Zum Wahnsinn erzogen.

In den letzten Wochen hat sich besonders bei Politikern der Grünen gezeigt, dass sie zwar immer den Eindruck von Allkompetenz erwecken wollen, wenn es ins Detail geht aber ziemlich ahnungslos sind. Kurz aufgezählt sind das Bearbocks Batterie-Kobolde, Habecks erste Begegnung mit der Pendlerpauschale und dann Anton Hofreiter in Sachen „Solardeckel“.

Wer sich mal Interviews bei FFF angesehen hat, der stellt fest, dass sich unter den Klimajüngern ganze Horden an Ahnungslosen befinden, die aber genau wissen, was heute nötig ist, seinen Willen durchzusetzen. Wir sind schon so abgebrüht und überfüttert, dass wir auch solche Ausfälle unhinterfragt hinnehmen, weil auch der größte Hohlkopf durchkommt, weil ihn die Medien auf Händen tragen, solange er nur die richtige Haltung zeigt.

Dabei muss man sich mal in die Lage dieser grünen Intelligenzia versetzen. Jeder, der öffentlich eine Rede hält oder sich öffentlich positioniert, der weiß um das gefährliche Halbwissen, das am Ende die eigene Argumentationslinie vollkommen aushebeln kann. Ich selbst google ja oft sogar die genaue Definition von Begriffen oder Gesetze, deren Inhalt ich nur ungefähr kenne, bevor ich etwas schreibe. Wie erklärt sich nun das Phänomen, dass man auf die Straße geht, wie wild kritisiert und Veränderungen fordert, obwohl man vom Thema selbst nicht mal in Ansätzen Ahnung hat?

Ich denke, es liegt daran, dass sich das, was man unter Bildung und Mündigkeit versteht, völlig verändert hat. Es hieß schon vor 50 Jahren in der Pädagogik, dass man mit Bildung den Schüler soweit bringen will, alltägliche Lebenssituationen zu bewältigen. Damals war der Ausdruck „alltägliche Lebenssituationen“ noch viel weiter gefasst und es herrschte Einigkeit darüber, dass Wissen dafür die Voraussetzung ist. In den Hauptschulen gibt es heute noch praktische Fächer wie Werken und Hauswirtschaft. Am Ende hatten alle einen groben Überblick wie man kocht, wussten über die Verwendung von Holz- und Metallwerkzeuge Bescheid, über einfache Stromkreise und Materialeigenschaften. In den höheren Schulen hatte man dann eben Physik, Chemie und Mathematik und konnte mit diesem Wissen praktische Dinge vielleicht nicht handwerklich bewältigen aber zumindest theoretisch durchdringen. Am Ende sollte jeder Schüler fähig sein, in allen Lebenslagen eine Lösung parat zu haben, bzw. zu wissen, wie eine Lösung aussehen muss oder wo man sich hinwenden kann. Es geht darum zu überleben und sich ernähren zu können. Dann war man mündig.

Heute werden nur noch Kompetenzen erlernt. Der Begriff ist so schwammig, dass jegliche Didaktik und Methodik gleich mitverbraten wird, wie dieses Gesülze,

Kompetenzorientiertes Lernen ist personalisiertes Lernen, orientiert an den persönlichen Bedürfnissen und Lerngewohnheiten. (???)

obwohl der Begriff in der Pädagogik nur Fähigkeiten und Fertigkeiten meint. Mit dem ganzen methodischen Schnickschnack meint man, Fähigkeiten und Fertigkeiten würden sich einfach von selbst einstellen, indem man Stuhlkreise bildet und miteinander darüber labert, welche Gefühle man dabei hat. Die Schüler lernen wie später im Berufsleben wie man mit geringstem Widerstand vorankommt.  Mein Sohn erzählte mir von einem Jungen in seiner damaligen Firmgruppe, dessen Verhalten untragbar war, der dazu aber nur meinte, Ihr müsst mich so akzeptieren wie ich bin. Das Ergebnis sind Erwachsene, die sich nirgends anpassen und auch nicht versuchen sich fehlende Fertigkeiten bzw. Wissen anzueignen. Man bricht Studiengänge ab und beginnt immer wieder was Neues, schmeißt seine Arbeit oder den Ausbildungsplatz, wenn er nicht den eigenen Vorstellungen entspricht und ist auch beziehungsunfähig, weil immer erwartet wird, dass sich die Welt um einen kompatibel machen muss und, wenn man scheitert, grundsätzlich andere Schuld sind oder die Umstände. Dieses Verhalten hat etwa das Niveau der ersten kleinen Roboter auf Rädern, die zwar völlig „hohl“ waren, einen Pakour mit Hindernissen aber bewältigen konnten, indem sie gegen die Hindernisse fuhren und dann einfach die Richtung änderten bis sie durch waren. Die brauchten gar nicht zu wissen wie der Pakour aussieht.

Dazu erfahren Kinder zu Hause ein hohes Maß an Selbstwirksamkeit und beinahe Allmacht. Wenn die Prinzessin nicht ihren Willen bekommt, wird sie bockig oder wird am Ende hysterisch, weil ihr Wille nicht erfüllt wird, und im Ergebnis passt sich dann ihre Umgebung aus Eltern, Geschwister oder Lehrer an, bis die Welt wieder zur Prinzessin passt (oder den Prinzen).

