Halle.

So wie es aussieht stecken Neonazis hinter dem Terror in Halle. Da ballern also Radikale wahllos im Stadtzentrum mit Kriegswaffen rum und fahren sogar noch mit dem Auto vor. Da stellt sich natürlich die Frage, wie es sein kann, dass man ganz stolz war, eine achtköpfige Gruppe ausgehoben zu haben, die mit Luftgewehren einen Umsturz in Deutschland plante; einer von den Mitgliedern wird aufgrund von drei Tweets den Terroristen zugerechnet, und nichts mitbekommen hat, dass sich so eine bewaffnete Gruppe formiert. Auf einem Tweet wird nun ein Bild gezeigt wie sich das SEK in einer Straße massiert, auf einem anderen soll ein bekannter hallensischer Neonazi zu sehen sein.

Da fragt man sich als Laie schon, dass man solche Leute nicht stärker auf dem Radar hatte. Nun gab es äußerst links und äußerst rechts immer den militanten Bodensatz, der wie die RAF in völliger ideologischer Verblendung meinte, sie könnten mit einer Handvoll Versagern einen Umsturz in Deutschland durchführen. Wie heute bei der ANTIFA saßen die Unterstützer im asozial-nutzlosen Uni-Milieu oder bei den Nazis im asozial-nutzlosen Feinripp-Milieu. Nun halte ich es für verkehrt, die Gefahr von links, rechts oder islamisch, daran zu messen wie in den Medien darüber berichtet wird. Es gab nie in der deutschen Nachkriegsgeschichte eine breite Solidarität mit Gruppen, die auf gewaltsame Art das System umkrempeln wollten. Parteien, die diesen Weg stützten, blieben immer auf dem Niveau von Kleinstparteien; man denke an die NPD, DVU oder 3.Weg bzw. KPD, DKP oder MLPD. Der Verfassungsschutz hatte immer beide Seiten im Blick, sodass es seit der RAF bis vor wenigen Jahren zu keiner organisierten Militanz kam. Was uns von der Zeit vor 2000 unterscheidet, ist, dass man den Konsens und das Vertrauen, dass auch Normalbürger an den äußersten Rändern zwar agitierten und hetzten, aber nie Gewalt zur Durchsetzung politischer Ziele anwenden würde. Das hat sich in den letzten Jahren deutlich geändert. Auf der einen Seite werden Kritiker an der Regierungspolitik nicht nur mehr dem „Rechtspopulismus“ zugerechnet, sondern es wird auch bei einer politisch nicht korrekten Wortwahl sofort die Verbindung zum gewalttätigen Rechtsextremismus hergestellt. Niemand hätte die CSU bei dem Bombenanschlag auf das Oktoberfest bezichtigt, sie hätte durch die anti-linke Rhetorik durch Franz-Josef-Strauß den Weg für diesen Anschlag bereitet. Da konnten noch so viele mit Stoppt-Strauß-Plaketten rumrennen, niemand konnte damit den parteiübergreifenden Konsens der Gewaltlosigkeit brechen. Heute wird jedem, der Kritik an der Flüchtlings- und EU-Politik und an dem Klimatralala äußert, unterstellt, er wäre rassistisch, menschenfeindlich und latent rechtsextrem. Manche Kolumnenschreiber schaffen es nach einem neutralen Beginn (meist ein, zwei Sätze) dann von Satz zu Satz ein weiteres dieser Prangerwörter unterzubringen, bis man bei rechtsextremistisch und gewaltbereit angekommen ist. Der einfach gestrickte, eher links orientierte Bürger wird sich dann genauso distanzieren, so wie es früher alle zu beiden extremistischen Rändern hin taten. Für Konservative im Land ist natürlich ein rechtsextremistischer Angriff wie in Halle das schlimmste was passieren konnte, denn jetzt ist klar was folgt: Demos, nicht in erster Linie gegen Rechtsextremismus, denn da durften früher alle mitlaufen, sondern gegen alles Nicht-linke, alles Konservative und natürlich gegen die AfD. Dazu Lichterketten und bunte Bündnisse mit ihrer erwartbaren wochenlangen Bestürzung, die man bei Gewalt und Mord von Seiten von Migranten oder des Islam vergeblich sucht. Jeder Normalbürger, der eben ganz normale konservative Positionen vertritt, wie sie vor weniger als 20 Jahren noch in der CDU zu finden waren, bleibt ratlos zurück. Er ist ohne sein Zutun, sogar ohne seine politischen Positionen je geändert zu haben, zum Paria geworden.

