Religionsbasar

Dass die Menschen schon immer einer Religion anhängen, liegt daran, dass sie Sinn und Orientierungshilfe im Leben suchen und ihn höhere Mächte erlösen sollen. Man betreibt eine

„Verehrung geistiger, außer und über der sichtbaren Welt stehender persönlicher Wesen, von denen man sich abhängig glaubt und die man irgendwie günstig zu stimmen sucht“ (hier)

Nun ist es oft zu nervig und zu anstrengend irgendwelchen religiösen Vorgaben zu folgen. Beim Christentum kommt noch dazu, dass es sich nicht schickt mit seinem Glauben und seinen guten Taten vor anderen zu prahlen. Das läuft dem Zeitgeist völlig zuwider, denn auch der Tugendhafteste ist verdächtig, wenn er sich nicht öffentlich als einer von den Guten äußert und nicht mindestens ein Zeichen setzt. Dazu kommt noch, dass das Christentum wie andere Religionen diskriminierend ist. In den Apostelbriefen heißt es ausdrücklich sich von anderen irgendwann fern zu halten, wenn sie sich nicht überzeugen lassen, nach den christlichen Geboten zu leben. Geht gar nicht, wo wir doch bunt, tolerant und weltoffen sind gegenüber allem und jeder Lebensweise und Religion. Der Zeitgeist hat das Christentum sozusagen moralisch gesehen überflügelt, schließlich herrschten dort zwei Jahrtausende Frauenunterdrückung und die Diskriminierung Andersgläubiger. Die christlichen Kirchen haben längst eine zweite Reformation durchgemacht. Nachdem man sich bei der ersten vom Ablasshandel u.a. verabschiedet hat, hat man diesmal sämtliche gängelnden Gebote, die unser Wohlfühlen stören, und das lästige Hoffen auf die Gnade der späten Erlösung abgeworfen. Da wir sogar noch moralischer handeln als Jesus selbst, können wir uns mindestens die Selbsterlösung heraushängen lassen. Da macht es auch Sinn seine eigene Erlösung schon zu Lebzeiten bekannt zu geben, indem man Zeichen setzt oder bei den bunten, toleranten und weltoffenen Bündnissen mitläuft. Die diversen Splittergruppen, die nach eigenem Ermessen festlegen, was nun als christlich zu gelten hat, können sich in den Amtskirchen nach Belieben austoben, denn die sind froh, dass ihnen gesagt wird, was sie verändern müssen, damit ihnen die Gläubigen nicht weiter davonlaufen. Das heißt sich dann offiziell: Die Kirche muss moderner werden. Sie wird sozusagen zum kollektiven Selbstbedienungsladen, wo jeder seinen eignen Krimskrams mitbringt und segnen lässt. Und die Kirchen machen willig mit. Es gibt also doch noch jemanden, der weniger Rückgrat hat als Horst Seehofer.

Da ist der Papst einer der größten Antreiber das Christentum zu zersetzen. Er huldigt dem Islam, maßregelt alle, die diese Religion kritisieren und haut alle in die Pfanne, die durch den Islam die Christenheit bedroht sehen, welcher in vielen afrikanischen und arabischen Ländern die christlichen Mitbrüder dahinschlachtet, ohne dass der Papst ein Wort darüber verliert.

Unter diesem Papst und seinen beiden Dummschwätzern Marx und Bedford-Strohm können sich die ganzen marxistischen Ideologien und Wohlfühlreligionen ungehindert breitmachen. Im Namen der Offenheit, Buntheit und Toleranz hat man die christliche Ehe zwischen Mann und Frau abgeschafft, Scheidung ist kein Problem. Imame dürfen in christlichen Kirchen johlen und es gibt keine Berührungsängste mehr Seit an Seit mit Mauermödern, Kommunisten, Öko-Faschisten und Abtreibungsbefürwortern zu marschieren.

