Das Kreuz mit der Zensur.

Ich freue mich immer wieder über ein Video von Tim Keller, doch wie nicht mehr so selten in unserem besten Deutschland aller Zeiten hieß es, das Video sei aus urheberrechtlichen Gründen gesperrt. Es ging um einen Beitrag von WDRforyou und, wer diesen Kanal besucht, der merkt, dass es sich auf der einen Seite um eine Art Rechtsberatung für Migranten geht in deren Landessprache, ergänzt mit einer Friede-Freude-Eierkuchen-Welt zwischen Einheimischen und Zuwanderern. Laienhaft kann man sagen, dass jeder berechtigt ist, ein veröffentlichtes Werk, ins besondere, wenn es um ein Tagesgeschehen geht, in Teilen „zitieren“ darf, sofern es in ein eigenständiges Werk eingebettet ist, in dem man sich mit ihm auseinandersetzt, es zum Ausgangspunkt eigener Überlegungen macht, es mit der eigenen Meinung kommentiert oder kritisiert. Nun bringt Tim Keller ja nie eine verkniffene Kritik oder würde sich in der Wortwahl vergreifen. Ironie und Zynismus sind seine Hauptstilmittel und ich finde seine Videos einfach entspannend und witzig. Leichte, aber inhaltlich aufschlussreiche politische Kost. Dass es hier bei dem WDRforyou-Beitrag nicht um Urheberrechte geht, sondern nur darum „nicht hilfreiche“ Meinungen aus dem Netz zu verbannen, das dürfte auch klar sein. Die GEZ- Brut faselt was von Bürgerfernsehen, das sie sein wollen, zocken die Bürger für ein mieses und einseitiges Programm mit einem Zwangsgeld ab und suggerieren, sie hätten an ihren Sendungen besondere Rechte, weil sie ja „investiert“ hätten. Das ist aber nicht ihr Geld, sondern sie sind nicht mehr als Dienstleister, mit meinem Geld halbwegs Sinnvolles zu produzieren. Im Grunde dürfte sie an dem, was sie selbst produzieren gegenüber dem Bürger gar keine Rechte haben.

Die ÖR-Medien sagen ja immer, dass sie furchtbar wichtig wären, weil sie die einzigen seien, die uns ausgewogen und umfassend informieren. Deren Motto ist: Friss und dann Maul halten. Dabei meinte Harald Schmidt schon vor Jahren, dass das ZDF ohne Nazis ganz schön alt aussehen würde, wenn es um die Programmgestaltung geht. Dabei kommen sie dann immer, dass es zum mündigen Bürger auch entsprechende Informationen zum Weltgeschehen bräuchte. Mündig wird er aber erst, wenn er sich damit selbst oder mit anderen auseinandersetzt, wodurch deren Informationen weit über deren Einschaltquoten hinausreichen. Vor 30 Jahren hat man die Meldungen und Positionen, die in den Medien verbreitet wurden, im Grunde danach privat weiter eingeordnet bzw. ausgefochten. Schließlich waren auch dort alle Richtungen vertreten.

Nachdem wir jetzt nur noch eine Einheitsmeinung zu vorsortierten Meldungen vorgesetzt bekommen, hat sich die Diskussion und die Verbreitung von unterschlagenen Meldungen natürlich auf das Internet verlagert. Sowas wie Medienkritik gab es früher nicht, denn Journalisten verhielten sich kompetent unauffällig und überbrachten nur die Meldung und ein paar Hintergründe. Heute sind Journalisten intellektuell und charakterlich gar nicht mehr dazu in der Lage und beschäftigen sich nur noch damit, irgendwie ihre eigenen links-grüne Meinung unterzubringen und den ganzen neomarxistischen Krimskrams zu hypen. Wenn sie es nicht gleich auf ihrem privaten Twitter-Account tun. Bei Danisch wird dazu Jakob Augstein zitiert:

Aber nicht die Think Tanks beeinflussen die Journalisten, sondern die Journalisten folgen von sich aus deren ideologischer Ausrichtung?

