SED-Gewächse gegen westlinke Utopisten.

Ich kann mich dunkel erinnern, dass die Westlinken gar nicht so begeistert waren, als es darum ging Deutschland wiederzuvereinigen. Schließlich hielten sie sich ja im geteilten Deutschland für die progressive, intellektuelle Linke, die sich mit den Enklaven des linken Totalitarismus wie China, Cuba oder Nordkorea solidarisierten. Die Jugend sollte die Wende zum Weltkommunismus bringen, deshalb sympathisierten sie eher mit der blutigen Kulturrevolution Maos, als mit dem biederen, vergreisten SED-Politbüro. Nun sah es wohl auch für die Westlinke so aus, als wäre die linke Bewegung -diesmal grün angehaucht- wieder auferstanden. Doch sie war nie weg und mit den abgegriffenen Milliarden aus dem SED-Parteivermögen ließ sich die Durststrecke auch leicht überbrücken. Sie haben sich unauffällig in die Institutionen eingenistet und mit einigen Namensänderungen für den Normalbürger auch verschleiern können, dass hinter Die Linke immer noch SED steckt. In den letzten Jahren ist zusammengewachsen, was zusammengehört. Die LINKE, die SPD-Sozialisten und die Grünmarxisten; und die CDU wurde von der Spitze aus durch ein FDJ-Gewächs zersetzt. Nun agieren die ehemaligen SEDler so wie damals recht unauffällig und spießig. Sie haben einfach den langen Atem ihre Gegner langsam zu zermürben. Sie säen Unsicherheit, setzen gezielte Nadelstiche auf ihre Gegner und auf permanente Propaganda, dass das gute Werk immer von menschenverachtenden Kräften bedroht wäre. Sie befürworten Demokratie, solange sie alles in der Hand haben. Regierung, Gerichte, Medien und Verfassungsorgane. Die Westlinken sind da wesentlich ungestümer und setzen mehr auf Gewalt, öffentlichkeitswirksame Aktionen und offene Konfrontation, was wie nach den Ereignissen an der Hamburger Uni und den Blockaden durch Extinction Rebellion dazu führte, dass die Bürger trotz der angeblich ehernen Zielen gar nicht mehr so begeistert sind, von der links-grünen Welle.

Nun kann man beobachten, wer wo sein Handwerk gelernt hat. Zur Thüringenwahl hat die Bewegung 1% dazu aufgefordert, in den Wahllokalen als Beobachter zu fungieren, den schließlich gingen Wahlbetrug oder Unregelmäßigkeiten in den letzten Jahren immer zu Lasten der AfD. Bento, der Ableger des dunkelroten SPIEGEL titelt:

Wie ein rechter Verein junge Menschen als „Wahlbeobachter“ aufstacheln will.

Wahlbeobachter in Anführungsstriche und anstacheln. Das erinnert doch sehr an die letzten Wahlen unter dem DDR-Regime. Damals gab es ja noch kein Internet und trotzdem wird die Stasi vermutet haben, dass Bürger dazu angestachelt wurden, ihre Stimmzettel in der Wahlkabine auszufüllen, schließlich hatte man jahrzehntelang die Vorschläge des Politbüros vor aller Augen offen abgesegnet. Nun haben die Abtrünnigen natürlich auch die offiziellen Ergebnisse abgeglichen und festgestellt, dass die Einheitsliste trotzdem wieder über 99% erhalten hatte. Da hätten die SED-Parteisoldaten mal lieber die eigenen Gesetze gelesen, schließlich waren auch in der DDR Wahlfälschung und Wahlbetrug verboten, was ihnen am Ende zusätzlich das Genick brach. 40 Jahre später berichten die Zeitungen ganz abfällig darüber, dass sich Bürger erdreisten, die Auszählung der Stimmen zu beobachten. Dabei ist es das demokratische Recht eines jeden Bürgers das zu tun und es ist schon sehr seltsam, dass man suspekt ist, wenn man dieses Recht auch wahrnimmt. So wie in der DDR das Recht wahrzunehmen, seinen Stimmzettel in der Kabine auszufüllen. Der Artikel auf Bento deutet auf SED-Ausbildung hin. Die organisierten Wahlbeobachter werden lächerlich gemacht und als eine schwindend geringe Minderheit dargestellt und eine Art Verschwörungstheoretiker. Denn schließlich konnten sie bisher nie einen Wahlbetrug aufdecken und haben dazu angeblich noch die Wahlhelfer geängstigt. Dabei ist es ja gerade der Sinn von Wahlbeobachtern, dass eben am Ende alles korrekt abläuft und deren Anwesenheit dafür sorgt, dass eben kein Wahlbetrug geschieht. Warum also dieser Artikel? Die, die hier auf ihr Recht pochen, werden schon in der Überschrift so dargestellt, als würden sie hier etwas Unrechtmäßiges fordern, als Zweifler am System und natürlich mit rechtem Gedankengut im Kopf sollen sie rüberkommen. Sie werden sozial stigmatisiert, sodass auch gewöhnliche Bürger davon Abstand nehmen, sich die Auszählung einfach interessehalber anzusehen, denn schließlich will keine von der Gesellschaft ausgegrenzt werden. Wer weiß, ob es dann nicht Probleme mit dem Dienstherrn gibt, wenn man da ungefragt auftaucht. Typisch alte SED-Schule.