Nun scheint es auf den ersten Blick wirklich voll bescheuert, wenn rechtsextreme Terroristen glauben, ihre Ziele dadurch durchsetzen zu können, indem sie nicht nur Rechtsbruch begehen, sondern gleich zu blinder Gewalt gegen Unbeteiligte greifen und ein Blutbad anrichten. Vielleicht ist der Gedanke in ihren Augen gar nicht so abwegig. Wegbereitend dazu ist sicher, dass es heute reicht, mit martialischem Auftreten und direkten Angriffen die Staatsgewalt in die Knie zu zwingen. Es ist aber inzwischen auch geduldet, wenn nicht sogar erwünscht, Gewalt und zivilen Ungehorsam zur Durchsetzung politischer Ziele anzuwenden. Man sehe nur die Gewalt durch Aktivisten im Reinhardswald, die Blockade und Störung von genehmigten Demonstrationen, das Bedrohen und Schädigung von Gastronomen, die patriotischen Vereinen und Parteien Räumlichkeiten zur Verfügung stellen, der Angriff auf Personen und deren Habe, wenn sie sich für eine solche Partei engagieren. Und man nehme jetzt die Blockade des Verkehrs durch Extinction Rebellion. Vielleicht ist es nun einigen Rechtsradikalen zu Kopf gestiegen, es mit gleichen, noch gewalttätigeren Mitteln zu versuchen. So etwas geschieht aber weder über Nacht, noch könnte es den Diensten verborgen bleiben, so durchsetzt die Szene mit V-Leuten ist, noch hätte dann der Erwerb von Kriegswaffen geschehen können.

Das führt mich auf eine andere Schiene. Dieser Amoklauf geschah ausgerechnet in Halle, kurz vor einer Landtagswahl, wo die AfD ein gutes Ergebnis erwarten könnte. Es geschah genau als eine neue Flüchtlingswelle bevorsteht und nur Tage nachdem ein Syrer, der 2015 mit der ersten Welle nach Deutschland kam, einen LKW gekapert hat und mit Vorsatz unter mehrere, stehende Autos raste. Was könnte das anderes sein als ein Terroranschlag? Das passt einfach wieder zu gut. Erinnern wir uns, dass auch ein Amris Amri bis zu seinem Anschlag unter Begleitung und Beobachtung des Verfassungsschutzes stand und seine Tat trotzdem durchführen konnte. Nicht, dass das nun der Regierung genutzt hätte, es heißt nur, dass nicht jeder potenzielle Täter schon vorher aus dem Verkehr gezogen wird, wenn er oder die Tat jemandem nützen könnte. Damals wollten die US-Geheimdienste an seine Hintermänner kommen.

Erinnern wir uns, dass in den letzten Jahren Duzende Waffen und Waffenteile und Tausende Schuss Munition bei der Bundeswehr abhandengekommen sind, ohne, dass sie wieder aufgetaucht wären. Ich war selbst bei der Bundeswehr und weiß, dass das damals unter normalen Umständen unmöglich war. Alles wurde in Kladden eingetragen, wozu immer mindestens zwei Mann anwesend waren. Die Waffe wurde nach einer Nummer dem Soldaten persönlich zugeteilt. Abgegriffen wurde nur in der Instandsetzung. Mir sagte ein Waffenmechaniker, dass man defekte Teile der Waffe als defekt meldete und ein neues bestellen konnte. Nur beim Verschluss und, wenn ich mich recht erinnere beim Rohr, musste ein Vorgesetzter gegenzeichnen. Ich frage mich, wie man es bei der Bundeswehr schafft, unter diesen Verhältnissen eine Waffe abzugreifen, ohne, dass sie ermittelt werde kann, wenn der Personenkreis namentlich bekannt ist und heute sogar jeder eine Sicherheitsüberprüfung bekommt. Da kann man die potenziellen Interessenten ja sauber eingrenzen und diejenigen zumindest nach deren Entlassung im Auge behalten. Für mich sieht das dann eher so aus, als hätten sich da intern welche organisiert, um an eine Waffe zu kommen, und es wurde deshalb ergebnislos ermittelt oder es war von oben sogar so gewollt. Wer sich schon mal genauer mit dem NSU befasst hat, der merkt, dass dort auch Asservaten bei Bedarf wieder in Umlauf kommen oder passende Teile an Tatorten auftauchen. Wer weiß, zu welchem Anlass das ganze Zeug mal auftauchen wird.