Augstein: Das sind selbstverstärkende Prozesse. Es gibt keine externe Einflussnahme von irgendwelchen Gruppen auf die Presse. Wer das sagt ist ein Verschwörungstheoretiker! Die Beeinflussung kommt immer von den Leuten selbst. Und das ist viel schlimmer. Denn wenn es nur äußere Beeinflussung wäre, könnten Sie die ja identifizieren und abstellen. Wenn die Leute aber innerlich nicht mehr unabhängig sind, wie wollen Sie das reparieren?

Ja, das kratzt natürlich an der Eitelkeit, wenn Leute wie Tim Keller sie für ihre bescheuerten Machwerke nur noch lächerlich machen. Unter ihren Beiträgen auf YouTube wird meist die Kommentarfunktion deaktiviert, andernfalls könnten ihnen die Bürger gleich persönlich sagen, was sie davon halten. Wo es doch möglich ist, da heißt es dann gleich, das wäre alles Hass und Hetze und sprachlich verroht. Dabei sind die Kommentare noch das Beste. Dort finden sich nämlich kein Hass und keine Beleidigungen, sondern man macht sich meistens nur lustig darüber. Man denke nur an die Aktion Wir sind Rechtsstaat. Sie können ja schlecht ein Video darüber ins Netz stellen und sich als Hüter unserer Rechte darstellen und denen, die sich das anschauen, gleich das Recht entziehen ihre Meinung dazu zu sagen.

Die Leitmedien und deren Journalisten sind ja schon ziemlich dünnhäutig, denn der Versuch, die alternativen Medien als rechtsextrem, Fake-News-Schleudern und von Russland gesteuert darzustellen, hat nicht funktioniert. Wer aufmerksam ist, dem muss auffallen, dass das mit den Fake-News völlig aus den ÖR-Medien verschwunden ist. Schließlich musste sie feststellen, dass die meisten Meldungen der alternativen Plattformen und den Kommentarspalten eben keine Fake-News sind, sondern einfach nur das an die Öffentlichkeit ziehen, was die Systemmedien nur allzu gerne verschweigen oder vergessen würden. Da fallen die eigenen Versuche der Manipulation umso mehr auf.

Nun fährt man die Schiene, dass alles, was nicht deren journalistischen Einheitsbrei entspricht, Hass und Hetze sein muss, die man unterbinden will. Besonders gefährlich halte ich, dass man vermeintliche Beleidigungen verfolgen will, auch dann, wenn sie nicht angezeigt werden und es nicht mehr zählt, ob es vom Gesetz her von der Meinungsfreiheit gedeckt ist, sondern, ob sich jemand beleidigt fühlt. Die Schneeflöckchenmasche sozusagen. Da werden sie allerdings auch nicht alle kriegen. Man sehe sich nur Tim Keller an, der kommt ohne ein einziges böses Wort aus, sondern bedient sich nur übermäßig der gutmenschlichen Versatzstücke, wenn er von der Bereicherung des besten Deutschlands aller Zeiten durch Fachkräfte spricht. Je mehr er davon verwendet, desto klarer wird, wie wenig er von der Regierung hält. Auch mit Klagen kommt man ihm nicht bei, denn seine vielen Fans sind bereit für die Kosten aufzukommen; reicht, wenn jeder einen Euro spendet. Man kann ihn weder stigmatisieren noch beruflich vernichten.