Politiker und FFF-Jünger, die aus einer solchen Erziehung hervorgegangen sind, sind nicht in dem Sinn dumm, sondern in deren infantilen Welt, funktionierte alles allein durchs Wünschen wie von selbst, sodass Probleme für sie nur vorgeschoben erscheinen, so wie ihre Mutter früher gemeint hatte, es wäre ein Problem sie mit dem SUV die 500m zum Klavierunterricht zu fahren, weil sie da noch nicht von der Arbeit daheim wäre. Man braucht sich nur ihre Vorstellungen von der Energiewende ansehen. Windräder produzieren Strom, also kommt am Ende Strom aus der Steckdose. Die ganze Technik, die benötigten Ressourcen, Leitungen, fehlende Grundlastfähigkeit, Synchronisieren des Windstroms und die Netzstabilität sind so eine Art Deko, höchstens eine vorsätzliche Sabotage durch Windkraftgegner.

Als die Linken-Abgeordnete Martina Renner vom Bundestagsvizepräsidenten Kubicki gerügt wurde, weil sie einen ANTIFA-Sticker trug, war sie völlig aufgelöst und weinte sich an der Schulter von Katja Kipping aus. Diese machte dabei noch einen Zwischenruf, für den Kubicki ebenfalls eine Rüge androhte. Kipping sah aus, als hätte sie gerade gerufen: Sieh, was Du angerichtet hast! Jetzt weint sie! Nachdem ein AfD-Abgeordneter ganz sachlich forderte, dass man gegen den Linksextremismus vorgehen müsse, auch im Bundestag, da flippte die Grünen-Abgeordnete Canan Bayran förmlich aus. So im Stil einer verzogenen Göre, die den Eltern droht, sie würde jetzt zu ihrem libanesischen Freund ziehen, wenn sie kein neues Auto zum Achtzehnten bekäme.

Wer von Kindheit an feststellt, dass man durch Quengeln, Schreien und Drohen Unglaubliches bewirken kann, nämlich, dass sich die ganze Familie und später die Schule weitgehend den eigenen Wünschen anpasst, man leistungslos nach oben kommt, auch die dämlichsten Ergüsse ernst genommen werden und als Gruppe sogar das Gefühl hat, die eigene Macht würde dadurch noch potenziert, der muss irgendwann zwangsläufig der Wahnidee der eigenen Allmacht und Allkompetenz verfallen. Man ist mehr nur „mündig“ sich in der Welt zurechtzufinden, sondern kann sie sogar durch reine Geisteskraft verändern, auch wenn es sich um eine Wahnidee handelt.

Wahnideen sind pathologisch verfälschte Bewusstseinsinhalte (Kognitionen), die ‚einer Berichtigung durch Beweisgründe nicht zugänglich sind. Ja, genau das haben die Vertreter von „Vernunftkraft“ bei einem Treffen mit Politikern feststellen müssen, wo sie ihre Bedenken zur Energiewende vorbrachten (finde gerade den Link nicht mehr). Wenn jemand von der Wahnidee befallen ist, das Klima und somit die Welt retten zu wollen mit Maßnahmen, deren Wirkung im Promillebereich liegt, dem braucht man mit physikalischen Gesetzen erst gar nicht mehr zu kommen. Und, wenn man auch nur vorsichtig die Machtbarkeit in Frage stellt oder fundierte Gegenargumente hat, dann reagieren sie genauso wie es einer mit Wahnideen normalerweise tun.

Der Patient reagiert auf Kritik an seiner fixen Idee, seinem Glauben oder auf Widerspruch mit einer heftigen emotionalen Reaktion, mit Irritation und Feindseligkeit. Er akzeptiert nur die eigene Meinung.

Woher kenn ich das bloß? Auch die anderen hier genannten Symptome treffen bei den oben genannten Personen ebenfalls zu. Die Welt und ins besondere Deutschland ist völlig bekloppt geworden und man steht dem ganzen fast ohnmächtig gegenüber. Die merken es nicht mal, wenn man ihnen ins Gesicht sagt, sie wären einfach nur kranke Vollidioten, sondern halten im Gegenteil ihre Kritiker für krank. Man bekommt fast schon Aggressionen bei deren Arroganz und völliger Resistenz gegenüber Argumenten, dass ich mir manchmal denke, ich bräuchte mal ein Ventil, um ein bisschen Dampf abzulassen. Zum Glück habe ich heute dieses Video mit Greta Thunfisch gefunden, das mich mit diesem Tag wieder versöhnt hat. Voll aufdrehen und genießen.

 

9 Gedanken zu “Zum Wahnsinn erzogen.

  1. Ich wollte auch schon ein Satirevideo machen, dass als Dems-Wahlkampfslogan „How dare you?“ vorschlägt. Ich find aber nicht mehr die Stelle, wo Kamala Harris Joe Biden damit unterbricht. „How dare you? How f*** dare you?“ (Copyright: Das „Hau“ geht auf Elisabeth „very red skin“ Warren zurück. Begrüßt eure Wähler mit „Hau“ oder auch gerne mit „Hau dare you do? – How dare you do?“

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  2. Ist doch herrlich, dass die Meme-Warrior sofort zugeschlagen haben. Danisch hat auch ein „Flughafen“ Video ueber Thunberg gefunden. Eine bekloppte Welt kann man nur noch mit Satire ertragen.

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