Die Alt-SEDler sind einfach biedere Handwerker, die ihre Pläne gewissenhaft und geduldig abarbeiten, während die Parteisoldaten aus dem Schoß der Westlinken einfach zu hirnlos und ungestüm sind und es sich so mit den Schafen verderben. Die Alt-SEDler haben es geschafft, unauffällig die wichtigen Institutionen zu kapern. Der Chef des thüringischen Verfassungsschutzes konnte auch ohne Richteramt dieses Amt übernehmen -er ist Sozialpädagoge- und sitzt gleichzeitig im Beirat der Antonio Amadeu Stiftung, die ihrerseits mit Anetta Kahane von einer ehemaligen, inoffiziellen Stasi-Mitarbeiterin geführt wird. Auch in den Medien sind sie an führender Stelle platziert. Mit Maybritt Illner hat man ein ehemaliges SED-Mitglied als Top-Meinungsmacherin im deutschen Fernsehen und Karola Wille ist als Intendantin des mdr ebenfalls ehemaliges Parteimitglied und hat in der DDR Jura studiert; also DDR-Recht.

Der mdr will weg vom Rechtsfunk-Image

Der Mitteldeutsche Rundfunk kämpft gegen den Vorwurf, die Rechten zu verharmlosen. (hier)

Der Kabarettist Uli Steimle hat sich einige Male in seinen Programmen politisch inkorrekt geäußert und das ist natürlich ein Grund für die linken Bessermenschen, diesen Aufrührer aus dem Fernsehprogramm zu entfernen. Da wird die Karola insgeheim gedacht haben, was sind diese westlinken Schnösel doch für blutige Anfänger. Eine Tussi mit SED-DNA wäre so ein Fehler nie unterlaufen. In der DDR gab es natürlich auch Kabarett und Satire. In diesem sehr ausführlichen Werk darüber, wird ein Mitglied eines Kabaretts   zitiert:

Der Titel (drehn und wenden) besagt schon, daß sich die Programmschwerpunkte vorwiegend auf Denk- und Verhaltensweisen beziehen, wie z. B. Meinungsakrobatik, Opportunismus, Rückgratlosigkeit, Heuchelei, Schönfärberei usw. [Nur DDR?]55 Wie wird bei uns oft um den heißen Brei hemmgeredet und am Kern der Sache vorbeiargumentiert, wenn es um Probleme und Widersprüche geht, die nicht ganz in das schöne Bild von unsrer heilen Welt [?]56 passen. Wie drehn und wenden sich Vertreter der öffentlichen Meinung [?], wenn es gilt, der Bevölkerung unbeliebte Eröffnungen zu machen. Welche Gehimakrobatik unternehmen wir, um negative Erscheinungen zu gefällig klingenden umzuformulieren? [?]

