Shell-Studie: Ist die Jugend doch nicht wie gewünscht?

Sie haben sicher von der Shell-Studie gelesen, die sich mit Gewohnheiten, Wertvorstellungen, Ziele usw. der Jugend befasst. Im Grunde gibt es kaum große Veränderungen, wenn man konstatiert, dass in den meisten Bereichen eine Zunahme von weniger als zehn Prozentpunkte immer noch wenig sind, wenn es sich nicht um Extrempositionen handelt. Der Inhalt wurde ja in allen Medien immer irgendwie aufbereitet. „Wovor haben Jugendliche Angst“ heißt es dazu auf web.de, der SPIEGEL schreibt Mehrheit der Jugendlichen glaubt, die Regierung verschweige „die Wahrheit“ und darunter „Die Mehrheit glaubt der Regierung“ in einem Link zum SPIEGEL. (Qualitätsjournalismus eben; Screenshot unten). Die Wahrheit in Anführungsstriche zeigt schon die Staatsgläubigkeit dieses Magazins. Es wird deshalb das herausgepickt, was die Journalisten selbst für wichtig halten, deshalb habe ich die Zusammenfassung gelesen und auch mit den Zusammenfassungen der Ergebnisse vergangener Jahre verglichen. In dieser Studie kommt zum ersten Mal der Begriff „Populismusgeneigte“ als Gruppe vor. Dieser Begriff kam in den letzten Studien nicht vor, er ist sozusagen aus dem Nichts aufgetaucht und dem Zeitgeist geschuldet. Da es keine wirkliche Definition gibt, wird der Begriff immer wahlweise mit dem gefüllt, was nicht den eigenen Ansichten entspricht, und dies geschieht meist affektiv als eine Art Label für Leute, mit denen man nicht zu tun haben will. Man dichtet ihnen sozusagen eine kollektive Meinung, Haltung und Wertevorstellung an. Bei Studien eignet sich dieser Begriff hervorragend, um das Ergebnis in die gewünschte Richtung zu manipulieren, wie hier schon in einer Bertelsmannstudie zum Populismus. In der Shell-Studie heißt es dazu:

Den populistischen Statements ist gemein, dass sie gezielt an affektiven Komponenten, also an Gefühlsregungen und weniger an kognitiv reflektierten Positionen ansetzen. Bedient werden Ressentiments und Ängste.

Würden die Autoren sich nach ihrer eigenen Definition richten, dann müsste jede Äußerung der Grünen, FFF, Greta oder Extinktion-Rebellion und all den Trittbrettfahrern in den Medien und der restlichen Politik populistisch sein. Ich kann mich nicht erinnern, dass da jemals eine fundierte Äußerung gefallen wäre, sondern es wird wie in einer Sekte nur an die Affekte appelliert durch Begriffe wie Weltuntergang, Klimaerhitzung oder ominöse Kipppunkte, nach denen es kein Zurück mehr gibt. Es spielt überhaupt keine Rolle, dass sämtliche Maßnahme in Deutschland keinerlei Einfluss auf den Fortgang des Weltklimas haben und nur die Zerstörung von Wohlstand zur Folge hat. Dabei geben die Jugendlichen sogar selbst zu, dass sie sich mehr von Gefühlen und Idealismus leiten lassen wollen.

Umwelt-, Klima und Gesundheitsbewusstsein sowie eine bewusste Lebensführung gehen Hand in Hand mit dem Wunsch, sich bei den eigenen Entscheidungen auch von seinen Gefühlen leiten zu lassen.

Bzw.

Für junge Menschen haben demnach die idealistischen, also die eher sinnstiftenden Wertorientierungen an Bedeutung gewonnen.

Es ist erhellend, wenn die Autoren fortfahren:

 Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, dass jede schnell geäußerte Zustimmung zu einem populistischen Grundmuster nicht unbedingt in sich konsistente Überzeugungen nach sich ziehen muss, die dann nachhaltig wirksam oder handlungsleitend wären.