Da ist es nur naheliegend, dass man diese blöde Patriarchat von der Gott, der Jesus, der Heilige Geist, der Papst und der Kardinal sowieso, abschaffen will und es unter den Pfarrern sogar noch willige Vollstrecker gibt, die das bereits Schülern mit einer gegenderten Bibel eintrichtern. Von Gott Vater, toxisch maskulin, hat man sich nun auch verabschiedet, denn inzwischen verehren wir Mutter Erde, weil man sich von ihr

 abhängig glaubt und die man irgendwie günstig zu stimmen sucht.

Gestern habe ich mich noch über die lustig gemacht, die den Großen Kürbis anbeten, und nun hockt eine Theologin mit ihren Studenten vor ein paar Topfpflanzen, damit sie ihre „Klimasünden“ beichten. Die Reaktionen waren dem entsprechend.

  • Diese Pflanzen denken, dass Sie alle Idioten sind.

  • „Sie tauschten die Wahrheit über Gott gegen eine Lüge aus und verehrten und dienten eher geschaffenen Dingen als dem Schöpfer…“ (Römer 1:25)

  • Mein Geständnis: Ich verurteile Larry, der Gurke, mein grünes Privileg gegenüber Bob, der Tomate.

Ja, macht Euch nur lustig. Gestern hielten wir die Gender-Bibel auch für einen Aprilscherz, einen Papst, der den Koran küsst und dem Kommunismus huldigt, für einen sowjetischen Agenten und Leute, die gegen CO2 hüpfen, für einen Sketch aus einer Comedy. Es gibt wohl nichts, was blöd genug wäre, was uns die Kirchen nicht als Ausdruck wahrer christlicher Haltung verkaufen würden. Es kann leicht sein, dass wir dieses Jahr zum letzten Mal ein traditionelles Erntedankfest erleben. Es sind nicht mehr Früchte, die der Herr in seiner Gnade für uns wachsen lässt, sondern bald einzelne Geistwesen, die man nicht kränken darf. In den christlichen Kirchen ist sicher noch Platz, für geistig verwirrte Fruganer, sodass wir dann nur noch angefaultes Fallobst vor dem Altar präsentieren dürfen.

Wer heute noch auf die traditionellen christlichen Werte besteht, gilt mindestens als christlicher Fundamentalist, wenn nicht gleich als rechtsextrem. Man nimmt zwar gern die Kirchensteuer von denen, sortiert aber schon vor, wer sich überhaupt noch in die Kirche einbringen darf. Und wo ohnehin schon alle Esoteriker der Welt zusammenhocken, dürfen auch die politischen Parteien nicht fehlen, aber nur, wenn sie dem neuen Glauben der Beliebigkeit, Toleranz und Offenheit auf ihrem Religionsbasar huldigen. Katholische Pfarrer an der Basis machen sich schon verdächtig, wenn in ihren Predigten nicht mindestens einmal im Monat was von Flüchtlingen und Klimawandel vorkommt, evangelische Priester predigen ohnehin nur noch den antikapitalistischen Ökoschwachsinn der Grünen.

Wenn in Berlin der Marsch für das Leben auf die Straße geht, um auf die Millionen von Abtreibungen hinzuweisen, dann lassen sich nur die standhaftesten Kirchenvertreter blicken. Die linksversifften Bischöfe dürfte es mehr jucken auf der Gegenseite bei ANTIFA und Queer mitzulaufen; dort könnte man auch privat gleich noch was anbahnen.

Die christlichen Kirchen in der heutigen Form werden innerhalb der nächsten Generation untergehen. Man wird entweder zusehen wie irgendwann eine islamische Mehrheit ungehindert Gotteshäuser niederbrennen darf wie jetzt schon in Frankreich oder sie wird sich erst anbiedern und ihre Häuser in ein gemeinsames Haus für alle Religionen umwandeln, bevor man sie einfach hinausdrängt und sie allein als Moschee dienen. Das Ende könnte aber schon vorher kommen. Wenn erst mal eine richtige Rezession losbricht und auch die Christen im eigenen Land in Bedrängnis kommen, dann wird man wieder Halt bei Jesus und Gott Vater suchen, und dann hocken die Amtskirchen auf dem ganzen neomarxistischen und Öko-Krempel, der dann mit einem Schlag aus der Mode ist. Und drinnen hocken die ganzen schmarotzenden Vollblutideologen, die dann Segen und Ämter nach Quote und Linientreue vergeben. Da werde ich nicht der einzige sein, der bei seiner Beerdigung in keinem Fall einen dieser Hackfressen sehen will.