Halle ist tragisch für die, die dabei getötet wurden, aber fast eine glückliche Fügung für die linksgedrehten Konsensparteien. Aus dem Kreis von Rechtsextremisten wird sich wohl kaum einer legal eine Waffe besorgen können, was aber die Regierung dazu nutzen wird, das Waffenrecht zu verschärfen und, dass auch normale Jäger und Sportschützen sofort in Verdacht kommen, sollten sie sich nicht linientreu äußern. Man wird sofort wieder die üblichen „Rechtsextremismusexperten“ auflaufen lassen, die uns erzählen, dass das alles vom Hass im Netz kommt, der die Bürger radikalisiert, was es noch leichter macht unerwünschte Kritiker aus dem Netz zu entfernen oder durch ein Verbot anonymer Kommentare hinauszunötigen. Man wird vor einer Unterwanderung staatlicher Behörden durch Rechtsextreme warnen und diese nach Beamten und Angestellte durchforsten, die sich kritisch gegen den Regierungskurs äußern. Man wird die AfD für den Vorfall in Chemnitz verantwortlich machen, indem man eine Verbindung herbeifantasiert und noch mehr Geld für den Kampf gegen Rechts über die diversen linksextremen NGO auskübeln. Da kann man dann wirklich von einer Instrumentalisierung sprechen.

Zu Recht stellen Verschwörungstheoretiker deshalb sofort die Frage, cui bono? und beginnen dort ihre Suche nach Ungereimtheiten. Sinnlose Mühen. Auf die Instrumentalisierung solcher Taten reagieren diejenigen, die noch Ansätze an Verstand haben, ohnehin nicht mehr, deshalb wird auch die Tat kaum Einfluss auf die Wahlergebnisse der AfD haben.

Man weiß jetzt schon, dass die Konsensparteien und die Medien wegen Halle wieder so durchdrehen werden, als würden die Rechten den drohenden Weltuntergang durch die „Klimakatastrophe“ noch nach vorne verlegen. Jede Propaganda muss mal eine Atempause einlegen, denn, wenn das ganze Gedöns die Probleme verschüttet, die die Bürger hautnah betreffen, dann stumpfen sie ab. Regierungen war schon immer geholfen, wenn die Bürger aufeinander losgehen, weil sie damit die Freiheit der Bürger einschränken können. Rechnet man den Teil der islamischen Kämpfer heraus, dann werden es aber trotzdem wieder nur die nutzlosen Hohlköpfe an den Rändern sein in Form der ANTIFA und den diversen Versagern, die vom 4.Reich träumen. Die restlichen Bürger werden irgendwann eine Bestandsaufnahme ihres eigenen Lebens machen, wer den Klimawahn initiiert hat und die gesellschaftlichen Verwerfungen durch die ungebremste Einwanderung, wenn  unsere wirtschaftlichen Grundlagen zerbröselt sind wie Industrie, Bildung, Stromversorgung, Sozial- und Geldsystem.

Die Schuldigen kann man heut´ schon benennen. Es gab nämlich mal ein Land, wo eine ähnliche Gruppe wie jetzt in Halle in Form der RAF auftrat, und alle bei deren Bekämpfung zusammenstehen konnten und dieses Land es nicht zum Anlass nahm die Rechte seiner Bürger einzuschränken und mit Füßen zu treten, nur um eine irre Ideologie durchzusetzen. Dauert vielleicht noch bis es alle merken. Halle könnte das noch ein bisschen verzögern.

12 Gedanken zu “Halle.

  1. Man kann beim Bund Waffen verlieren, wie man auch beim Verfassungsschutz Dokumentsdownloads, die an die Presse gehen, nicht erfassen kann.

    Mich macht das alles unfassbar nervös. Und hier haben wir es wieder: Gibt man alle macht dem Staat und sein Hirn ab, kann man Minderheiten eh nicht schützen. Dann ist alles zu spät. Ich will sagen, dass ich – kein Neonazi-Fan – noch meine Zweifel an der These habe.

    Der Grund ist, dass es – mMn – zwei Neonazi-Milieus gibt: Die dumpfen Schläger, die auch schon mal Farbige „klatschen“ und dann gibt es noch die verrückten, aber etwas klügeren, die mit dem Computer so gut können, dass man sie im Internet findet. Das letztere Milieu ist i.d.R. sehr muslimfreundlich. Letzterem traue ich einen Terroranschlag auch zu und Pittsburg war so ein Ding. Aber gerade dieses Milieu sieht Moslems als Unterdrückte, die von den „hinterlistigen“ Juden ausgebeutet werden. Für einen Anschlag, der sowohl Synagoge als auch Kebab trifft, kommen nur zwei Milieus infrage.