 Liest man frühere Studien, so sahen sich die Jugendlichen vor der Finanzkrise von Verlust des Wohlstandes bedroht, später dann von Krieg und dann vom Terrorismus. Also alles, was auch in den Medien relevant war. Allerdings kann man dabei zu konsistenten Überzeugungen kommen, wenn man sich näher damit befasst. Die letzte Finanzkrise wurde nur durch Milliarden an gedrucktem Geld und Rechtsbruch gebändigt. Die Angst vor einer neuerlichen Finanzkrise, die allen Wohlstand vernichtet, weil sämtliche Gegenmaßnahmen nutzlos verpufft sind, ist also keine Gefühlssache. Genauso wenig wie die Angst vor Terrorismus, denn, wenn man mit Millionen Migranten auch Terroristen ins Land holt und die nächste Welle aus Nordsyrien zum großen Teil aus IS-Leuten und deren Anhängern besteht, die die Russen immer frei nach Idlib abziehen haben lassen, dann ist die Angst durchaus begründet. Allerdings muss man dazu auch die Fakten kennen und bei Jugendlichen ist dies schwierig, weil sie noch zu jung waren, das live mitzubekommen.

Heute sind mit die größten Ängste die Bedrohung der Umwelt und der Klimawandel. Nun werden auch Fragen zur Politikverdrossenheit gestellt und das Verhältnis zu den Eltern, das sicher auch von den jeweiligen Standpunkten geprägt ist, ob man eher übereinstimmt oder unterschiedlicher Meinung ist. Das ist die erste „rebellische“ Jugend, die mit ihren Eltern für die gleichen Ziele an der Seite der Regierung auf die Straße geht (außer DDR, Nordkorea, 3.Reich usw.) und dabei ist den Jugendlichen auch in dieser Studie die Nonkonformität so wichtig. Die Jugend wird immer noch vornehmlich durch das Elternhaus geprägt und beide natürlich durch den Einfluss der Medien. Doch verfolgt man die Studie über die Jahre, dann hat auch die Propaganda ihre Grenzen und schafft auch Gegenbewegungen. Im Jahr 2015, also dem Jahr der Grenzöffnung, wurden Tradition und eigene Kultur als wichtiger erachtet als die Jahre zuvor, aber auch die Vielfalt. Man kann nicht wirklich beides haben, sodass es hier Unterschiede nicht zu einem allgemeinen Erwachsenenstandpunkt, sondern schon deutliche Differenzen zwischen den Jugendlichen gibt. Im Bereich des Gender- und Frauenkrames konnte keine Propaganda und keine politische Maßnahme verhindern, dass das nur ein Strohfeuer war und nur marxistischer Blödsinn ist, und die Jugend heute wesentlich traditionellere Rollenvorstellungen hat, als es sich die ganzen Neomarxisten wünschen. Und zwar Mädchen und Jungen zu fast gleichen Anteilen. Rund 70% sehen die Familie mit Kindern und dem Mann als Allein- oder Hauptverdiener als erstrebenswert. Was der linksgedrehten Politik natürlich nicht gefallen kann:

Giffey zeigte sich überrascht davon, dass sich junge Menschen bei der Familienplanung „auf den Weg einer Traditionalisierung“ machten. Es sei schon bemerkenswert, dass ein großer Teil der jungen Leute das Alleinverdiener-Modell in seiner Zukunftsplanung sehe – und dass dabei mehrheitlich die Frau zurückstecken solle, sagte die Ministerin.

Ja, das können sich die neomarxistischen Planwirtschaftler gar nicht vorstellen, dass Frauen freiwillig ihre Unterdrückung wählen. Da wird man sicher wieder viele neue Programme auflegen, um das zu ändern, indem man für höhere Strompreise und weniger bezahlbaren Wohnraum sorgt, um Familien zu verhindern, oder normale Flirts zu sexueller Belästigung erklärt, damit sich Männlein und Weiblein gar nicht erst finden.

Die Studie war auch so nett, mit Hilfe der Allzweckwaffe „Populismus“ ein gewünschtes Ergebnis zu liefern, damit man noch mehr Geld in die Schmarotzerbuden im Kampf gegen Rechts buttern kann:

Rund jeder zehnte Jugendliche wird von den Experten in die Kategorie der „Nationalpopulisten“ eingestuft, die fast allen abgefragten populistischen Aussagen zustimmt. Weitere 24 Prozent werden als populismus-affin eingeordnet.