Wenn ich über den Bayerischen Wald schauen, der täglich von der linken Propaganda des Bayerwald-Boten überzogen wird, dann fällt sie hier bei den Kirchen kaum auf fruchtbaren Boden. Schon die Nazis kamen hier nicht gegen die katholische Zentrumspartei an. Die Kirche von unten, die von den Marxisten gekapert, den Gang durch die Institutionen angetreten ist und jetzt in Form eines rotlackierten Papstes und rotlackierten Bischöfen an den Schalthebeln sitzt, wird aus obigen Gründen hinweggefegt werden. Dann wird es eine echte Kirche von unten geben, die sich wieder an der ursprünglichen Botschaft orientiert, und die auch Pfarrer an der Basis herbeisehnen.  Vielleicht wird man diese Christen wieder wie eine Sekte behandeln wie zur Römerzeit, dabei ist sie nur der Fels, auf dem man vormals die christlichen Kirchen errichtet hat.

Jeder nun, der diese meine (Jesu) Worte hört und sie tut, den werde ich mit einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute; und der Platzregen fiel herab, und die Ströme kamen, und die Winde wehten und stürmten gegen jenes Haus; und es fiel nicht, denn es war auf den Felsen gegründet. Und jeder, der diese meine Worte hört und sie nicht tut, der wird mit einem törichten Mann zu vergleichen sein, der sein Haus auf den Sand baute; und der Platzregen fiel herab, und die Ströme kamen, und die Winde wehten und stießen an jenes Haus; und es fiel, und sein Fall war groß.

(Die Bibel Matthäus 7, 24-27)

 

4 Gedanken zu “Religionsbasar

  1. Jesus hat wenigstens nicht so ein Gewese um seine Religion gemacht. Klingt blöd, aber kurz vor dem „Vaterunser“ sagt er in etwa, dass ihm die Show-Beter auf den Geist gehen. Damals gab es also auch schon ein Problem mit virtue signalling (Mt 6, 7).

    Offenbar war er auch in Sachen Narrenschiff einigermaßen versiert.

    Ich hab auch Sachen an ihm auszusetzen, aber mehr an den aktuellen Kirchen, jedenfalls den hiesigen.

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  2. Bis zu meiner Konfirmation hat mich der Religionsunterricht nicht sonderlich gestoert. Es war, wie Deutsch und Geschichte, sinnloses Auswendiglernen von Phrasen, welche die meisten Lehrer nicht mal erklaeren wollten, wohl oft auch nicht konnten. Durch die Konfirmation hatte ich mich korrupterweise (wegen der Geschenke) irgendwie durchgebrunst; der Unterricht hat meine Abneigung nur noch gesteigert. Ein/zwei Jahre spaeter bin ich dann dem schulischen Religionsunterricht offiziell fern geblieben (was den Vorteil hatte, dass ich meine Hausaufgaben i.d.R. bevor ich nach Hause kam schon fertig hatte). Komischerweise war der einzige Klassenkamerad, der mich damals verstand einer, der heute ein hoeheres Amt in der ev. Kirche hat und dessen Vater ein unabhaengiger Religionsvertreter einer reformatorischen Freikirche war.

    Was mich damals schon – und auch heute – an den Religionsfetischisten am meisten stoert, ist die philosophische Leere. Die Begeisterung fuer das Nachbeten sinnloser Phrasen macht sich auch die Klimasekte zu Nutze.

    Mit 18 dann 20 Mark gezahlt, um offiziell aus der Kirche auszutreten, in die ich nie bewusst eingetreten war.

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