    1) Accelerators, also Leute, die meinen, dass es magisch besser wird, wenn es erstmal schlechter wurde und die daher die Verschlechterung bereit sind zu beschleunigen.
    2) False Flag Kommies, die einen Vorwand schaffen wollen, den Leuten Bürgerrechte zu entziehen.

    Was mich auch irritiert, ist, dass wie bei Franco A und der Luftgewehrtruppe einfach zu viele Häkchen gesetzt werden können. Angeblich hat er ein Video gedreht, um sich auch noch über Feminismus zu beschweren.

    Ich hab keine Ahnung. Wer auch immer es war, kriegt gewiss keine Vergebung dafür.

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      1. Das mit der Helmkamera finde ich auch seltsam, denn erst sprach man von mehreren Tätern, jetzt von einem Einzeltäter. Könnte er vielleicht professionelle Begleitung gehabt haben, dass die plötzlich verschwunden sind?

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  2. Dein Beitrag spannt ja gleich den größeren Bogen. Mit der Wahl im Oktober, fällt es sehr günstig für die Altparteien, die alte Mär im Kampf gegen rechts, die Fahne mit vollem Verve wieder hoch zuziehen. Wie wir sehen waren die 100 Millionen, von Manuela, doch wohl erst die Anschubfinanzierung .Mich würde mal interessieren,in welchen dunklen Kanälen das Geld verschwunden ist? Wie sagte doch der dicke Joschi, egal wie wir das Geld außer Landes bringen, Hauptsache die Deutschen erhalten es nicht. Übrigens gibt es da jemanden im Netz, der sich mal so verschiedene Aussagen der Grünen zur Brust genommen hat, früher wären solche Sprüche unter Wehrzersetzung gelistet gewesen.Zur Sache: Dass es die ewig Gestrigen gibt, nun ja Psychopaten (6%) haben und hatten wir immer am Start. Die Einschätzung, ob der Fall sich in Halle so zugetragen hat, oder Geheimdienste Verfassungsschutz ,NSU, Graue Wölfe, Mossad, mit im Spiel waren,wer weiß es schon so genau? Die CIA und das FBI verwendet gern für ihre oft suspekten Aktionen, False Flag Patsys, arme Schweine, psychisch Verwirrte, die dann oftmals aus dem Ruder laufen. Die Geschichte ist voll von solchen merkwürdigen Tathergängen. Bei den Wahlen, hier in der BRD Gmbh habe ich doch des Öfteren meine Zweifel,ob das auch alles so kosher abläuft. Gruß aus Flensburg.

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    1. Ich kann mich erinnern, dass in einem Stadtrat im Osten mal einer wissen wollte, was mit dem ganzen Geld passiert. Das hat man dann gleich wieder als einen Angriff auf die Demokratie gesehen. Zeigt, dass man da auf der richtigen Spur wäre.

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  3. Die Frage, ob jemand der derartige Anschlaege begeht – egal welcher Religion/Ideologie zugehoerig – ein Verrueckter ist, stellt sich eigentlich nicht. Derjenige, der so was tut, hat psychologisch einen an der Klatsche. „Normal“ ist so einer nicht. Und da in der BRD weder Waffen, noch Munition, irgendwo im Gebuesch herum liegen, ist es auch nie „spontan“.

    Was mir auffaellt ist, dass die psychopatische Vorgeschichte der Taeter oft verschwiegen wird, oder als harmlos dargestellt wird. Meine Verschwoerungstheorie ist, dass sich diverse Organisationen, die Chaos auf Zuruf/Bestellung veranstalten koennen, solche Leute zunutze machen.

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  4. Ich finde das viel zu praktisch für gewisse Kreise.

    Und das der AfD unterzuschieben wird mal hochgradig nach hinten losgehen, die sind nicht die, die Hisbollah-Sympathisanten durch Berlin marschieren und Israel-Fahnen verbrennen lassen.

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    1. Nachtrag: Tja. Wir müssen unser Zusammenleben eben täglich neu aushandeln. War nur ein verwirrter Einzeltäter, weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen. Es ist so *saudämlich*, das als Narrativ in die Welt gesetzt zu haben.

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  5. Klasse, sachliche Analyse.

    … und so ein Reichtagsbrand zur rechten Zeit hilft ja immer wieder, gewisse Dinge umzusetzen.

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