„Etwa ein Drittel der Jugendlichen neigt diesen Parolen zu, und das ist viel“, sagte Jugendministerin Franziska Giffey (SPD). „Das Plädoyer ist aus unserer Sicht ganz klar: Wir brauchen mehr politische Bildung in den Schulen.“

 Noch mehr? Manche Schulen und Uis sind schon zu linksextremistischen Shitholes verkommen, wo man offen für die ANTIFA plakatieren darf wie in Hamburg oder die Schüler sich gemeinsam mit den Lehrern an Veranstaltungen von linksextremistisch unterwanderten Organisationen beteiligen. Die letzte ist da Fridays-For-Future.

Bei manchen Ergebnissen hätte ich auch gerne die Fragestellung gesehen, denn wie kommt es zu diesem Ergebnis, wenn über 60% der jungen Moslems beten:

Jugendliche mit einem Hintergrund aus den islamisch geprägten Ländern (Türkei, arabische Länder, sonstige islamisch geprägte Herkunftsländer) äußern zusammengenommen weniger häufig. Vorbehalte gegenüber anderen, als dies Deutsche ohne Migrationshintergrund tun. Im Einzelnen lehnen sie allerdings häufiger homosexuelle Paare (18%) wie auch jüdische Familien ab. (…) Knapp neun von zehn Jugendlichen mit einem Migrationshintergrund aus den islamisch geprägten Herkunftsländern und sogar noch etwas mehr derjenigenmit einem Hintergrund aus Osteuropa, der Ex-UdSSR oder Ex-Jugoslawien betonen die Notwendigkeit des Respekts vor Vielfalt.

Wahrscheinlich hat man gefragt, ob sich jeder Erdenbürger da niederlassen darf, wo es ihm beliebt, damit es richtig vielfältig wird. Beim Islam dürfte es aber am Ende eher einfältig sein, wenn viele von denen sich weigern, überhaupt mit Nicht-Moslems die Schulbank oder den Pausenhof zu teilen. Vielleicht gab es auch Minuspunkte, weil deutsche Jugendliche zwar Vielfalt wollen, aber nur echte Flüchtlinge hereinlassen wollen oder Menschen, die das Land durch ihr Können und ihre Leistung bereichern. Warum sollte ein junger Moslem nur korankonform Homosexuelle und Juden ablehnen und nicht die restlichen christlichen Ungläubigen? Das präventive Abhängen von Schulkreuzen, um sie nicht zu beleidigen, scheint ja geradezu dem Studienergebnis zuwiderzulaufen und Respekt ist bei denen zwar besonders wichtig, vor allem, wenn er nicht auf dem Geleistetem beruht, sondern allein auf dem richtigen Glauben. Allerdings haben die besonders Toleranten bei uns inzwischen auch keinen Respekt mehr, egal was einer geleistet hat, wenn er nur die falsche Haltung hat.

Interessant wären wirklich die Fragen wie man Toleranz, die Zustimmung von Vielfalt oder populistische Einstellungen ermittelt. Vielleicht werden viele Antworten als rechts eingeordnet, die jeder Normalbürger mit Verstand ebenfalls unterschreiben würde, nur um einen steigenden Rechtspopulismus unter Jugendlichen konstatieren kann. Über die Jahre lässt sich feststellen, dass bei Jugendlichen immer das relevant ist, was in den Medien gehypt wird, was nicht erstaunt, weil ihnen ja die persönlichen Erfahrungen über einen längeren Zeitraum fehlen. Wenn ich schon fünf angekündigte Weltuntergänge überlebt habe, dann glaube ich den sechsten erst recht nicht mehr. Das erste Mal ist eben immer noch etwas Besonderes. Positiv ist, dass Klimawandel und eine gelingende Energiewende nur dann Thema bleiben können, wenn die Propaganda ungebremst weiterläuft. Finanzkrise und Terrorismus bedrohen uns immer noch, während obiges nur ein großer Blöff ist, der sich allein schon dadurch auflöst, wenn man sich näher mit beidem befasst. Das könnte auf Dauer ein Problem werden, denn auch unter den Jugendlichen ist die Politikverdrossenheit groß -was sie von den Eltern übernommen haben dürften, denn so viele haben prozentual auch ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern. Zum Jahresende wird das KKW in Philippsburg stillgelegt, wodurch Baden-Württemberg auf einen Schlag 30% ihres Stromes verliert. Das dürfte einer der ersten Termine sein, wo dann die Begeisterung bröckeln dürfte oder man sich noch weiter radikalisiert, weil man um eine Laufzeitverlängerung nicht herumkommt.