Viele haben aber nicht das Glück, so offen ihre Meinung zu sagen können. Bei den schwammigen und sich ständig ändernden Maßstäben, was als hate-speech gilt, kann man da unerwartet Probleme bekommen. Die AAS sieht dies schon als erfüllt, wenn man von „wir“ und „denen“ spricht, weil dies andere ausgrenzt. Heute im Mittagsstammtisch im BR-Fernsehen bekam man schon eine Ahnung wohin es läuft. Michael Lerchenberg (dürfte vom Nockerberg bekannt sein) meinte, es sollte jeder nur noch unter seinem Klarnamen seine Meinung sagen dürfen, mit der Begründung, man müsse, wenn man was zu sagen hat, auch zu seiner Meinung stehen. War der gebrieft? Laut Verfassungsgericht gehört es zur Meinungsfreiheit, seine Meinung auch anonym zu sagen, denn das Gericht findet, dass das von vorne herein schon einen Einfluss darauf hat, inwieweit man sich äußert. Was auch völlig nachvollziehbar ist. Man denke nur an die Hirsemühle, deren Betreiber bei der AfD ist, und dessen Waren daraufhin boykottiert wurden. Wie würde es erst Polizeibeamten, Lehrern oder Hotelbesitzern ergehen, wenn sie sich gegen den Mainstream äußern und so ins Visier der Gesinnungswächter kommen? Warum wohl äußern sich die erst, wenn sie in Rente oder Pension sind?

Es geht am Ende nur darum die Meinungshoheit zu behalten und nicht um vermeintlichen Hass oder Hetze. Das erkennt man am geplanten Medienstaatsvertrag. Dann müssen größere Videoplattformen ab einer Bagatellgrenze eine Lizenz erwerben. Das ist reine Gängelung um anonyme Urheber zu ermitteln. Weiter heißt es dazu im SPIEGEL:

Noch weiter geht die Vorschrift, dass Angebote, „die in einem besonderen Maße die Meinungs- und Angebotsvielfalt fördern“, besonders hervorgehoben werden müssen. Damit wird der alte Streit, wer ein Recht auf die ersten Programmplätze im TV hat, auf die digitale Ebene gehoben. Sichergestellt werden soll damit, dass Angebote wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk nicht in den Tiefen einer Plattform versteckt werden, während die Startseiten nur von Schmink-Tutorials und Prank-Videos dominiert werden – oder nur von parteiischen Nachrichtenangeboten. Wie diese neue Vorschrift in der Praxis funktionieren soll, ist noch weitgehend unklar.

Meinungsvielfalt bei den ÖR-Medien? Was haben wir gelacht! Wenn man so einen Schund produziert und 6 Milliarden nicht reichen, dass man auf einem freien Informationsmarkt bestehen kann, dann flüchtet man sich in die Planwirtschaft. Warum sollte ein einzelner Kommentar des ZDF an erster Stelle gelistet sein? Weil der Sender vor 50 Jahren mal meinungsvielfältig war? Wie immer machen sie aber erst Vorschriften, bevor sie sich überlegen, ob das funktioniert oder welche Auswirkungen das hat. Man stelle sich vor, man würde solche Beiträge wie von WDRforyou auch noch auf die ersten Plätze setzen, sobald man zum Beispiel Videos unter dem Stichwort „Migration“ sucht. Dann könnten sich die alternativen Medien viel Arbeit sparen, wenn sie ihre Propaganda, von der unzählige journalistische Mitläufer leben, gleich selbst einem breiten Publikum eröffnen. Da werden sie bald feststellen, dass es besser gewesen wäre, das Ganze in einer TV-Nische im Nachtprogramm oder einem Spartenkanal zu lassen.

Die Leit- und ÖR-Medien befinden sich in einem Dilemma. Sie wollen, dass wir nur ihre Sendungen und Informationen konsumieren; es schadet ihnen aber wahrscheinlich noch viel mehr, wenn auf Youtube immer auch das von ihnen vorne gelistet wird, was wir am besten wieder vergessen sollten. Man denke nur an die ganz frühen Merkelreden oder, wenn ein Politiker unbedacht die Wahrheit ausgesprochen hat (hier, hier).