Natürlich müssenwir auch die Ursachen aufzeigen, die zu solchen unsozialstischen Verhaltensweisen führen: Daß man nämlich mit dieser ,Wendigkeit‘ meist weiter kommt als mit Charakterstärke, daß ungeprüftes Lob oft mehr einbringt als berechtigte Kritik. (…) für die Parteiebene und überhaupt für die ganz Offiziellen, das eben sagt, was ist da überhaupt dahinter, [das] also die Gefahr rausnimmt, daß man jetzt nicht zum Land steht. […] Und dann setz‘ ich mich natürlich hin und schreib'[…], was sie irgendwie hören wollen, wenn das andere bleibt. Und dann bleiben kann, dann hat‘ ich da zum Beispiel überhaupt keine Probleme mit (…) Stets sichtbar blieb jedoch die Diskrepanz zwischen der Realität und ihren Bezeichnungen, die als willkürlich und zudem als Lüge erkennbar waren.

(von mir hervorgehoben) Aha. Steimle hatte unter Anderem die Gruppe Chemnitz als Olsenbande bezeichnet; für die Leitmedien ist sie eine rechtsterroristische Vereinigung, die den Umsturz der Regierung plante. Nun bestand aber die Bewaffnung dieser hochgefährlichen Truppe aus zwei Luftgewehren, einem Schlagstock und einer CD. Nach DDR-Vorgabe wäre eine solche Äußerung völlig unproblematisch gewesen, den schließlich ist klar, dass die Story von einem terroristischen Umsturz allein schon wegen deren Bewaffnung völliger Humbug ist und jeder weiß, dass hier nur etwas zu politischen Zwecken zu einer Bedrohung aufgebauscht werden soll. So wie damals die Aggression des Westens, die jederzeit eine Invasion vermuten ließ. Solange der Rest des Programmes einigermaßen linientreu war, hätten solche Scherze im Programm bleiben dürfen. Schließlich sollten die DDR-Bürger das Gefühl haben sich frei äußern und die Regierung kritisieren zu dürfen. Ein Witz in der DDR hieß:

Was ist 20 Meter lang und hat keine Zähne? Die erste Reihe des Zentralkomitees der SED.

Stellen Sie sich vor, jemand würde heute den Witz bringen:

Wer hat bei der Arbeit nie Dreck unter den Fingernägeln?

Noch dazu ist Steimle heute ein Publikumsliebling mit dessen Hilfe die Bürger auch Dampf ablassen können, wenn sie unzufrieden sind mit der Regierung. Mit der Aktion Steimle rauszuschmeißen schafft man sich ja erst die Feinde unter den Normalbürger, wo die doch heute sogar einen strammsozialistischen Parteisoldaten wie Bodo Ramelow als Landesvater wahrnehmen. Das muss man erst mal schaffen.

Und jetzt kommen die progressiven Linken mit der maoistischen, revolutionären Ader und wollen wie die Maoisten damals ein Exempel statuieren. Strafe einen (Kabarettisten), erziehe hundert. Die Deutschen sind mit ihrer Obrigkeitshörigkeit und Gutmütigkeit ja geradezu prädestiniert für eine Diktatur mit stiller Repression und dem Anschein von Demokratie und Meinungsfreiheit. Und jetzt kommen gutmenschlichen Umerzieher und wollen sie mit umfassender Zensur und sprachpolizeilichen Maßnahmen zu besseren Menschen umprogrammieren. Die Westlinken meinen, in Nordkorea würden die Leute freiwillig auf Kabarett, westliche Musik oder Volksfeste verzichten, damit es ihnen besser geht. Wer so ein System am laufen halten will, braucht aber Unmengen Polizei, Millitär, Arbeitslager und eine rigorose Abschottung. Die links-bunten Sozialisten bei uns meinen, die Deutschen würden das freiwillig tun und einfach so hinnehmen, wenn man alles eliminiert, was nicht 100% ökologisch und linientreu ist. Wenn die Bürger bei einem Rauswurf Steimles schon einen dicken Hals kriegen und das wahre Gesicht des grün-roten Totalitarismus erkennen, wie werden sie erst reagieren, wenn man das letzte Braunkohlekraftwerk im Osten abschaltet und buchstäblich und im übertragenen Sinn die Lichter ausgehen?