Am Ende bleibt, dass das, was uns in den Medien fortwährend als Abbild der Jugend verkauft wird, im Grunde nur eine etwas bescheuerte, ewig-pubertierende Minderheit darstellt, die allerdings immer wieder in die politischen Positionen dängt, wie die Kommunisten seit den 70igern, und dann seine eigenen verqueren Vorstellungen in die Tat umsetzt und sich dann wie eine Giffey wundert, dass auch die Dauerpropaganda des Politisch-Medialen-Komplexes und auch ein gleichgeschalteter Parteienblock nicht helfen, für diesen Bullshit eine mehrheitliche Zustimmung in der Bevölkerung zu bekommen. Kultur, Tradition und die Biologie lassen sich eben weder durch Indoktrination oder Zwang innerhalb von ein paar Jahren so einfach aus den Köpfen eliminieren. So lange dürfte nicht mal dieser links-grüne Block an der Macht bleiben, damit dies gelingt. Deshalb meint auch BILD: „Krass wie spießig diese jungen Leute sind.“ Das ist mal eine positive Meldung.

Spiegel

 

 

4 Gedanken zu “Shell-Studie: Ist die Jugend doch nicht wie gewünscht?

  1. Es ist einfach genug. Es schmerzt nur noch. Ich kann diese permanenten Lügen und Umkehrungen des Normalen nicht mehr hören und lesen. Man hat nur noch die Wahl zwischen Resignation und Wutanfall. Beides ist nicht gesund. Jeder gibt seinen verdrehten Senf zu Allem. Kein Wunder kommt man keinen Schritt voran, sondern muss ständig Nebelschwaden und Anschuldigungen ausweichen. Wer gibt diesen Leuten eigentlich das Recht, ständig falsche Propaganda zu betreiben, Statistiken umzudeuten und so die Leute wahlweise in den Wahnsinn oder die totale Verdummung zu treiben? Ich habe von diesen Plemplem-Medien die Nase gestrichen voll. Mag von denen nichts mehr lesen und sowieso nichts mehr glauben.

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  2. > Interessant wären wirklich die Fragen wie man Toleranz, die Zustimmung von Vielfalt oder populistische Einstellungen ermittelt.

    – it is a good thing that Germany has taken in so many refugees
    – “In Germany, you can’t say anything bad about foreigners without immediately being called a racist“
    – “The government is hiding the truth from the people”
    – “The state cares more about refugees than about Germans who need help”

    Ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Quelle: https://www.shell.de/ueber-uns/shell-jugendstudie/_jcr_content/par/toptasks.stream/1570708594823/cc089c96f35209143fdfdcbead8365dc26f9a238/shell-youth-study-2019-summary-en.pdf

    Oder auf deutsch: https://www.shell.de/ueber-uns/shell-jugendstudie/_jcr_content/par/toptasks.stream/1570708341213/4a002dff58a7a9540cb9e83ee0a37a0ed8a0fd55/shell-youth-study-summary-2019-de.pdf

    …wirkt für mich so, als waren das schon die Fragen. Also, wenn Du denkst, dass die Regierung Dir die wahrheit vorenthält – zum Beispiel über die Mautverträge oder so, bist Du schon Populist.

    Intolerant bist Du übrigens, wenn Du keine schwule, türkisch-jüdische Flüchtlingsfamilie *als Nachbarn* haben willst.

    Vielfalt wurde nicht näher spezifiziert: „die Vielfalt der Menschen anzuerkennen und zu respektieren“ (als „Wert“ oder so wichtig finden). Also, wenn Du jetzt keine Kinderschänder, Zoophile und IS-Terroristen respektierst, bist Du schon gegen Vielfalt. Wie übrigens nur jeder zweite der Jugendlichen, der Rest hat das für 5 Pfennig nachdenken noch nicht verlernt.

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  3. Die Shell-Studie ist ein weiterer Beleg für die These, dass die Sozialwissenschaften in Dland „habe fertig“. Aber Soziologie ist bspw. (bzw. war) eine sehr anspruchsvolle Wissenschaft. Aber es ist wie mit der deutschen Sprache, bei dem man auch die Anforderungen gesenkt hat und jetzt die „einfache Sprache“ präferiert.

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