All diese Maßnahmen der letzten Jahre sind nur das Mundtotmachen in kleinen Dosen, damit es nicht zu sehr nach der angestrebten Abschaffung der Meinungsfreiheit aussieht. Woran erkennt man, dass diese Irrsinnszeit vorbei ist und die Meinungsfreiheit wieder da? Wenn unter diesem Video die Kommentare nicht mehr deaktiviert sind.

5 Gedanken zu “Das Kreuz mit der Zensur.

  1. Fünf Familen, in der BRD, beherrschen, mit der SPD,(30%) im Regionalmarkt. das Geschäft. Bertelsmann, Springer, Funke-Mediengruppe, Burda, Holtzbrink. Gesteuert vom CFR, Trilateralen, Bilderbergern, mit Verbindungen zur Atlantik-Brücke, sorgen für die artgerechte Nachrichtenübermittlung. Da muß einem schon klar werden, Augstein, vielleicht nicht, warum, die Berichterstattung so unterirdisch funktioniert. Um Hintergründe, verstehen zu wollen, ist es absolut notwendig., gewisse Machtstrukturen, zu entwirren. Nur stehen gewisse Informationen, nicht frei einsehbar im Schaufenster. Wer heute noch , unsere Presse, und die ÖR. für eine seriöse Quelle erachtet, dem kann ich auch nicht mehr helfen. Das Dilemma unserer Nachrichtenfürsten, stellt sich für mich wie folgt dar. Sie können, und wollen vielleicht auch nicht, von ihrem eingeschlagenen Wahnsinn ablassen.(Ablasshandel). Um sich offentsichtliche Fehler einzugestehen, bedarf es Größe, Charakter und eine gewisse Einsichtsfähigkeit, die ich bei unseren sogenannten Eliten, in die Komplexität der Verhältnisse, beim besten Willen, nicht zu erkennen vermag Eventuell,werden dort, in den Machteliten, Pläne ausgeheckt, sind am Laufen, die sich der Kenntnis entziehen. Eine Geburt, der neuen Menschheit, Herren und absolutes Sklaventum? ———-Gruß aus Flensburg.———–

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    1. Sag doch einfach Lizenzpresse. Denn genau die ist und war es. Gab natürlich schon damals eine Fachpresse, die durchaus kritische Artikel hatte (50er und 60er). Heute ist es halt das Internet. Über diverse Telegrammgruppen und so einem Newsaggregator wie von luisman. Die Presse kann einpacken. Ein Großteil der nationalen und internationalen Nachrichten läuft ohnehin über die Nachrichtenagenturen, da wird noch ein wenig am Text gebastelt und geg.falls geframed und fertig. Dafür brauche ich keine Zeitung. Dazu noch die offiziellen Pressemitteilungen der Regierung und Behörden. Statistiken kann ich mir selber anschauen und kleine Anfragen und Co sowieso.
      Deswegen subventioniert der Staat mittlerweile ja auch die Presse quer, über Rechercheberbünde, Stipendien oder Auftragsarbeiten. Da ist ein freier, dann auch bei irgendwelchen NGOs aktiv oder darf an einer „Studie“ mitarbeiten. Oder Uni—Mitarbeiter eines Medieninstitutes gründen eine Seite. Alles entzauberbar.

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  2. Nachdem wir jetzt nur noch eine Einheitsmeinung zu vorsortierten Meldungen vorgesetzt bekommen, hat sich die Diskussion und die Verbreitung von unterschlagenen Meldungen natürlich auf das Internet verlagert.

    Ich finde es auch krass, dass ich erst Tage später von den Hausbesetzerkrawallen um die Rigaerstraße gehört hab. Autos angezündet, etwa 40 Polizisten verkloppt, ein Cafe und eine Bußgeldstelle entglast…

    Irgendein Joe-Biden-Ukraine-Gedöns und leeres Rentenversprechungsgeschwurbel haben es zur Regionalnews gemacht oder so.

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