Die ehemaligen SED-Genossen hätten sicher die Geduld so lange zu warten bis die meisten DDR-Bürger weggestorben sind und wenigstens eine komplette Generation, das sozialistische Bildungssystem genießen hat dürfen. Dann glaubt jeder, dass ein Parteienblock aus LINKE, Grüne, SPD, FDP und CDU, der ein Einheitswahlprogramm hat, das normalste von der Welt ist und Rechte und der Klimawandel die größten Bedrohungen der Menschheit sind. Bis dahin sind auch das Internet bereinigt, die Unis, die Gerichte. Dann hat man endlich den wahren Sozialismus deutscher Prägung, der dann auch funktioniert. Dabei wären die Bürger schon wieder bereit und das können die Funktionäre sogar vom Gegner lernen. Der Ein-Mann-Demonstrant Sven Liebich kann ungestört die Bürger mit der DDR-Nationalhymne beschallen, eine riesiges Grußplakat mit Halle grüßt die Stasi und eines mit Ein Volk/eine Kanzlerin/Merkel wir folgen dir aufhängen und sich als Ordner der Linken ausgeben und die Besucher mit Hier geht’s zur SED-Veranstaltung begrüßen. Das entrüstet nicht mal die Anhänger der LINKEN.

Und jetzt funken immer wieder die nervigen Ökosozialisten und marxistischen Utopisten dazwischen, wenn die SED-Gewächse gerade ein funktionierendes System übernehmen. Ist ja auch zu blöd. Bei so vielen Schlafschafen wäre es besser, wenn die ersteren sich noch möglichst lange in den Vordergrund spielen, denn andernfalls wachen wir irgendwann in einer öko-sozialistischen Diktatur auf und wüssten Dank der SED-Genossen gar nicht wie wir dort hingekommen sind.

 

3 Gedanken zu “SED-Gewächse gegen westlinke Utopisten.

  1. Es ist schon beachtlich, dass eine Maybrit Illner sich an so einer prominenten Stelle breitmachen konnte und keiner in der Republik das angeklagt hat. Von den nur den Interessierten auffallenden Gestalten mal ganz zu schweigen.

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  2. Aus gut unterrichteten Kreisen, wurde kolpotiert, daß die 17 oder 24 Milliarden SED Vermögen nach Griechenland verschoben wurden. IM Notar (alias Gysy) wird dabei wohl auch eine Rolle gespielt haben. Die Großmuftis der Grünen, waren doch alle KP Gruppen angeschlossen. Mit Kramer in Thüringen, haben sie genauso wie mit Heidenwang, die richtigen Figuren installiert. Mit Maaßen, war kein Alarm gegen die AFD zu bewerkstelligen Die unselige Kahane Stiftung, ist schon ein Klops. Das so eine Tante, hier in unserer so freiheitlichen, Angloblase, so einen Job übernehmen kann, muß man schon, als unerhört beachtlich betrachtet werden. Heute Wahlen in Thüringen, bei der SPD Veranstaltung war es ziemlich ruhig, Wahlpartys sind nicht mehr im Angebot, Finanzklemme? Wahlergebnis der Grünen, gibt ihnen zu denken. Die flachen Argumente, der Wähler hätte die Tiefe und Wichtigkeit ihrer Anliegen nicht verstanden. Die haben doch nur ihr Umweltprogramm, welches man in Ruhe und in Farbe bewundern kann. Mit den Grünen ist der nächste BLACK OUT nicht allzu fern. Das Schöne im Leben ist nunmal, daß jeder Schwachsinn, sich früher oder später erledigt. Zum Abschluss, daß Wort zum Sonntag: Wir können sie nicht zwingen, die Wahrheit zu sagen, wir können sie zwingen immer weiter zu lügen, bis es am Ende zu eng wird………………………………………………………………………Gruß aus Flensburg.

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    1. Ich freue mich schon, wenn das AKW Philippsburg am 31.12.2019 abgeschaltet werden muss. Wenn plötzlich 30% Strom in BW fehlen, dann dürfte der Strom höchstens für den 1.1. vormittags noch reichen. Ich bin mal gespannt wie die Grünen den Blackout erklären oder, wenn sie die Laufzeit verlängern müssen. Komisch, dass da gar nicht darüber geredet wird.

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