die ganzen Mietdeckel und voraussichtlichen Enteignungen werden dafür sorgen, dass der Bestand an Mietshäusern verwahrlost und neue, erschwingliche gar nicht erst dazukommen.

Und genau in diesem Umfeld versucht man die Bürger mit noch höheren Strom- und Kraftstoffpreisen, Fahrverboten und noch mehr einwandernden Orientalen vorzugaukeln, dass die Regierung erst dadurch die Möglichkeit hat, alles noch viel, viel besser zu machen.

Ja, bei diesem Vorhaben wünsche ich jetzt mal viel Erfolg. Da wird es nachher plötzlich nicht mehr zu übersehen sein, dass sich plötzlich doch was bewegt. Dann haben auch die Zeitungen wieder was Neues zu schreiben, auch wenn die Restredaktionen der sterbenden Blätter vielleicht nur die Artikel von 1989 recyceln werden.

9 Gedanken zu “Aus einem Land vor unserer Zeit.

  1. Ich weiß nicht, was du gegen den BER hast. Die haben den Rauchabzug unterirdisch gelegt, damit man bei der Flucht eine Fußbodenheizung hat. Da staunt der Chinese! Und Spritsparend ist er auch! Bis heute haben deutlich weniger Flugzeuge den BER verlassen als alle anderen Flughäfen in Deutschland im gleichen Zeitraum. Man munkelt, dass bei so große öffentlichen Bauruinen auch immer die Mafia ihre Hände im Spiel hat. Legalisiert Flughäfenruinen und ihr werdet den gleichen Effekt haben wie bei Drogen und Prostitution: Alle Marktgesetze lösen sich magisch auf und der Handel trocknet aus. Schluss mit lauten Flughäfen. Auch so kann man das Klima retten.
    Aber so seid ihr Rechten halt. Meckern, meckern, aber nichts machen…

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    1. Du klimageschädigter grüner Oberlinksfascho! Ewigpubertierende über 30 haben den Mund zu halten, wenn Erwachsene über Blogbeiträge diskutieren! Tot den Eisbären! Zu faul zum Jagen und dann alles auf den Klimawandel schieben!

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  2. Der Artikel stimmt und erklärt wunderbar meine zunehmende Frustration. Es herrscht Stillstand und Rückschritt in allen Bereichen. Dafür wird nur noch an der Bevölkerung herum-erzogen. Jeder kontrolliert, erzieht und denunziert den Andern. Das wird Nichts, Leute. Menschen lassen sich im allgemeinen sehr ungern manipulieren und verar……. .
    Aber Viele merken es noch nicht, da das ständige Verbal-Geschwurbel und die Erziehung durch die MsM ununterbrochen läuft und den Verstand ständig von Neuem vernebelt, wie es Nebelpetarden halt so tun. Erst wenn man sich nicht mehr „berieseln“ lässt von diesem völlig unnötigen Gequatsche, den Wichtigtuereien und der krampfhaften Verortung von Feinden (rechts aussen) kehrt endlich Ruhe ein und der Verstand kann sich erholen. Manchmal denke ich, wir werden von paranoiden Psychopathen regiert, die erst noch praktisch bildungs- unfähig sind. Idioten könnte man auch sagen. Früher nannte man diese Leute Angeber und Schwätzer. Heute diktieren sie den Lauf der Welt. Zurück in die Steinzeit.

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    1. Kennen Sie noch den Witz wo Stalin, Chruschtschow und Breschnew Zug fahren?
      Plötzlich bleibt der wegen einer Panne liegen.
      „Bringt das in Ordnung!“ befiehlt Stalin.
      Die Reparatur wird ausgeführt, doch der Zug bewegt sich nicht.
      „Erschießt alle“, befiehlt Stalin. Alle werden erschossen, der Zug bewegt sich immer noch nicht.
      „Rehabilitiert alle!“ befiehlt Chruschtschow. Alle werden rehabilitiert, aber der Zug bewegt sich noch immer nicht.
      „Zieht die Vorhänge zu“, befiehlt Breschnew, „und laßt uns so tun, als ob wir fahren.“

      Deutschland ist in der letzten Phase …

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  3. Zitat:“Erst wenn man sich nicht mehr „berieseln“ lässt von diesem völlig unnötigen Gequatsche, den Wichtigtuereien und der krampfhaften Verortung von Feinden (rechts aussen) kehrt endlich Ruhe ein und der Verstand kann sich erholen. “

    Das macht mir momentan sogar die größte Hoffnung.

    Zum „berieseln“ braucht es nämlich eine funktionierende Infrastruktur und auch eine funktionierende Stromversorgung.
    Wenn die in den nächsten 10 – 15 Jahren dann obsolet wird, hat es sich mit Berieselung, weil die Geräte schlicht nicht mehr funktionieren.
    Dann wird bestimmt auch bei Einigen der Verstand wieder anlaufen.

    Habe ich vor 19 Jahren mal erlebt, in meiner ersten damaligen Wohnung.
    Die lag in einer echt schönen Wohnanlage im Park, mit schönem großen Innenhof, mit vielen Bänken, eigentlich als Treffpunkt für die Bewohner gedacht.
    War nur ständig verwaist und die Leute kannten sich nicht, Alles komplett anonym.
    Weil Alle nur aus der Wohnung in die Tiefgarage sind, mit dem Auto zur Arbeit, Abends zurück, selber Weg in die andere Richtung.
    Tür zu und Glotze an.

    Da ist an einem Abend tatsächlich für ca. 30 Minuten die komplette Anlage für das Kabelfernsehen ausgefallen.
    Und dann passierte das, was mich bis heute fasziniert.
    Nach 10 Minuten war der Innenhof voll.
    Und die menschen haben miteinander geredet.
    Viele haben sich da zum ersten Mal kennengelernt.
    Es ging zwar nur darum, wie man möglichst schnell Jemanden erreicht, der die Anlage wieder in Gang bringt, aber zeigt eindrucksvoll, wie schnell Menschen wieder zusammen finden, wenn die Medien mal Pause haben.
    Leider hat damals schnell ein Techniker die Anlage wieder in Schwung gebracht, aber ich bin guter Dinge, dass es den dann in 10 – 15 Jahren schlicht nicht mehr gibt und die Menschen dann zwangsweise wieder live miteinander kommunizieren müssen.

    Von mir aus darf der große Blackout also gerne auch schnell kommen.
    Das wird wie eine Heilung für viele Menschen.

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